Goldman Sachs erweitert Krypto-Expertise mit Trader Justin Schmidt

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Der amerikanische Bankenriese Goldman Sachs erweitert seinen Marktbereich offiziell mit Krypto-Expertise. Berichten zufolge wird der Trader Justin Schmidt neuer Abteilungsleiter im digitalen Anlagengeschäft der Bank. Vorzeichen einer kommenden Krypto-Abteilung, wie sie im vergangenen Jahr vorausgesehen worden ist, sollen dies jedoch nicht sein. Mit der Einstellung wolle man lediglich dem gestiegenen Kundeninteresse im Bereich Kryptowährungen begegnen, so die Bank.

Nachdem Goldman Sachs bereits einer der ersten Finanzmarktpioniere war, die ihren Kunden den Handel mit Bitcoin-Futures ermöglichten, folgt nun der nächste krypto-freundliche Schritt des Bankenriesen.


Wie die Finanznewsseite Tearsheet berichtet, wird der 38-jährige Krypto-Trader Justin Schmidt Vizepräsident im Wertpapiergeschäft und Leiter der Abteilung für digitale Anlageprodukte. Zuvor war Schmidt unter anderem bei den Tradern Seven Eight Capital und WorldQuant tätig.

Mit seiner Einstellung wollen die New Yorker dem gestiegenen Kundeninteresse an Kryptowährungen entgegengehen, heißt es aus Kreisen der Bank.

„In Reaktion auf das Interesse unserer Kunden an verschiedenen digitalen Produkten erforschen wir zurzeit, wie wir unsere Dienste am besten anbieten können. Noch haben wir jedoch das volle Potential unserer Produktpalette im digitalen Anlagebereich noch nicht erschöpft“,

so Goldman-Pressesprecherin Tiffany Galvin-Cohen gegenüber Tearsheet.

In Abwartehaltung

Nachdem sich die Bank Ende vergangenen Jahres mehrmals offen für den Handel mit Kryptowährungen gezeigt hatte, waren im Dezember Gerüchte laut geworden, Goldman plane eine eigene Abteilung für Bitcoin & Co. Dem widersprach die Bank jedoch mehrfach und bekräftigt weiterhin, man befinde sich in der Erforschungsphase.

Zwar warnte die Bank ihre Kunden im Januar und Februar in Berichten noch vor den vermeintlichen Gefahren einer „Krypto-Manie“. Im Zuge wieder kletternder Kurse dürfte die Einstellung Schmidts mittelfristig die Spekulationsöfen jedoch neu befeuern. Sollte Goldman Sachs künftig tatsächlich Kryptowährungen fest ins Geschäftsportfolio aufnehmen, dürfte dies eine Kaskade ähnlicher Entwicklungen seiner Konkurrenten auslösen.

Während Schmidt nun der erste Trader ist, der vom Kryptogeschäft direkt ins Herz der Finanzwelt wechselt, haben bereits mehrere Wall -Street-Banker bei Krypto-Firmen ein neues Zuhause gefunden. Vergangene Woche etwa heuerte der Wallet-Anbieter Blockchain den ehemaligen Goldman-VP Breanne Madigan an. Er soll künftig institutionellen Großkunden das Geschäft mit Digitalwährungen zugänglich machen.

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