Legendärer DAO Crowdsale ist kein Garant für Erfolg

Futuristischer Strudel

Das DAO Crowdsale Projekt gehört zu den grössten Crowsale Aktionen die das Internet jemals gesehen hat. Das Interesse und die Beteiligung erscheinen legendär und das Team hinter DAO blickt der Zukunft zuversichtlich entgegen.



Trotz des bisher augenscheinlichen Erfolges gibt es einige Beobachter, die der Sache kritisch gegenüberstehen und davon überzeugt sind, dass es früher oder später zu Problemen kommen kann. Das Potential der Technologie ist auch nur begrenzt und wenn die Leute alles verschönern, wird sich das DAO Projekt nicht wie von vielen erhofft zum Einhorn der Branche entpuppen.

Der DAO Erfolg steht im Vordergrund, nicht aber die Risiken

Über die letzten Wochen hinweg beschäftigen sich die meisten News über DAO beinahe ausschließlich mit dem überdurchschnittlich erfolgreichen Crowdsale, der mittlerweile die Schwelle jenseits der 100 Mio US-Dollar überschritten hat. Das ist ein klarer Erfolg für ein Konzept was nicht einmal eine klare Führung, noch eine physische Form in sich trägt. Zur gleichen Zeit sehen viele Menschen den Wert der dezentralisierten autonomen Organisation. Aber wird das Potential hier eventuell überbewertet?

Es gibt viele Gründe warum DAO bereits tot sein könnte bevor es Einzug in die reale Welt hält. Auch wenn jeder Investor dazu eingeladen ist am Voting Prozess teilzunehmen, so wird es viele geben die dieses Privileg nicht in Anspruch nehmen werden. Zudem kann man daran zweifeln, ob alle Teilnehmer in der Lage sind rationale Entscheidungen zu treffen, anstatt lediglich der Mehrheit zu folgen

DAO benötigt zwingend eine Gewisse Teilnahme am Voting und das Team scheint davon überzeugt, dass sich die Mehrheit an dieser Guidline halten wird. Zur gleichen Zeit aber müssen sich die Leute selbst fragen, ob das ohne eine Vertreterstimmrecht überhaupt realistisch ist. Zudem kann viel verloren gehen, abhängig davon ob man abstimmt oder nicht. Auch dessen sollten sich die Teilnehmer bewusst sein.

Ein noch wichtigeren Punkt nannte Steemit in Bezug auf die Finanzierung von Projekten:

“Nehmen wir einmal an dass ein Großteil der DAO Investoren gleichzeitig Ether halten. Das endet zwangsläufig in einem Interessenkonflikt bei der Abstimmung. Die meisten Menschen werden kurzfristige Kosten (Liquiditätsverlust) in der Autorisierung von Ausgaben sehen, die den langfristigen Nutzen übersteigen. Zuletzt wird die Autorisierung eines 1 Million Dollar Projekts zu einem Kapitalverlust seitens DAO von 1% führen. Das der Ethereum Preis dann ebenfalls um 1% fällt ist nicht auszuschließen, da die viele Investoren, getrieben durch das Projekt, dem Verkaufsdruck vorweg rennen.”

Von der technologischen Seite her spricht viel für DAO. Dennoch bleibt abzuwarten ob die Technologie die wirklichen Probleme im Zusammenhang mit Joint Ventures adressieren kann oder ob dies nur zum Teil gelingt. Es ist zu früh um sagen zu können ob das Konzept zum erwarteten Erfolg führt. Fest steht jedoch, dass sich manche Investoren kurzfristig eventuell zu viel von dem Projekt erhoffen.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung via Newsbtc

Über Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO.
Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

Bildquellen

  • Futuristischer Strudel: © Thaut Images - Fotolia.com
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