Europol: Monero, Zcash & Dash behindern unsere Arbeit

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Europol

Quelle: https://www.europol.europa.eu/sites/default/files/documents/iocta2017.pdf

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Monero, Zcash und Dash sind Altcoins mit Fokus auf Wahrung der Anonymität der Nutzer. Sie stellen für die Ermittler von Europol ein großes Problem dar. Man kann dabei im Gegensatz zum Bitcoin nicht der Spur des Geldes von den Händlern zu den Kunden der Online-Marktplätze im Darknet und anderswo folgen. Nach Auskunft von Sicherheitsforschern finden im Graubereich dennoch die meisten Transfers per Bitcoin statt.

In einem kürzlich erschienenen Jahresbericht 2017 beschwert sich die europäische Polizeibehörde Europol über den vermehrten Einsatz bestimmter Altcoins im Graubereich. In dem PDF-Dokument hat man Zcash und Monero sogar einen eigenen Absatz gewidmet. Monero wurde im Jahr 2014 erstmals emittiert und gilt im Graubereich mittlerweile als das Mittel der Wahl. Als im Sommer 2017 die illegalen Handelsplätze Hansa Market, LuL.to und AlphaBay von Europol vom Netz genommen wurden, war dies die Probe aufs Exempel für den Monero. Der Polizei ist es trotz aller Bemühungen bis heute nicht gelungen, die Zahlungen dieser Marktplätze für E-Books, Drogen, gefälschte Pässe oder Waffen zurückzuverfolgen. Die Polizisten müssen bei ihren Recherchen somit anderen Spuren folgen.


Der Monero schützt die Privatsphäre der Nutzer per Voreinstellung, was bei den meisten Altcoins nicht der Fall ist. Im Gegensatz zum Bitcoin kann man die Transfers nicht öffentlich einsehen. Auch kann niemand die Wallet-Adresse der Sender oder Empfänger herausbekommen. Nach Angaben des Sicherheitsforschers Tom Robinson von der Firma Elliptic werden die meisten Transaktionen von Kriminellen trotzdem in Bitcoin durchgeführt. Es mag an der Bequemlichkeit der altbekannten Abläufe liegen oder daran, dass es sehr viel mehr Handelsplätze gibt, die den Bitcoin akzeptieren. Die pseudo-anonymen BTC-Transfers beinhalten aber einige Risiken, da man sich bei den meisten Krypto-Portalen mit Ausweiskopie und Hinterlegung der aktuellen Adresse anmelden muss. Viele im Darknet glauben, sie würden bei ihren Bitcoin-Zahlungen raffiniert vorgehen, sagte Europol-Mitarbeiter Jarek Jacubcheck den Kollegen vom Business Insider. Doch in Wahrheit hinterlassen sie dabei dauerhafte Spuren, die man leicht zurückverfolgen könne, so Jacubcheck. Wie wir schon berichtet haben, gibt es Ansätze, die Wallet-Adressen mit den Daten aus den sozialen Netzwerken, Untergrund-Foren und Darknet-Marktplätzen zu verknüpfen, um bezüglich der Eigentümer der Wallets Zusammenhänge herzustellen.

Das ist bei den Altcoins nicht so einfach. Da beim Dash die Coins automatisch gemixt werden, sind sie bei vielen Kriminellen trotz der transparenten Adressen beliebt. Wieder andere lassen ihre Bitcoin-Wallet von einem Mixing-Dienst durchmischen, um unerkannt zu bleiben. Das kostet sie aber 1 bis 3 % ihres Guthabens. Handelsplätze, die Monero, Zcash und den Dash im Portfolio haben, reagieren bei offiziellen Anfragen zudem wenig kooperativ, was nicht weiter verwunderlich ist. Tim Court von der London Metropolitan Police sagte öffentlich, derartige Handelsplätze behindern aktiv die Arbeit der Ermittler, weil sie sich standhaft weigern, jegliche Informationen über ihre Kunden preiszugeben. Es bleibt also abzuwarten, ob Monero & Co. für ihre Besitzer dauerhaft so sicher bleiben, wie sie derzeit sind. Ob der starke Datenschutz moralisch verwerflich ist, muss jeder Anwender für sich selbst entscheiden.

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