Das Regulierungs-ECHO: Krypto-Regulierung auf der Kippe – Indien debattiert über Bitcoin & Co.

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Das Regulierungs-ECHO: Krypto-Regulierung auf der Kippe – Indien debattiert über Bitcoin & Co.

Im Regulierungs-ECHO blicken wir abermals nach Indien. Denn nach wie vor schwelt dort die Debatte über das drohende Krypto-Verbot. Während Finanzministerin Nirmala Sitharaman öffentlich für ein Verbot eintritt, kämpft Krypto-Aktivist Nischal Shetty unermüdlich gegen Windmühlen.

Außerdem: Die EZB betrachtet Bitcoin & Co. plötzlich doch als Bedrohung für die Finanzmarktstabilität und in Tschechien schießt man dieser Tage in Sachen Krypto-Regulierung über das Ziel hinaus.

Verhärtete Fronten in Indien

Die Gemengelage auf dem indischen Subkontinent ist nach wie vor völlig unklar. Erst Ende Juli berichteten wir über Äußerungen der indischen Finanzministerin, nach denen das Finanzministerium voll hinter dem von einem speziellen Komitee eingebrachten Verbot aller privaten Kryptowährungen steht.

Im Zuge dessen war in dem Land eine öffentliche Debatte über die Durchsetzungsfähigkeit von derlei Verboten ausgebrochen, die nach wie vor andauert. Krypto-Aktivist Nischal Shetty etwa, Gründer und CEO von WazirX, und einer der lautesten Gegner der restriktiven Handhabe von Kryptowährungen, warnt nach wie vor täglich vor den negativen Auswirkungen eines Verbots.

Ein Krypto-Verbot führt zu:
1. kein KYC
2. keine AML
3. Schwarzmarkt für Krypto-Anlagen

Die Krypto-Regulierung führt zu:
1. KYC-Konformität
2. AML-Konformität
3. transparente Krypto-Asset-Trades

Sehr geehrte Damen und Herren
@nsitharaman

@narendramodi
Krypto-Assets müssen positiv geregelt sein #IndiaWantsCrypto

Anstatt eines Verbots fordert der Unternehmer eine positive Regulierung – immer im Cc: Regierungschef Modi und Finanzministerin Sitharaman. Denn Verbote würden einzig zur Folge haben, dass der gesamte Sektor in den Schwarzmarkt getrieben würde. Die Folge: Die Regierung könne etwa den Verbraucherschutz kaum noch gewährleisten und so würde schließlich – wie bei Verboten häufig der Fall – ein ganzer Sektor kriminellen Strukturen zufallen.


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Außerdem würde dem Land bei einem Verbot ein veritabler wirtschaftlicher Schaden entstehen. So schätzt zum Beispiel Sidharth Sogani, seines Zeichens CEO des Blockchain-Research-Unternehmens Crebaco Global, dass dem Subkontinent sage und schreibe 12,9 Milliarden US-Dollar entgehen würden, sollte der Gesetzgeber das Verbot tatsächlich bewilligen.

Auch die entstehende Arbeitslosigkeit von Expertinnen und Experten einer ganzen Industrie sei ein nicht zu vernachlässigender Faktor, wie @cryptokanoon herausstellt.

EZB-Bericht: Bitcoin gefährdet Finanzmärkte

Als oberste geldpolitische Institution der EU kommt der Europäischen Zentralbank (EZB) eine besondere Verantwortung zu. So ist sie auch dazu verpflichtet, Risikofaktoren, welche die wirtschaftliche Entwicklung der europäischen Volkswirtschaften gefährden könnte, zu identifizieren.

Einen dieser Risikofaktoren sieht die EZB nach Inhalt eines jüngst lancierten Berichts ferner in Kryptowährungen wie Bitcoin. Genauer gesagt stößt sich die Notenbank an einem Mangel an Daten über das Investitionsvolumen europäischer Kreditinstitute in Bitcoin & Co. Aufgrund der hohen Volatilität dieser Assets bestehe die Gefahr von Destabilisierung, sollten die Krypto-Märkte mal wieder in den Keller gehen, so die Autoren der Studie.

Mehr dazu hier.

In Tschechien wird die Luft dünn

Am 19. Juni 2018 wurde die fünfte Geldwäscherichtlinie im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Bis zum 10. Januar 2020 haben die 28 Mitgliedstaaten folglich Zeit, dies in nationales Recht umzuwandeln.

Genau dies passiert indes auch in Tschechien. Denn wie wir bereits berichtet haben, wird das EU-Mitglied aller Voraussicht nach besonders streng mit Krypto-Unternehmen ins Gericht gehen. Unternehmen etwa, die sich im Vorfeld zu ihren Geschäftsaktivitäten nicht beim nationalen Gewerbeamt registriert haben, sollen zukünftig mit Bußgeldern von bis zu 500.000 Euro belegt werden.

Die Zeitung Hospodářské Noviny befürchtet demgemäß eine Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit Tschechiens und warnt vor Abwanderung der Industrie ins europäische Ausland.

Kik wechselt in den Angriffsmodus

Und dann ist da noch Kik. Das unbeugsame Messenger-Start-up bietet in einem brennenden Antwortschreiben der US-amerikanischen Börsenaufsicht die Stirn – und geht mit der Arbeitsweise der SEC hart ins Gericht.

Im Kern geht es um die Frage, ob der Kin Token als Security nach US-Börsenrecht einzustufen ist oder nicht. Hier gehen die Ansichten der Kontrahenten folglich naturgemäß auseinander.

Die gesamte Story findet ihr hier.

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