Entwarnung: Savedroid doch kein Scam, sondern PR-Stunt

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

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Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Seit dem Morgen des 19. April ist die Website von Savedroid wieder online. Der vermutete Exit Scam war nur vorgegeben, CEO Yassim Hankir wollte damit auf die Gefahren im ICO-Bereich hinweisen. Ob dieser PR-Stunt dem Ansehen von Savedroid wohl bekommt, ist jedoch fraglich.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Dr. Philipp Giese

Der gestrige Tag war voller Spekulationen: Hat nun Savedroid, das Fintech-Start-up um Yassim Hankir, alle Investoren um über 50 Millionen US-Dollar betrogen? Wurde das Projekt im großen Stil gehackt? Handelte es sich um einen PR-Stunt? BTC-ECHO hat sich zurückgehalten, um den Blätterwald nicht mit einer schnell geschriebenen Hypothese zu überlasten. Derer gab es viele.


Inzwischen gab es wieder ein Lebenszeichen seitens Savedroid: Niemand ist mit den Funds der Investoren durchgebrannt, und niemand hat die Website sowie den Twitter-Account gehackt. Letztlich handelte es sich um einen kleinen PR-Gag. Yassim Hankir wollte damit die Investoren bezüglich der Gefahr von unregulierten ICOs aufklären und die gesamte Community hinsichtlich hohen ICO-Standards sensibilisieren:

Vertrauen durch Verprellen der Investoren von Savedroid?

Es stellt sich jedoch die Frage, ob ein derartiger PR-Stunt dem Unternehmen und dem Ansehen von Yassim Hankir guttut. Dass das Investment in ICOs hochriskant ist, ist wohlbekannt. Leute vorzuführen, die äußerst große Summen in diesem ICO angelegt haben, ist jedoch keine Strategie, um ein nachhaltiges Vertrauen zu generieren. Schon vor diesem PR-Stunt waren nicht nur enthusiastische Stimmen über das Projekt zu hören. So wurde die Gebührenhöhe durchaus kritisch gesehen. Gerade Befürworter von Be Your Own Bank werden ein derartiges Projekt – nicht nur wegen der Fees – nun noch mehr meiden als bisher.

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Lobenswert ist aber, dass Savedroid einen Vorschlag für ICO-Qualitätsstandards erarbeiten möchte – auch wenn sie damit nicht die Ersten sind.

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