Japan, Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung

Quelle: Shutterstock

Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung

Japans Finanzlandschaft öffnet sich immer mehr für Security Token Offerings. Nachdem es im Mai bereits zu einer diesbezüglichen Gesetzesänderung kam, haben sich nun auch große Brokerfirmen der Sache angenommen. Gemeinsam gründeten sie die Japan STO Association.

Sechs große japanische Brokerfirmen haben die Gründung der Japan Security Token Offering Assciation (Japan STO Association) bekannt gegeben. Die Vereinigung tritt als eingetragener Verein auf. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Richtlinien für die Selbstregulierung bei Security Token Offerings (STO) zu entwickeln.

Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem die etablierten japanischen Broker Nomura Securities und Rakuten Securities. Hinzu kommen die Online-Trading-Anbieter SBI Securities, kabu.com Securities, Daiwa Securities sowie Monex, die Betreiber der Bitcoin-Börse Coincheck. Monex gab die Gründung der Vereinigung Anfang Oktober in einer Pressemeldung bekannt. Hier heißt es:

Die Japan STO Association engagiert sich für die Entwicklung von STOs in Japan, von denen sie glaubt, dass sie zu einem aktiveren Kapitalmarkt und der Entwicklung der Realwirtschaft beitragen werden.

Japan STO Association will Rahmenbedingungen schaffen

Laut eigener Angabe möchte die Vereinigung Richtlinien entwickeln, die eine „gesunde“ Entwicklung von STO-Modellen in Japan befördern sollen. Hierzu sollen die Erfahrungen aus der Wertpapierbranche in einer Organisation konsolidiert werden. Um ihre Aufgabe als Selbstregulierungsinstanz im vollen Umfang erfüllen zu können, strebt die STO Association die rechtliche Anerkennung als eine Unternehmensvereinigung für Finanzinstrumente an.


Japan, Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Die Verfasser der Monex-Pressemeldung betonen zusätzlich den Unterschied zwischen Initial Coin Offerings (ICOs) und STOs. Während erstere in der Vergangenheit auch immer wieder für Betrugsfälle verantwortlich waren, seien letztere rechtlich anerkannt und folglich abgesichert. Tatsächlich öffnet sich Japan erst langsam für krypto-basierte Finanzprodukte. Im Mai 2019 kam es jedoch zu einer Gesetzesänderung, die den Handel mit STOs auf ein legales Fundament stellte.

Die Japan STO Association möchte folglich Richtlinien erarbeiten, um eine Compliance mit den rechtlichen Vorgaben zu gewährleisten. Zudem arbeitet sie an Maßnahmen für den Schutz von Investoren und zur Verhinderung von Geldwäsche und unfairem Trading.

Auch japanische Bitcoin-Börsen regulieren sich selbst

Das Prinzip der Selbstregulierung ist indessen nicht neu für den japanischen Krypto-Sektor. Bereits im Jahr 2018 erteilte die örtliche Regulierungsbehörde der Japan Virtual Exchange Association die Macht, selbst über die interne Regulierung von Bitcoin-Börsen zu verfügen. Zu den Gründungsmitgliedern zählten alle 16, damals in Japan aktiven Krypto-Umschlagplätze. Die Selbstregulierung muss freilich auch im Fall der Krypto-Börsen mit den Vorgaben der Finanzaufsichtsbehörde übereinstimmen.

Mehr zum Thema:

Japan, Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Japan, Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung
New Yorker Finanzaufsicht ändert Richtlinien der BitLicence
Regulierung

Die Geschäftslizenz für Kryptowährungen – die BitLicence – wurde seit der Einführung 2015 nicht mehr von der New Yorker Finanzaufsicht überarbeitet. Das soll sich nun ändern. Insbesondere die Richtlinien für Listings werden aktualisiert.

Japan, Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung
JPMorgan: Blockchain-Netzwerk IIN soll Japan im Kampf gegen Geldwäsche helfen
Regulierung

Japan hat ein Geldwäsche-Problem. Abhilfe könnte JPMorgans Interbank Information Network schaffen, das Banken weltweit vernetzt und die Verfolgung von Geldwäscheaktivitäten sowie die Zusammenarbeit mit Behörden erleichtert. Das Blockchain-Netzwerk soll daher ab kommendem Jahr von japanischen Banken genutzt werden.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Japan, Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung
65 Prozent der Bitcoin Mining Hash Rate steht in China – kein Grund zur Panik
Bitcoin

CoinShares verortet 65 Prozent der Bitcoin Hash Rate in China – davon 54 Prozent alleine in der Provinz Sichuan. Wieso das kein Grund zur Sorge ist.

Japan, Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung
Zeit der Kooperationen – Warum der Zusammenschluss der deutschen Blockchain-Szene zur richtigen Zeit kommt
Kommentar

Teamplay ist nicht nur im Sport wichtig, sondern auch innerhalb eines Wirtschaftszweiges beziehungsweise einer Branche. Die Fähigkeit, sinnvolle Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen, kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wie es die Blockchain-Branche in Deutschland mit Kooperationen hält und warum uns die Verbandsarbeit in Deutschland einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber den USA und China sichern kann. Ein Kommentar.

Japan, Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung
DLT-Genossenschaft „govdigital“ will den öffentlichen Sektor auf Blockchain stellen
Unternehmen

Über die neu gegründete Genossenschaft govdigital wollen IT-Dienstleister gemeinsam mit Vertretern aus der Politik die Blockchain-Technologie nutzen, um öffentliche IT-Infrastrukturen für Behörden zu entwickeln. Das Netzwerk könnte der Umsetzung blockchainbasierter Anwendungen im öffentlichen Sektor neue Impulse verleihen.

Japan, Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung
xx Coin: White Paper zu David Chaums Projekt veröffentlicht
Altcoins

Krypto-Koryphäe David Chaum will mit dem xx Coin und dem Praxxis-Netzwerk eine quantensichere Kryptowährung schaffen. Nun sind Details zum geplanten Token Sale bekannt.

Angesagt

New Yorker Finanzaufsicht ändert Richtlinien der BitLicence
Regulierung

Die Geschäftslizenz für Kryptowährungen – die BitLicence – wurde seit der Einführung 2015 nicht mehr von der New Yorker Finanzaufsicht überarbeitet. Das soll sich nun ändern. Insbesondere die Richtlinien für Listings werden aktualisiert.

Bitcoin-Börse BitMEX sieht sich 300 Millionen US-Dollar Klage gegenüber
Sicherheit

Eine der beliebtesten Krypto-Handelsplattformen, BitMEX, und ihr Gründer Arthur Hayes machen eine schwere Zeit durch. Denn Investoren der Krypto-Börse haben eine Klage über 300 Millionen US-Dollar eingereicht. Angeblich soll Hayes die Anleger mit falschen Informationen getäuscht haben. Ein harter Schlag nach regulatorischen Schwierigkeiten und einem Datenleck in diesem Jahr.

Letzte Chance für Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“
Sicherheit

Das Bundeswirtschaftsministerium sucht Lösungen für die technische Realisierung digitaler Identitäten. Dafür wurde ein Innovationswettbewerb ins Leben gerufen, der Projekte zur Umsetzung bestimmter Identifikationsanwendungen finanziell fördert.

Schweiz: Krypto-Bank SEBA erweitert Geschäftsfeld und erreicht Deutschland
Unternehmen

Die SEBA Bank erweitert ihr Geschäftsfeld auf neun weitere Jurisdiktionen. Die von der schweizerischen Aufsichtsbehörde FINMA lizensierte Bank für traditionelle und digitale Vermögenswerte bietet Dienstleistungen im Kryptoverwahrgeschäft künftig auch in Deutschland an.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: