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DAOs unerwünscht Das kann die neue Blockchain Sandbox der EU-Kommission

Die EU-Kommission hat die European Blockchain Sandbox auf den Weg gebracht. Was die Initiative kann und wo Verbesserungspotential besteht.

Sven Wagenknecht
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EU-Flagge

Beitragsbild: Shutterstock

| Ist die Europäische Union Blockchain-freundlicher als man denkt?

Die EU-Kommission hat mit der European Blockchain Sandbox einen wichtigen Schritt unternommen, um DLT-Infrastrukturen in der Europäischen Union zu fördern. Die Regulatory Sandbox soll bis zum Jahr 2026 andauern und insgesamt 20 Projekte umfassen. Sogenannte regulatorische Sandkästen sind dafür gedacht, Experimente mit neuen Technologien zu ermöglichen. Man definiert also einen möglichst unbürokratischen Rechtsrahmen, der unter normalen Umständen nicht denkbar wäre, aber zugunsten der Innovationsforschung eine Möglichkeit bieten soll, dass sowohl Behörden als auch Innovatoren aus bestimmten Projekten dazulernen können.

Bei der European Blockchain Sandbox möchte man diverse DLT-Anwendungsfälle von Finanzen, über Medizin bis hin zu Logistik erproben. Die Projektauswahl hängt unter anderem von dem Reifegrad des Business Case oder dem Rechtsstatus ab. Interessierte Blockchain-Projekte können sich bis zum 14. April bei der Initiative der EU-Kommission bewerben.

DeFi-Experte kritisch: DAOs sind außen vor

Angesichts der Krypto-kritischen Stimmen der letzten Wochen und Monate ist die Blockchain Sandbox der EU sehr zu begrüßen. Allein schon als Signal, dass man die Blockchain-Technologie beziehungsweise Krypto-Unternehmen sehr wohl in der EU willkommen heißt.

Allerdings lässt die Sandbox wirklich dezentrale Blockchain-Projekte außen vor. DAOs sind nämlich von der EU-Initiative ausgeschlossen, da eine Legal Entity innerhalb der EU Voraussetzung ist.

In diesem Kontext gibt der DeFi-Experte Peter Großkopf gegenüber BTC-ECHO zu bedenken, dass “wir nicht vergessen sollten, dass die meisten Innovationen im Blockchain-Bereich über Jahre hinweg von Innovatoren in der Open-Source-Community entwickelt wurden.” Ferner sollte es seiner Meinung nach “einen Weg geben, DAOs in das Programm aufzunehmen, da es einige bereits erfolgreiche Protokolle wie AAVE gibt, die ihre Wurzeln in Europa haben.”

Fazit zur European Blockchain Sandbox

Die EU-Initiative ist grundsätzlich zu begrüßen. Allerdings ist zu hoffen, dass man die Verbesserungsvorschläge aus der Blockchain-Szene berücksichtigt. Andernfalls kann schnell der Eindruck entstehen, dass man es mit der Blockchain-Technologie nicht wirklich ernst meint.

Auch im eigenen Interesse der EU-Institutionen wäre eine Sandbox, die DAOs inkludiert, eine herausragende Übung, um regulatorische Erfahrung zu sammeln und somit langfristig EU-Standortvorteile zu erschaffen.

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