Dänische Polizei verzeichnet Erfolg bei der Verfolgung von Bitcoin-Transaktionen

Dänische Polizei verzeichnet Erfolg bei der Verfolgung von Bitcoin-Transaktionen

Die dänische Polizei soll eine Software entwickelt haben, die Bitcoin-Transaktionen verfolgen kann und schon zu erfolgreichen Drogenmissbrauchsverurteilungen geführt haben soll, berichten lokale Medien.



Wie die Zeitung Berlingske berichtete, soll ein neues Toolkit den dänischen Strafverfolgungsbehörden seit neustem die Aufklärung von Verbrechen mit digitalen Währungen erleichtern. Das Cyberkriminalitätzentrum der dänischen Polizei  (NC3) soll die Abteilung sein, die die Entwicklung dieser Software vorangetrieben haben soll.

Laut dem Bericht zog der Erfolg des NC3 die Aufmerksamkeit des FBI und der Interpol auf sich.

In verschiedenen Fällen flogen dänische Bürger auf die in großen Mengen Methamphetamin, Ketamin und Kokain über Schwarzmärkte bestellt, sowie Betäubungsmittel per Post verschickt haben. Die Behörden fingen die Pakete ab, bevor sie die nun Angeklagten erreichten.

Die Anschrift wurde dann verwendet um die Bitcoin-Transaktionen zu verfolgen.

Kim Aarenstrup, Leiter der NC3, erklärte in der Veröffentlichung:

„Wir sind derzeit weltweit die einzigen mit diesem Verfahren, da es noch keine anderen Behörden geschafft haben, dies als Beweismittel zu verwenden. Jeder schaut in diesem Bereich auf Dänemark, und wir sind derzeit in engen Gesprächen mit anderen Ländern, um unsere Methoden zu verbessern und anderen unser Know-How zu vermitteln.“

Die öffentliche Berichte zeigen, dass die digitale Währung und die damit auftauchenden kriminellen Vorfälle, bereits seit 2015 auf der Liste der dänischen Polizei stehen.

Laut einer groben Übersetzung haben Repräsentanten in diesem Jahr ihre Bedenken zum Missbrauch der digitalen Währung als Geldwäsche-Objekt geäußert. Außerdem nahm man an, dass sie aus einer kriminellen Struktur heraus agieren könnte.

Experten versuchen seit langer Zeit klar zu machen, dass Bitcoin lediglich pseudonym ist, dass Identitäten an Adressen gebunden sind und nicht an Namen oder anderen persönlichen Informationen. Die Bedenken gegenüber Tracking im Bereich digitaler Währungen haben zu größerem Interesse in Monero (XMR) geführt – sie soll derzeit die größte anonyme digitale Währung auf dem Markt sein.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Garret Keirns via coindesk

Über Danny de Boer

Danny de BoerAls Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Bildquellen

  • Copenhagen Police: © Hieronymus Ukkel - Fotolia.com

Ähnliche Artikel

China: EOS dominiert Regierungsranking

Das regierungsnahe Centre for Information Industry Development (CCID) hat zum zweiten Mal Kryptowährungen und Blockchainprojekte miteinander verglichen. Dabei hat EOS den Gewinner des Vormonats, Ethereum, vom Thron gestoßen. Bitcoin rutscht von Rang 13 auf den 17. Platz.  Die Experten bewerteten 30 Ledgers anhand der Kriterien Technologie, Anwendbarkeit und Innovation. Mit den besten Bewertungen in den […]

Schweizer Zentralbank-Vertreter: Interesse an staatlichen Kryptowährungen schwindet

Thomas Moser von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sieht ein abnehmendes Interesse von Nationalstaaten an eigenen Kryptowährungen. So hätten viele ursprünglichen Interessenten Abstand von der Idee genommen, da sie zu viele Risiken bürge. Währenddessen bewegen sich auf den Bahamas Staat und Zentralbank in die Richtung eines Pilotprojekts. Eine Zeit lang hatte es so ausgesehen, als ob […]

Krypto-Mining: Nvidia bleibt auf seiner Hardware sitzen

Gute Zeiten für alle Käufer von Grafikkarten, schlechte für die Hersteller: Die Preise für Grafikkarten fallen, die Nachfrage befindet sich im Keller. Einer der führenden Erstausrüster aus Taiwan schickte 300.000 Chips an Nvidia zurück. Diese konnte man aufgrund der Verkaufseinbrüche nicht verbauen. Offenbar hat Nvidia sowohl die Nachfrage von Gamern als auch von Personen überschätzt, […]

Bekannte Gründer und Investoren: Wie stehen sie zu Kryptowährungen?

Viele Kritiker sehen in Bitcoin die große Tulpenmanie. Doch was sagen jene dazu, die sich mit erfolgreichen Investitionen einen Namen gemacht haben? Viele Kritiker sind von den Finanzmärkten, Silicon Valley und Kryptowährungen weit entfernt und besitzen oft keinen einzigen Coin. Wir schauen uns einmal die Investoren an, die bereits in der Vergangenheit ein glückliches Händchen […]