Kanadische Finanzmarktaufsicht unterstützt regulierten ICO

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: Quebec via Shutterstock

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Die kanadische Finanzmarktaufsicht der Region Quebec Autorité des marchés financiers (AMF) fördert den Token Sale von Impak Finance, eine Plattform für die Unterstützung gemeinnütziger Unternehmen, und hat dem Token den Status eines Wertpapiers zugestanden. Darüber hinaus soll Impak Finance zukünftig stärker mit der Regulierungsbehörde zusammenarbeiten.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Die AMF verfolgt die Strategie, die Blockchain und die dahinterliegende Technologie besser zu verstehen und mögliche Anwendungen nutzbar zu machen. Damit nimmt die kanadische Behörde die Herausforderung konventioneller Finanzmarktregulierung durch blockchain-basierende neue Use Cases an, anstatt – wie etwa China – mit Komplettverboten auf das Neue und Unbekannte zu reagieren.

Impak Coin, der Token, der aus dem geplanten ICO hervorgehen soll, wird das erste regulierte ICO-Projekt in Kanada sein. Für den ICO werden voraussichtlich gewisse Regeln gebogen, was es Impak ersparen soll, Voraussetzungen traditioneller Wertpapieraussteller erfüllen zu müssen. Dafür wird die AMF als Regulierer für den Token auftreten.

Impak Finance wird ein Teil der AMF-Sandbox sein, der Ideenwerkstatt der Regulierungsbehörde. Das Konzept der Sandbox wurde von der kanadischen Börsenaufsicht ins Leben gerufen. Die Sandbox soll Fintech-Projekte fördern, die nicht exakt den rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechen, eine Kategorisierung die auch auf ICOs zutrifft. Daher kann die Zusammenarbeit von AMF und Impak Finance als logische Konsequenz dieser Entwicklung angesehen werden, zumal Impak Coin von der Finanzmarktaufsicht als Wertpapier anerkannt wurde.


„Ich hatte vor der Initiative zu Impak Coin bereits mehrere Jahre mit den Regulierern zusammengearbeitet und mir war klar, dass sie gewillt sein würden, ihre regulatorischen Rahmenbedingungen anzupassen, um mit dem Krypto-Sektor mithalten zu können.“, sagte Paul Allard, Präsident von Impak zu der Zusammenarbeit. Impak Finances ICO-Projekt kann also auch als Testlauf für den generellen Krypto-Sektor angesehen werden.

Für die AMF ist die Mitarbeit Impak Finances in der Sandbox ebenfalls sehr wichtig, da es der Behörde ermöglicht, das Business-Modell der Fintech-Unternehmen und die Unterschiede zu traditionellen Finanzdienstleistern besser zu verstehen und sich darauf einzustellen. Der gemeinsame Token Sale schafft für die Finanzmarktaufsicht einen Präzedenzfall, auf den sie sich im Fall späterer Regulierungstätigkeiten berufen kann.

Kanadas Finanzsektor erkennt also das Potential der Blockchain und versucht, dieses für sich nutzbar zu machen. Die Regulierungsbehörde zeigt damit einen alternativen Weg im Vergleich zu vielen anderen Regulierern weltweit auf.

Englische Originalversion via Coindesk.


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