„Es fühlte sich wie ein Videospiel an“: Jugendlicher Hacker stiehlt Kryptowährungen im Wert von 15 Millionen Yen

Selim Baykara

von Selim Baykara

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Selim Baykara

Selim Baykara ist seit 2015 im Tech-Journalismus unterwegs. Davor hat er Englisch an der Universität Mainz studiert und war mehrere Jahre als freiberuflicher Autor und Übersetzer tätig.

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Die japanischen Behörden erheben Anklage wegen des Diebstahls von Bitcoin-Abkömmlingen. Am Donnerstag, dem 14. März, übergaben die Behörden der Staatsanwaltschaft einen erst 18-jähriger Hacker. Der Vorwurf: Der noch Minderjährige soll Kryptowährungen im Wert von 15 Millionen Yen von dem bekannten japanischen Digital Wallet Monappy gestohlen haben.

Wie die Website Japan Today berichtet, wurde der Hacker am Donnerstag, dem 14. März, den Behörden der Stadt Utsunomiya übergeben. Der 18-Jährige soll zwischen August und September 2018 Monappy gehackt haben. Das ist eine Digital Wallet, die auf dem Smartphone installiert wird und den Handel mit der Kryptowährung Monacoin erlaubt. Rund 7.700 Nutzer sollen von dem Hack betroffen sein – der Angreifer erbeutete dabei Monacoin im Wert von 15 Millionen Yen (etwa 134.000 US-Dollar).

Minderjähriger Krypto-Hacker knackt Börse: „Wie in einem Videospiel“

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Da man in Japan mit unter 20 Jahren noch als minderjährig gilt, blieb die Identität des Hackers bislang anonym. Der Polizei zufolge hat der 18-Jährige den Diebstahl aber bereits gestanden. Demnach soll er gesagt haben:

Es fühlte sich wie in einem Videospiel an, so als ob ich einen Trick entdeckt hatte, den noch niemand kannte.

Seine Vorgehensweise war auf jeden Fall wohl überlegt: Der Hacker verschleierte seine Identität zunächst mit der bekannten Tor-Software und machte sich dann eine Schwachstelle auf der Webseite von Monappy zunutze. Innerhalb kurzer Zeit stellte er wiederholt Anfragen zum Transfer von Kryptowährungen auf sein eigenes Konto und brachte dadurch das System zum Absturz. Das ermöglichte ihm dann, die Währung von anderen Nutzern auf seinen Account zu übertragen.

Die geklauten Monacoins speicherte er anschließend bei einem anderen Anbieter und erhielt Dividenden in anderen Kryptowährungen. Das Geld soll er für Dinge wie ein neues Smartphone ausgegeben haben. Auf die Spur kam ihm die Polizei, weil sie die Kommunikationsaufzeichnungen auf den Servern von Monappy auswertete.

Einziger Trost: Den Betreibern von Monappy zufolge, waren die auf einer Cold Wallet gespeicherten Monacoins nicht von dem Diebstahl betroffen – das sind immerhin 54,2 Prozent der Gesamtsalden von Monappy. Die fast 8.000 geprellten Nutzer werden aber für ihren Verlust entschädigt.

Bitcoin-Hacks und Angriffe auf Krypto-Börsen nehmen in Japan zu

Bitcoin-Hacks und andere kriminelle Aktivitäten rund um digitale Währungen sind in Japan seit Jahren ein Problem. Allein 2018 soll sich die Zahl der verdächtigen Krypto-Zahlungen im Land der aufgehenden Sonne verzehnfacht haben. Die Polizei spricht von über 7.000 Fällen mutmaßlicher Geldwäsche im Zusammenhang mit Kryptowährungen.

Und während der minderjährige Hacker aus Utsunomiya „nur“ 15 Millionen Yen erbeutete, stahlen Unbekannte fast zeitgleich Kryptowährungen im Gegenwert von rund 59 Millionen US-Dollar von der Krypto-Börse Zaif. Eine Reihe von japanischen Bitcoin-Börsen schloss sich daraufhin zusammen, um solchen Vorfällen in Zukunft besser zu begegnen.

2018 fast eine Milliarde US-Dollar entwendet

Im internationalen Rahmen zählen die Hacks von Krypto-Börsen und Online-Handelsplätzen zu den verbreitetsten Bitcoin-Verbrechen. 2018 wurden auf diese Weise etwa eine Milliarde US-Dollar erbeutet. Die Vorgehensweise ähnelt sich dabei in den meisten Fällen. Nach dem ersten Angriff transferieren die Cyberkriminellen die gestohlenen Kryptowährungen auf verschiedene andere Wallets und Börsen, um ihre Spuren zu verwischen.

Nicht immer haben die Ermittler dabei so leichtes Spiel wie bei dem Angriff auf Monappy. Im Fall von Zaif tappen die Behörden immer noch im Dunkeln, auch wenn es Vermutungen gibt, dass die Täter aus Europa stammen. Nicht zuletzt deshalb warnen immer mehr Sicherheitsexperten: „Kryptowährungen sind unsicherer, als die Öffentlichkeit denkt“.

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