Vorerst kein Börsengang (IPO) für Bitmain

Quelle: Shutterstock

Vorerst kein Börsengang (IPO) für Bitmain

Der bereits seit Längerem geplante Börsengang des Mining-Hardware-Herstellers Bitmain ist vorerst vom Tisch. Die Frist von sechs Monaten, die für die Prüfung des IPO-Antrags vorgesehen war, ist verstrichen. Bitmain strebt weiterhin an die Börse, verschiebt den nächsten Vorstoß nun jedoch auf unbestimmte Zeit.

Das hätte sich der Mining-Riese sicher anders vorgestellt: Vorerst darf Bitmain auf der Hongkonger Börse HKEx kein Initial Public Offering (IPO, Börsengang) abhalten. Am 26. März lief die auf sechs Monate fest gelegte Prüffrist des Bitmain-Antrags ab, womit dieser nun vorerst vom Tisch ist. Dabei kommt das Scheitern des Antrags nicht aus heiterem Himmel. Die Hongkonger Börse hat bereits auf dessen Einreichung am 26. September 2018 verhalten reagiert. Bereits damals hatten Skeptiker bei der HKEx Bedenken ob der Volatilität im Krypto-Markt.

„Die reale Gefahr, dass sie einfach nicht mehr existieren könnten“

Die starken Kurseinbrüche im November gaben Wasser auf die Mühlen jener, die Geschäftsmodelle, die auf diesem vermeintlich sandigen Grund fußen, mit kritischer Distanz betrachten. So hieß es im Dezember von HKEx-Insidern:

Die Börse ist sehr zögerlich, diese Bitcoin-Mining-Unternehmen tatsächlich zu genehmigen, da die Branche so volatil ist. Es besteht die reale Gefahr, dass sie in ein oder zwei Jahren einfach nicht mehr existieren könnten.

Nun war und ist Bitmain freilich darum bemüht, die Sorgen der Börse zu zerstreuen und dem Geschäftsmodell sowie der Unternehmensstruktur Anpassungen zu unterziehen. Dabei will sich Bitmain nun vor allem auf das ohnehin umsatzstärkere Geschäft mit ASIC-basierter Mining-Hardware konzentrieren.

Da Bitmain nicht nur Mining-Hardware herstellt und vertreibt, sondern mit Antpool auch einen der größten Mining Pools betreibt, ist das Unternehmen gleich doppelt von Krypto-Markt und -Kursen abhängig. Da sich besonders das Mining-Geschäft aufgrund der schwachen zweiten Hälfte des Jahres 2018 schlecht entwickelte, entschloss sich Bitmain hier radikale „operative Anpassungen“ (= Entlassungen) vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund erfolgte auch die Schließung des 2016 in Israel eingerichteten Blockchain-Forschungszentrums des Mining-Riesen.

When IPO? Later(ish)

Nichtsdestotrotz strebt Bitmain weiterhin an die Börse. Das Scheitern des ersten Anlaufs versucht das Unternehmen als eine notwendige Korrektur zu verkaufen. So heißt es in einem anlässlich der IPO-Absage erfolgten Blog-Postings von Bitmain:

Wir hoffen, dass Regulierungsbehörden, Medien und die breite Öffentlichkeit in dieser jungen Branche stärker einbezogen werden können. Wir werden die Arbeit an der Kotierungsanfrage zu einem geeigneten Zeitpunkt in der Zukunft wieder aufnehmen. Inzwischen hat der Börsengang das Unternehmen transparenter und standardisierter gemacht. Der Prozess der Rationalisierung und Optimierung hat unser Geschäft stärker auf die Dinge ausgerichtet, die für unsere Mission von zentraler Bedeutung sind.

Wann dieser „geeignete Zeitpunkt“ sein wird, darüber werden wohl die Zahlen des Geschäftsjahrs 2019 bestimmen.

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Monatsabo inkl. GRATIS Bitcoin Whitepaper (Deutsche Fassung gedruckt)

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
Altcoins

Am 29. Mai dieses Jahres hat IOTA den Coordicide angekündet, dahinter verbirgt sich die Abschaltung des Koordinators, der IOTA-Transaktionen überwacht. Nun hat die IOTA Foundation eine Roadmap vorgestellt.

Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Tech

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak gab bei einer Podiumsdiskussion seine Zukunftspläne bekannt. Was ihn bewegt, nach Malta zu gehen und welche Unternehmensidee er unterstützen will.

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Angesagt

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Invest

Die Trading-Plattform Robinhood sammelt in einer Series-E-Funding-Runde 323 Millionen US-Dollar ein. Damit ist das Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Geld soll auch in den Ausbau der Krypto-Sparte fließen, diese ist jetzt bereits in 30 US-Bundesstaaten verfügbar.

Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Szene

Neues aus der Bitcoin-Gerüchteküche. Gegen Justin Sun soll aktuell ermittelt werden. Die Gerüchte kamen auf, als der Gründer und Vorsitzende der Kryptowährung TRON sein Krypto-Dinner mit Warren Buffet und „Größen“ aus dem Bitcoin-Ökosystem abgesagt hat.

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

BaFin genehmigt ersten Immobilien-Token
STO

Die BaFin genehmigt das erste deutsche Security Token Offering (STO) für blockchainbasiertes Immobilieninvestment und das zweite deutsche STO überhaupt. Damit gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Startschuss für digitale Wertpapiere im Real-Estate-Bereich. Ein neues Anlagevehikel?

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: