Gemeinsam Hoffnung schenken Die Rolle von Bitcoin-Enthusiasten in der Corona-Krise

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 6 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Corona und Bitcoin-Kursstürze sollten uns nicht die Hoffnung nehmen

Quelle: Shutterstock

Es gibt mit Corona und den weltweiten Finanzcrashes genügend Probleme, um sich zu sorgen. Das Krypto-Ökosystem bildet dabei keine Ausnahme. Warum Fans von Bitcoin & Co. dennoch Hoffnung haben und diese anderen auch vermitteln sollten.

Ein Kommentar von Dr. Philipp Giese

Corona, Finanzcrashes, ein fallender Krypto-Markt, Ausgangssperren… die Liste lässt sich sehr lang fortsetzen. Aktuell scheint es wenige Gründe zur Hoffnung auf ein besseres Morgen zu geben.

Es ist eine seltsame Stimmung. Wie so viele der Leser bin ich zu einem halben Hausarrest verdammt. Homeoffice ist ja was Schönes, das Verbot der Besuche von Bars und Clubs hingegen ist dagegen nicht so schön. Sieht man dann die vielen Hamster-Käufer, die Unmengen an gekauften Klopapier und die Diskussionen um die letzte Dose Ravioli in Supermärkten, weiß man nicht, ob man ob der Absurdität der heutigen Zeit erzittern oder auflachen soll. Vielleicht beides. Stell dir vor, es ist Apokalypse und du sitzt in Jogginghose zuhause.


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Das Absurde ist die Banalität der aktuellen Zeit. Hier sitze ich, mit Dreitagebart und Schlabberlook auf meinem Bett, den Lappi auf dem Schoß. Das tu ich, während in Deutschland 20.000 Menschen infiziert sind. Während der Großteil der Länder dieser Welt Einreisestopps verhängt, es sicherlich zu einem verstärkten Lockdown kommt, die Läden langsam dem Warenhaus GUM nach dem Fall der Sowjetstaaten Konkurrenz machen können und die Finanzmärkte der Welt einstürzen. Und nachdem Bitcoin sich, temporär jedenfalls, absolut nicht als Wertspeicher erwies und verschiedene Krypto-Ökosysteme in diesen Marktwirren in die Knie gehen. Ein unheimliches Gefühl, was sicherlich viele Leserinnen und Leser kennen.

Sowohl vor vier als auch vor zwei Jahren schrieb ich jeweils Kommentare zu den damaligen Krypto-Krisen. Durchhalten war die damalige Parole. In dieser Gesamtsituation ist es fast vermessen, über Hoffnung zu schreiben, doch meiner Meinung nach notwendig. Ja, es ist gerade jetzt unsere Aufgabe, die Aufgabe der Krypto-Enthusiasten.

Bitcoin: Eine Krisenwährung für Propheten

Im Vorfeld der aktuellen Situation fiel jedoch etwas auf. Auf Twitter waren es zum großen Teil gerade die Bitcoin-Maximalisten und Krypto-Jünger, die sehr früh vor dem Virus gewarnt haben. Zu Zeiten, als die Welt noch nicht mal „ist nur die Grippe“ sagte, warnten schon verschiedene Krypto-Celebrities auf Twitter vor den Folgen, die Covid-19 haben könnte.

Ja, es kann sein, dass es bei einigen ein Alarmismus oder eine Sehnsucht nach einer Bitcoin zugutekommende Krise war. Alarmismus ist, wie der Kommunikationswissenschaftler Marshal McLuhan skizzierte, im globalen Dorf ein Grundzustand. Ein Tag auf Twitter bestätigt diese Hypothese.

Und letzteres, die Hoffnung auf eine Katastrophe, sah man zum Teil, wenn Bitcoin-Enthusiasten unter dem Motto #stackingsats geradezu auf eine globale Krise hofften. Schließlich würde man dann zu den erlesenen Wenigen gehören, die in einer Bitcoin-Zitadelle in Saus und Braus leben, während die Welt zugrunde geht.

Diese, letztlich an Klopapier-Hamsterer erinnernde Haltung war jedoch nur eine sehr kleine Minderheit. Bei vielen merkte man die reale Sorge um den Zustand der Welt. Auch um die kritisierte No-Coiner, den Großteil der Menschheit, die nichts von Kryptowährungen weiß oder auch nichts darüber wissen wollte.

Und hier kommen wir zum wichtigen Punkt: Sie handelten. Sie informierten schnell über sachliche Studien zum Coronavirus, sodass ihre Follower weder sorgenlos noch voller Panik, sondern besonnen waren. Früh informierten sie über die positiven Effekte von Social Distancing und teilten eifrig das Hashtag #staythefuckhome. An dieses schloss sich in jüngster Zeit eine weitere Awareness-Kampagne namens #wearafuckingmask. Die Kampagnen zeigen eine Alternative zu Sorglosigkeit und Hoffnungslosigkeit.

Damit taten die Krypto-Jünger das, was sie seit über elf Jahren bezüglich der Finanzmärkte tun. Gegen abstruse Aluhut-Thesen und sorglose Akzeptanz der Geldpolitik zeigt Bitcoin eine Alternative auf. Hier wie dort vermittelt die Krypto-Community Hoffnung statt vermessenem Optimismus oder Panik.

Grund zur Hoffnung

Sowohl was Corona als auch was den Bitcoin-Kurs betrifft, stellen sich viele die Frage, ob es denn Grund zur Hoffnung gibt. Und in beiden Fällen ist die Antwort ähnlich: Ja, es besteht Grund zur Hoffnung, auch wenn kein Zeitpunkt gesagt werden kann, an dem sich diese erfüllt. Wir wissen, dass sich in China die Lage um den Coronavirus wieder stabilisiert hat:

Wie man sieht ist die Corona-Kurve am abflachen

Wir wissen ebenso, dass in Strategien wie Social Distancing ein wirklich gutes Mittel zur Eindämmung der Epidemie vorhanden ist. Nicht nur, dass wir so für uns selbst die Gefahr einer Ansteckung verringern, zudem Krankenhäuser werden entlastet, sodass mehr kritische Fälle gerettet werden können.

Bei Bitcoin ist die Lage ähnlich. Wir wissen nicht, wann Bitcoin sich als stabiler Wertspeicher in Krisenzeiten zeigen wird. Wir wissen jedoch, dass Bitcoin ein System vorstellt, welches sich von Fiatwährungen signifikant unterscheidet. Bitcoin ist absolut limitiert. Selbst wenn, rein hypothetisch, über eine Erhöhung des maximalen Supplys von 21 Millionen BTC auf 100 Millionen diskutiert werden würde, wäre es eben keine zentrale Instanz, die darüber verfügt.

Wir sehen, dass das traditionelle Wirtschaftssystem zu Helikoptergeld und einer Nullzinspolitik greift. Die kritischen Fragen, ob dieses System so immer bestehen kann, werden immer lauter. Und mit Bitcoin existiert ein System, welches eine Antwort auf diese Fragen liefern kann.

HODL: Hope on for dear life

Wie sollten sich also Krypto-Enthusiasten in der aktuellen Zeit verhalten? Besonnenheit ist immer ein guter Ratgeber, sowohl gegen FUD und FOMO auf den Krypto-Märkten als auch gegen Panik und Sorglosigkeit in Zeiten von Corona. Jenen, die aktuell zu deprimiert über die aktuelle Situation Bitcoins sind, kann ich an der Stelle noch einmal die beiden oben genannten Artikel empfehlen. Auch wenn wir zum Stubenhockertum verdammt sind: Der Krypto-Frühling ist wieder da. Und wieder liegt es an uns Nutzerinnen und Nutzern von Bitcoin, aktiver zu werden.

Doch noch mehr sollte man tun: Die Zeit, in der viele von uns an die eigenen vier Wände gebunden sind, kann man zur Weiterbildung nutzen. Im Krypto-Bereich kann das hier oder in der BTC-ACADEMY geschehen. Tech-Enthusiasten können sich mit dem technologischen Hintergrund hinter Bitcoin und Ethereum auseinandersetzen. Material dafür existiert in Fülle und die verlinkten Quellen sind nur zwei Beispiele. Auch was den Coronavirus betrifft, existieren sehr gute Anlaufstellen.

Schließlich, und das ist unsere wichtigste Aufgabe: Wir müssen auch unseren Angehörigen und Freunde aus den Extremen der Sorglosigkeit und Depression holen. Bundeskanzlerin Merkel sagte in ihrer Rede zur Lage der Nation, dass niemand verzichtbar ist und es zur Bewältigung alle braucht. Neben dem obigen verlinkten Motto bezüglich Social Distancing sollte deshalb, bei Blick auf die Krypto-Märkte und auf das aktuelle Weltgeschehen, eine Abwandlung von HODL ein Motto sein: Hope on for dear life.

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