Kampfansage: Intel baut Hyperledger-basiertes Blockchain-Framework aus

Selim Baykara

von Selim Baykara

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Selim Baykara

Selim Baykara ist seit 2015 im Tech-Journalismus unterwegs. Davor hat er Englisch an der Universität Mainz studiert und war mehrere Jahre als freiberuflicher Autor und Übersetzer tätig.

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Quelle: SHutterstock.com

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Der Hardware-Riese Intel erweitert seine Blockchain-Lösung für Unternehmen: Das neue Produkt namens „Intel Select Solution for Blockchain: Hyperledger Fabric“ soll Unternehmen einen noch einfacheren Einstieg in die Blockchain-Welt ermöglichen. Die Ankündigung ist vor allem aber auch eine Kampfansage an IBM und Microsoft – die Konkurrenz ist nämlich schon längst mit ähnlichen Lösungen am Markt vertreten.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 10. Juli 2019 02:07 Uhr von Andre Winterberg

In der kürzlich veröffentlichten Ankündigung erklärt Intel die Vorteile des neuen Produkts. Demnach handelt es sich dabei um eine Plattform, die Unternehmen den „einfachen Einsatz des Hyperledger Fabrics“ ermöglichen soll. Heißt im Klartext: Am eigentlichen Hyperledger Framework ändert sich nichts – Intel bietet jetzt nur eine Art „All-Inclusive-Paket“ an, mit dem Unternehmen die benötigte Soft- und Hardware aus einer Hand erhalten.

Intel: „Neue Hyperledger-Lösung ist für Unternehmen preiswerter und einfacher zu benutzen“

Die Hardware stammt dabei selbstverständlich von Intel selbst. In dem Paket enthalten sind unter anderem die skalierbaren Xeon-Prozessoren, schnelle Solid State Laufwerke (SSDs) und Ethernet Netzwerk-Adapter. Da die Hardware speziell für den Einsatz in der Blockchain vorkonfiguriert ist, können Unternehmen mit der Plattform „so schnell wie möglich“ ihre eigenen Blockchain-Lösungen entwickeln. Hauptvorteile des Pakets, so Intel, seien der niedrigere Preis und der geringere Aufwand bei der Einrichtung der benötigten Infrastruktur.

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Bislang ist nur die Basis-Konfiguration erhältlich. Diese umfasst:

  • zwei Xeon-Prozessoren mit je zwei Kernen
  • 96 GB Arbeitsspeicher
  • 240 GB SSD-Boot-Laufwerk
  • einen TB Datenspeicher
  • zehn Gbit/s Ethernet Netzwerk-Adapter

Laut Intel ist die Hardware skalierbar. Damit bezieht sich der Hersteller aber vermutlich nicht direkt auf die Funktionsweise des Hyperledger-Frameworks, sondern meint nur, dass Unternehmen das Paket je nach Bedarf um zusätzliche Komponenten erweitern können.

Bedarf an Blockchain-Lösungen für Unternehmen steigt

Der Bedarf an blockchainbasierten Lösungen für Unternehmen wächst stetig. Einer aktuellen Umfrage von Juniper Research zufolge, denken zwei Drittel aller US-Unternehmen mit über 10.000 Angestellten über den Einsatz der Blockchain-Technologie nach oder sind bereits aktiv dabei, entsprechende Schritte einzuleiten.

Dabei wurde vor allem Intel-Konkurrent IBM als möglicher Wunschpartner genannt. IBM ist schon länger dabei, im Blockchain-Business zu expandieren und beendete erst kürzlich einen Testlauf, bei dem eine Transaktion von über 100.000 Mandarinen von China nach Singapur über die Blockchain abgewickelt wurde.

Und auch Microsoft ist nicht untätig: Der Software-Hersteller brachte seine Azure-Blockchain schon 2015 in die Cloud. Die Technologie kommt unter anderem bei der Nasdaq, der größten elektronischen Börse der USA, zum Einsatz. Google, Amazon und SAP wollen ebenfalls cloudbasierte Blockchain-Dienste anbieten. Daher nimmt es wenig wunder, dass Intel jetzt versucht, in diesem Markt stärker Fuß zu fassen.

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