Dezentral vs. Zentral Kampf der Bitcoin-Börsen: Uniswap schlägt Coinbase Pro nach Handelsvolumen

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Boxhandschuhe liegen auf Holz

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DeFi übernimmt immer größer werdende Marktanteile und damit auch dezentrale Handelsplätze.

Während das Ethereum-Netzwerk von DeFi-Anwendungen nahezu übersättigt ist und aktuell mit Transaktions-Verstopfungen sowie schwindelerregenden Gebühren zu kämpfen hat, vermelden dezentrale Krypto-Börsen einen großen Andrang. So stellt das Handelsvolumen von Uniswap das von Coinbase pro, der laut Coingecko zweitgrößten und nach Coinmarketcap drittgrößten Börse, bereits in den Schatten. Laufen dezentrale Börsen ihren zentralen Vertretern den Rang ab?

Die DeFi-Stunde hat geschlagen

Bei Uniswap handelt es sich um einen Decentralized exchange, kurz: DEX. In der digitalen Auslage der Plattform tummeln sich die hiesigen DeFi-Token: Von Ether (Wrapped), über SUSHI-Token bis hin zu Yearn.finance findet sich alles, was das DeFi-Herz höher schlagen lässt.

Und dieses schlägt aktuell nahe dem Herzkasper. Seit die ersten DeFi-Projekte das Licht der Welt erblickten, erlebt der Sektor ein enormes Wachstum. Im überschaubaren Zeitraum von Juni bis heute ist der DeFi-Markt laut Defipulse um über 770 Prozent von knapp einer auf 9,15 Milliarden US-Dollar gestiegen.


Uniswap hat dabei im Protokoll-Ranking die Pole Position übernommen. Mit einem Total Value Locked von 1,59 Milliarden US-Dollar und einer Marktdominanz von über 17 Prozent hat sich der DEX knapp vor Maker mit 1,53 Milliarden US-Dollar gemogelt.

Der DeFi-Hype hat der Börse am 1. September einen Rekordvolumen von über 950 Millionen US-Dollar beschert. Im Vergleich dazu liegt das 24-stündige Handelsvolumen von Coinbase Pro, je nach verwendeten Aggregator, aktuell zwischen 780 und 815 Millionen US-Dollar. Auch wenn das Volumen von Uniswap derzeit wieder auf 615 Millionen US-Dollar abgesackt ist, zeigt sich doch eine rege Aktivität am DeFi-Markt.

Warum DEX?

Da DeFi-Token auch im Angebot zentraler Krypto-Börsen zu finden sind, stellt sich die Frage, warum überhaupt eine DEX benutzen? Der Grund ist ein einfacher: Dezentrale Exchanges listen DeFi-Token früher, als ihre zentralen Konkurrenten. Für die Frühaufsteher unter den Anlegern ein triftiges Argument, schließlich lässt sich so rasch vom Hype profitieren.

Beispiele wie der yearn.finance-Token (YFI), welcher ebenfalls zunächst auf Uniswap gelistet wurde, zeigen, dass sich ein früher Einstieg lohnt. Der Token ist seit Lancierung Mitte Juli bis zum 1. September von 790 auf 35.000 US-Dollar gestiegen. Investoren müssen sich aber um eine hohe Volatilität bewusst sein. Binnen eines Tages ist Yearn.Finance wiederum um 15 Prozent auf aktuell 28.000 US-Dollar abgerutscht.

Nicht zuletzt führt der DeFi-Aufschwung zu einem konstant steigenden Durchsatz an Transaktionen im Ethereum-Netzwerk. Während sich Ether-Investoren aktuell über große Gewinnzuwächse freuen, operiert die Blockchain am Rand ihrer Möglichkeiten. Der Transaktions-Andrang führte schließlich zu Gebühren in Höhe von 15 US-Dollar. In puncto Skalierbarkeit wird sich zeigen, wie lange das Netzwerk den DeFi-Boom noch verkraftet.


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