Dezentral & umweltschonend: Intel macht Bitcoin-Mining attraktiv

Dezentral & umweltschonend: Intel macht Bitcoin-Mining attraktiv

Intel plant, das Bitcoin-Mining-Monopol von Bitmain Technologies Ltd. in China aufzubrechen. Mit einem neuen Verfahren soll Bitcoin-Mining nicht nur ressourcenschonender, sondern auch wieder für Einzelne profitabler werden.



Neben des immer wieder aufgeworfenen Lightning-Netzwerks muss sich die führende Kryptowährung wiederholt dem Vorwurf stellen, zu viel Energie zu verbrauchen. Mainstream-Medien sprechen dabei vom Energiemonster Bitcoin. Vor allem das Bitcoin-Mining gerät hier in die Schusslinie der Kritik. In Zeiten globaler Erderwärmung sind das sicher Fragen, denen man sich stellen muss. Darüber hinaus auch gerade, wenn man die Vision eines dezentralen Bezahlsystems hat, mit dem die Geldflüsse fairer werden sollen. Wie es momentan aussieht, hat Intel hierfür eine Lösung in der Hinterhand.

Bitcoin-Mining ist momentan alles andere als dezentral. Das in Bejing ansässige Unternehmen Bitmain Technologies Ltd. kontrolliert momentan nicht nur einige der größten Mining-Pools. Vor allem produzieren sie Mining-Hardware und die dazu passenden Chips. Im Jahr 2017 soll Bitmain Technologies Ltd. mit Hardware, Software und Mining zwischen drei und vier Milliarden US-Dollar an Profiten erwirtschaftet haben. Nun will das kalifornische Unternehmen Intel offenbar auch ein Stück vom Kuchen und Bitcoin-Mining obendrein auch für Individuen wieder profitabler machen.

Bitcoin-Mining soll künftig weniger Platz und Energie kosten

Dafür hat Intel ein Patent eingereicht, mit dem sie künftig sowohl den Platz als auch die Energie für Bitcoin-Mining drastisch senken wollen. Bei steigendem Stromverbrauch und sinkenden Bitcoin-Preisen wurde das Schürfen für Einzelne letztlich immer weniger profitabel. Setzt sich Intels neue Technologie durch, kann das Mining von Bitcoin nicht nur für Einzelne wieder profitabler werden. Auch würde das Monopol , das momentan bei einer einzigen Firma liegt, langsam wieder aufgebrochen werden. Mit der neuen Technologie verspricht Intel, den Stromverbrauch um bis zu 35 % zu senken. Die „Bitcoin Mining Accelerator“-Technologie soll man dementsprechend auf ASICs, SoCs, CPUs und FGPAs anwenden können.

Das Vorgehen von Intel ist ein wichtiger Schritt, um die Realität wieder der Grundidee hinter Bitcoin anzupassen. Schließlich ging es Satoshi Nakamoto in seinem White Paper darum, Monopole aufzubrechen. Der Status quo geht momentan jedoch in die andere Richtung: Sowohl das Mining von Bitcoin als auch die Verteilung auf den Börsen ist zentralisiert und damit in der Hand der „Big Player“. Doch sobald dieses Monopol wieder aufbricht, wird auch die Vision Satoshis wieder etwas greifbarer. Auch werden so die Startschwierigkeiten, mit denen Bitcoin momentan noch kämpft, langsam aber sicher behoben. Genau wie das Lightning-Netzwerk dem Problem der Skalierbarkeit entgegentritt, wird sich auch das Bitcoin-Mining emanzipieren. Ist das erstmal geschafft, steht der Mainstream-Adaption eine Hürde weniger entgegen. Das sind letztlich die Schritte, die es momentan braucht, um Bitcoin und seine Mitstreiter wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Während der Lambo-Hype momentan abflacht, muss das Krypto-Ökosystem erwachsen werden. Dann kann es richtig losgehen.

BTC-ECHO

Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch hat im Oktober 2017 sein Masterstudium in Literatur-Kunst-Medien an der Uni Konstanz abgeschlossen. Bereits während des Studiums arbeitete er bei diversen Redaktionen und ist nun Redakteur bei BTC-ECHO. Im Fokus seiner Arbeit steht das disruptive sozio-ökonomische Potenzial der Blockchain-Technologie.

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