Crypto Capital: Bitcoin-Börse Bitfinex weist auf Betrug hin

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Crypto Capital: Bitcoin-Börse Bitfinex weist auf Betrug hin

Die Krypto-Börse Bitfinex hat offiziell bestätigt, von Crypto Capital betrogen worden zu sein. Zuvor waren Direktoren der Bitcoin-Börse Crypto Capital unter dem Vorwurf der Geldwäsche und einer Verschwörung zum Bankbetrug verhaftet worden. 

Eine Anklage in den USA legt nahe, dass die Bitcoin-Börse Bitfinex vom Betrogenen zum Betrüger wurde. Im April 2019 hat die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James eine Klage gegen die Krypto-Börse eingereicht. Die Gerichtsunterlagen beinhalten Chat-Protokolle, die belegen, wie ein Vertreter von Bitfinex vergeblich versucht, die von seinem Unternehmen bei Crypto Capital eingezahlten Gelder zurückzufordern.

In der Anklageschrift heißt es dazu weiter, Bitfinex habe Crypto Capital ohne Vertrag über eine Milliarde US-Dollar überlassen und fast alles verloren. Andere Banken wollten zuvor keine Gelder mehr für Bitfinex und die eng mit der Krypto-Börse verbundene Kryptowährung Tether überweisen.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Um seine Verluste auszugleichen, habe Bitfinex selbst betrogen und sich unrechtmäßig an den US-Dollar-Reserven von Tether bedient. Beide Unternehmen werden laut Gerichtsunterlagen von den gleichen Personen kontrolliert.

Bitfinex: Verdacht auf Preismanipulation und Kreditbetrug


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Recherchen der Universität Texas haben weitreichende Preismanipulationen beim Bitcoin-Kurs im Jahr 2017 nahegelegt. Für fast die Hälfte dieses rasanten Preisanstiegs auf nahezu 20.000 US-Dollar sollen demnach Tether und die mit ihr verbundene Krypto-Börse Bitfinex verantwortlich gewesen sein. Der zuletzt kalkulierte Schaden durch Eingriffe der Bitcoin-Börse in den Krypto-Markt beläuft sich auf 1,4 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2018 war zudem eine Anklage wegen Veruntreuung erhoben worden.

Im Raum stand hierbei ein Betrag von rund 850 Millionen US-Dollar. Laut der damaligen Anklageschrift soll Tether im November 2018 650 Millionen US-Dollar an Bitfinex überwiesen haben. Dadurch konnte die Krypto-Börse weitere Zahlungen an ihre Kunden gewährleisten. Des Weiteren soll eine Kreditlinie von Tether eingeräumt worden sein, wodurch Bitfinex Zugriff auf weitere Tether-Reserven erhielt. Brisant ist das Ganze natürlich deshalb, weil beide Firmen über dieselbe Eigentümerstruktur verfügen.

Auch bezüglich der Geschäftspraktiken geriet der Stable Coin Tether (USDT) immer wieder in die Kritik. So hatte das Unternehmen ursprünglich angegeben, dass aller Tether-Reserven durch auf Banken hinterlegte US-Dollar-Reserven hinterlegt seien. Kurzfristig änderte das Unternehmen seine offiziellen Angaben jedoch. Anschließend gab Tether an, dass es sich bei der Deckung auch um andere Assets handeln könne.

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