CFTC gibt Bitcoin-Futures grünes Licht

CFTC gibt Bitcoin-Futures grünes Licht

Die US Commodity Futures Trading Commission CFTC hat mehreren von US-Anbietern geplanten Bitcoin-Futures an diesem Freitag, den 1. Dezember, die Marktzulassung erteilt. Mit dem Segen der Derivatebehörde steht der Einführung der Bitcoin-Zukunftsgeschäfte durch die Anbieter CME Group, CBOE und Cantor Fitzgerald nun nichts mehr im Wege. Deren erster Markteintritt ist für den 18. Dezember geplant. Update: CBOE hat inzwischen angekündigt, ihre Zukunftskontrakte bereits am 10. Dezember zu listen.

Das Vorhaben scheint in trockenen Tüchern und wirft kräftig Kohlen auf das dieser Tage immer wieder auflodernde Kursfeuer des Bitcoin-Ofens. Mit der Zustimmung der US-Derivatebehörde CFTC ist der Einführung der seit Monaten geplanten Bitcoin-Futures der Anbieter CME Group, CBOE sowie jüngst Cantor Fitzgerald die wichtigste regulative Hürde genommen.

Nachdem CME-CEO Terry Duffy bereits vergangenen Monat angekündigt hatte, man plane die Einführung für Mitte Dezember, bestätigt die Zustimmung der Behörde damit diesen Zeitplan. Wie die Anbieter mitteilten, stehen US-Kunden von CME nun ab dem 18. Dezember entsprechende Zukunftsgeschäfte zur Verfügung. CBOE listet seine Futures bereits eine Woche früher. Cantor Fitzgerald hingegen lässt mich Konkretem noch auf sich warten und plant die Markteinführung seiner Binär-Optionen für die erste Hälfte des kommenden Jahres.

Konkrete Details zu den diesen Monat verfügbaren Angeboten der CME Group, CBOE und Cantor Fitzgerald sind auf den Websites der Anbieter zu finden.

Achtung: Keine umfassende Regulierung

Wie es in der zugehörigen Pressemitteilung der Behörde heißt, hatte man zuvor in intensiver Zusammenarbeit gemeinsame Standards mit den Anbietern für die Einführung ausgearbeitet, um das Neuland um die Krypto-Derivate zu ergründen.

Eine umfassende Regulierung des Bitcoin-Derivatemarktes an den US-Börsen stelle die Zustimmung der CFTC jedoch nicht dar. Dies unterstrich der Commissioner der Behörde, J. Christopher Giancarlo. Im Gegensatz betont er, seine Behörde hätte nur begrenzte Autorität und könne keiner ganzheitlichen Aufsicht des komplexen Krypto-Markts nachkommen.

„Marktteilnehmer sollten sich dessen klar sein, dass die relativ jungen Bargeldmärkte und Transaktionen hinter dem Bitcoin zu großen Teilen unregulierte Märkte bleiben, über die die CFTC geringe gesetzliche Autorität besitzt. Es bestehen [weiterhin] Sorgen um die Preisvolatilität und die Handelspraktiken von Teilnehmern innerhalb dieser Märkte“,

so Giancarlo.

Aller Warnungen zum Trotze zeigt sich Terry Duffy, Vorstand und Geschäftsführer des Chicagoer Termin- und Optionsbörse CME Group, im Interview mit Coindesk zuversichtlich, die notwendigen Kontrollmechanismen in Stellung gebracht zu haben.

„Wir sind froh, Bitcoin-Futures auf den Markt zu bringen, nachdem wir eng mit der CFTC und anderen Markteilnehmern daran gearbeitet haben, ein reguliertes Angebot […] mit Möglichkeiten der Transparenz, Preisentwicklung und des Risikotransfers zu entwerfen.“

Börsenetablierung enroute?

Mit der Zustimmung der CFTC gelingt Bitcoin einen wichtigen Schritt in Richtung etablierter Finanzmärkte. Dass sich dieser Trend in der nahen Zukunft fortsetzen könnte, bestätigt unter anderem die Ankündigung der New Yorker Börse Nasdaq. Wie BTC-ECHO berichtet, hatte der größte elektronische Börsenanbieter in dieser Woche ebenfalls angekündigt, Krypto-Derivate auf den Weg bringen zu wollen.

Zudem dürfte sich mit Ablauf des Jahres damit eine Kettenreaktion in Gang setzen, trägt der Westwind aus Chicago und New York das Geschäftsmodell auch in europäische Breitengrade. So hatte der Geschäftsführer der britischen Hedgefonds Man Group Luke Ellis angekündigt, ebenfalls den Sprung ins Geschäftsneuland um die Krypto-Derivate zu wagen.

BTC-ECHO

Über David Barkhausen

David BarkhausenDavid Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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