DAICO – Making ICOs decentralized again!

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Quelle: Yin-yang symbol, ice and fire

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Anfang Januar hat Vitalik Buterin ein neues Konzept für Initial Coin Offerings (ICOs) vorgeschlagen, welches die Vorteile von dezentralen autonomen Organisationen (DAOs) ausnutzt. DAICOs sollen die Dezentralität mit der Stabilität von ICOs verbinden. Der Vorschlag Vitaliks kann im Kontext der Bemühungen um einen fairen ICO gesehen werden. 

Ethereum ohne ICOs ist aktuell kaum denkbar. Initial Coin Offerings sind Initiativen seitens Projekten, welche Token, die auf Basis einer bestimmten Blockchain entwickelt wurden, gegen Kryptowährungen feilbieten. Etwas konkreter ausgedrückt werden beispielsweise ERC20-Token auf der Ethereum-Blockchain gegen Ethereum verkauft.


Die Leute hinter dem Projekt können so ihr Vorhaben finanzieren, während die Käufer der Token damit teilweise besondere Funktionen ausführen, zumindest jedoch diese Token oft auf verschiedenen Exchanges gewinnbringend weiterverkaufen können.

Durch ICOs wurden verschiedene Projekte finanziert, was indirekt zum aktuellen Kurs von Ethereum führte. Doch nicht wenige kritisieren, dass die aktuellen Token-Sale-Modelle extrem zentralisiert sind und der dezentralen Ideologie hinter Ethereum und anderen Kryptowährungen ein wenig widersprechen. Sicherlich kann jeder Visionär prinzipiell (regulatorische Randbedingungen mal ignoriert) dank ICOs Geld für sein Projekt erbitten, aber nach dem Token Sale ist das erworbene Kapital vollständig der Kontrolle des Projekt-Teams anheim gestellt.

Ein Finanzierungsmodell, auf dem ICOs basieren, war die dezentrale autonome Organisation oder kurz DAO. Krypto-Enthusiasten, die schon vor dem bullishen Jahr 2017 in der Szene waren, werden sich an The DAO erinnern: Seinerzeit handelte es sich um die größte Crowd-Investing-Aktion der Geschichte. Leider schloss sich einer der größten Diebstähle der Geschichte sowie der erste Ethereum Chain Split an. Das Konzept der DAO ist zwar nie in Vergessenheit geraten, jedoch haben ICOs inzwischen den Platz eingenommen, den ursprünglich die DAO innehatte.

Bei aller Sehnsucht nach Dezentralität ist das nachvollziehbar: Der Code, der für einen ICO beziehungsweise für den damit verbundenen Token geschrieben werden muss, ist vergleichsweise einfach. Einfachheit bedeutet hier auch Sicherheit: Je einfacher der Smart Contract ist, der dem Token zugrunde liegt, desto weniger Möglichkeiten eines Exploits sind vorhanden.

Dennoch – der Gedanke, dass Investoren noch nach dem Investment etwas Macht über ihre Funds besitzen, würde vielen Leuten auch bei einem einzelnen Projekt gefallen.

DAICO – das Beste zweier Welten

Vitalik Buterin, einer der Co-Founder von Ethereum, hat passend zu diesem Dilemma ein Konzept namens DAICO vorgestellt, das die Vorteile beider Systeme verbinden soll. Dezentrale autonome Initial Coin Offerings sollen im ersten Schritt wie ein normaler ICO laufen: Geld wird eingeworben. Wenn dieser jedoch abgeschlossen ist, schlägt Vitalik vor, einen Smart Contract wie den folgenden zu implementieren:

tap: num(wei / sec)
lastWithdrawn: timestamp # Make sure to initialize this to the contribution period end time
@public
def withdraw():
send(self.owner, (block.timestamp - self.lastWithdrawn) * self.tap)
self.lastWithdrawn = block.timestamp
@private
def modify_tap(new_tap: num(wei / sec)):
self.withdraw()
self.tap = new_tap

Die Gelder werden kontrolliert an das Projekt ausgeschüttet. Zum einen wird über die Definition von tap ein Betrag an Wei (der kleinsten Einheit von Ether) festgelegt, der pro Sekunde für das Projektteam freigegeben wird.

Die Funds sind also noch in einem Smart Contract gespeichert und werden kontrolliert weitergegeben. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Investoren über die Funktion modify_tap weiterhin eine begrenzte Kontrolle über das Projekt besitzen: Sie können in einem Wahlverfahren die Emissionsrate der Funds ändern und so den Geldfluss an das Projekt kontrollieren.

Doch die Investoren können im Extremfall noch mehr: Sollte sich das Projekt zur Unzufriedenheit der Anleger entwickeln, kann mithilfe der Funktion withdraw das übrig gebliebene Kapital an die Investoren ausgezahlt werden. Diese Funktionen können von den Investoren gewählt werden, sodass auch nach dem Token Sale die Anleger etwas Kontrolle über ihre Funds halten.

Diese Funktionen würden eine nur geringe Erweiterung des bisherigen Token-Sale-Modells darstellen und projektbezogen bleiben, jedoch dem dezentralen Gedanken der Blockchain gerechter werden und so das Beste der Konzepte ICO und DAO verbinden.

BTC-ECHO

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