Harvard University steigt ein in den Krypto-Coaster

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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Die Eliteuniversität Harvard reiht sich in die lange Liste institutioneller Investoren ein. Das Unternehmen Blockstack bekommt eine Finanzspritze in Millionenhöhe. Ein klares Zeichen von einem der profitabelsten Kapitalverwalter der Welt.

Für viele ist es das Heilsversprechen Nr. 1: institutionelle Investoren. Neben der Tatsache, dass Institutionen mit zu den reichsten juristischen Personen gehören, strahlen sie vor allem Seriosität und Glaubwürdigkeit aus. Das mag auch an der profitablen Investmentstrategie dieser Wale liegen. So verbuchte die Stiftung der Harvard University, die Harvard Management Company (HMC), allein von 1995 bis 2005 einen jährlichen Kapitalzuwachs von 15,9 Prozent. Im Oktober 2018 berichteten wir bereits vom Einstieg der US-amerikanischen Eliteuniversität Yale in den Krypto-Space, die ganze 400 Millionen US-Dollar in den Krypto-Markt investiert hat. Nun ist es auch durch einen Antrag bei der US-amerikanischen Finanzaufsichtsbehörde (SEC) amtlich geworden, dass die Harvard University diesem Beispiel gefolgt ist.

11,5 Millionen US-Dollar für Blockstack


Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hat sich Harvard zusammen mit zwei anderen Investoren in das Blockchain-Unternehmen Blockstack mit 11,5 Millionen US-Dollar eingekauft und dafür 98,5 Millionen Blockstack-Token bekommen. Blockstack wartet unterdessen auf die begehrte Einstufung A+ der SEC, was vermutlich ein Grund für Harvards Investition ist. Auch wenn diese Investition im Vergleich zum Gesamtvermögen der HMC von 39 Milliarden US-Dollar gering erscheint, dürften die Signale pro Krypto-Markt deutlich genug sein.

Institutionen, Institutionen und Institutionen

Dass auch andere Institutionen zunehmend Interesse zeigen, wird am Beispiel des Grayscale Bitcoin Trust Fund (GBTC) deutlich. Im vergangenen Jahr waren 66 Prozent der Investoren institutioneller Herkunft. Seit der jüngsten Bitcoin-Rallye von 4.150 auf zwischenzeitlich 5.450 US-Dollar (2. bis 10. April) verbuchte der GBTC in derselben Zeitspanne einen fast doppelt so großen Sprung von 47 Prozent. Laut dem Analysten Alex Krüger stecken im GBTC mehr als ein Prozent aller jemals verfügbaren Bitcoin. Auch der fünftgrößte Kapitalverwalter der Welt, Fidelity Investments, ist seit geraumer Zeit Fürsprecher von BTC & Co. Wie Tom Jessop, Krypto-Chef bei Fidelity, bekannt gab, sind 20 Prozent der Mitarbeiter interessiert an Kryptowährungen. Diese Zahl resultiert aus einem repräsentativen Querschnitt von 450 Befragten. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass das auch auf die mehr als 10.000 institutionellen Kunden (!) zutrifft.

Ein kleiner Ausblick

Im Kielwasser dieser gewaltigen Hochseedampfer dürften sich also schon bald unzählige Meeresbewohner versammeln. Das nächste Ziel ist laut Aussage von Brian Kelly, CEO des FinTech-Unternehmens BKMC, die Marke von 20.000 US-Dollar.

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