BREAKING: Probleme bei Bitcoin Debitkarten – was steckt dahinter?

Quelle: cut credit card via Shutterstock

BREAKING: Probleme bei Bitcoin Debitkarten – was steckt dahinter?

Seit gestern Abend berichten verschiedene Seiten, dass es Probleme bei den Zahlungen mit Bitcoin Debitkarten wie Bitwala, TenX, Mobi Probleme auftreten – was dahinter steckt.

Bitcoin Debitkarten erfreuen sich einer großer Beliebtheit, ist mit diesen doch eine einfache Verwendung als Zahlungsmittel an jeder Debitkarten akzeptierenden Stelle möglich. Entsprechend finden Karten verschiedener Anbieter wie Bitwala, TenX, BitPay unter Leuten, die in Bitcoin nicht nur einen Store of Value, sondern ein wirkliches Zahlungsmittel sehen, große Akzeptanz.

Damit derartige Debitkarten wie andere Karten verwendet werden können, müssen die Anbieter derselben mit Kreditkarten-Dienstleistern zusammenarbeiten. VISA und MasterCard sind dabei die zwei größten Unternehmen, weshalb sich Kooperationen mit diesen anbieten.

Natürlich führt das zu einer Abhängigkeit von diesen Dienstleistern seitens der Unternehmen hinter den Bitcoin Debitkarten. Diese Abhängigkeit hat sich nun zu einem großen Problem entwickelt, so hat Bitwala gegenüber BTC-ECHO ein Statement abgegeben:

“Die heutige Entscheidung von Visa ist ein klares Zeichen, dass traditionelle Finanzdienstleister nicht daran interessiert sind, zum Wachstum der Krypto-Industrie und der Krypto-Wirtschaft beizutragen. Im Moment sind unsere Kunden unsere oberste Priorität und wir arbeiten daran, den betroffenen Nutzern zu helfen.”

Doch Bitwala ist mit diesen Problemen nicht alleine: Auch TenX scheint betroffen zu sein. Heute Morgen schrieben sie, dass Zahlungen mit der TenX-Karte aktuell nicht möglich sind. Sie berufen sich dabei auf Gespräche mit ihrer emittierenden Bank WaveCrest, die für die europäischen Bitcoin Debitkarten zuständig ist. In einem jüngsten Announcement hat Julian Hosp, CEO von TenX erklärt, dass Visa WaveCrest die Lizenz zur Aktivierung der Karten entzogen hat. Dramatisch soll dieses Problem jedoch nicht sein; schließlich hielt TenX schon länger nach einer neuen emittierenden Bank Ausschau. Alles in allem sieht es nach einem Problem aus, dass sich zwischen Visa und WaveCrest abspielt. Inwiefern die Involvierung von Kryptowährungen eine Rolle spielt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht zweifelsfrei beurteilt werden.


[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf eToro handeln.Warum eToro? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies); Social Trading mit großer internationaler Community.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

BitPay hat ein längeres Statement verfasst, nach dem die BitPay Card außerhalb der Vereinigten Staaten nicht genutzt werden kann. Auch BitPay führt die Probleme auf den Anbieter WaveCrest zurück, der von Visa die Anordnung bekommen hat, alle Visa Debit Accounts zu stoppen. Der amerikanische Bitcoin Debitkarten-Anbieter schließt sein Announcement jedoch hoffnungsvoll ab:

“We expect to be back in your country soon. As part of our commitment to BitPay Card users, we will send you an email when the BitPay Card becomes available in your country again.”

Nachtrag: Der BTC-ECHO-Redaktion liegt inzwischen ein Kommentar seitens der Pressestelle VISA Deutschland vor:

“Die Entscheidung von Visa bezieht sich ausschließlich auf WaveCrest, keinesfalls auf die gesamte Krypto-Industrie bzw. Krypto-Wirtschaft. Wir können bestätigen, dass der Lizenzvertrag von Visa mit WaveCrest beendet wird und alle Visa Kartenprogramme von WaveCrest eingestellt werden. Visa ist der Sicherheit seines Bezahlsystems verpflichtet. Die Einhaltung der Visa Regeln ist für die Gewährleistung der Sicherheit und Integrität des Visa Zahlungssystems von entscheidender Bedeutung. Die Kartenprogramme unserer Emittenten müssen unseren Lizenzbestimmungen sowie allen geltenden Gesetzen entsprechen.”

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bald gibt es 18 Millionen BTC – Was das für den Bitcoin-Kurs bedeutet
Bald gibt es 18 Millionen BTC – Was das für den Bitcoin-Kurs bedeutet
Bitcoin

Ende dieser Woche wird die Marke von 18 Millionen Bitcoin geknackt. Wir klären, wie sich das auf den Kurs auswirkt, was das mit dem Halving zu tun hat und warum Bitcoin bald seltener als Gold sein könnte.

Bitcoin ETF: So will Wilshire die US-Börsenaufsicht überzeugen
Bitcoin ETF: So will Wilshire die US-Börsenaufsicht überzeugen
Bitcoin

Bitcoin ETF: Die US-Börsenaufsicht akzeptiert wieder Kommentare für einen Antrag auf den unter Anlegern ersehnten außerbörslichen Fonds für die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung (BTC). Der Antrag stammt vom US-Unternehmen Wilshire Phoenix und reagiert auf die Bedenken der SEC.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Blockchain

Das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods ist als jüngstes Mitglied der Lebensmittel-Plattform Food Trust von IBM beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Lösung wollen die Fischer die Lieferketten atlantischer Jakobsmuscheln absichern. Die Marketing-Aktion soll für Transparenz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Fang und damit nicht zuletzt Kundenvertrauen sorgen.

Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Szene

Der Moskauer iPhone-Besitzer, der den Apple-Konzern für seine eigene Homosexualtiät verantwortlich machte, hat seine Beschwerde zurückgezogen. Laut seiner Anwältin scheue er das große öffentliche Interesse an seinem Fall.

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Kursanalyse

Bisher konnte sich der gleitende Mittelwert der letzten hundert Tage als stabiler Support beweisen. Jedoch kann die kurzfristige Entwicklung des Bitcoin-Kurses als Bärenflagge gedeutet werden. Jenseits von Bitcoin gab es, trotz eines eher sorgenvollen Berichts der G7-Staaten, positive Neuigkeiten um Stable Coins. 

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Angesagt

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.

Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Kommentar

„Blockchain ist viel mehr als Bitcoin.“ Dieser Satz wurde in den letzten zwei Jahren geradezu mantra-artig, selbstbewusst und inflationär von Managern aus der Industrie heruntergebetet. Warum die Realität von dieser Vorstellung noch ein Stückchen entfernt ist, wie lange es dauern wird, bis Blockchain im produzierenden Gewerbe wirklich angekommen ist und wieso die Finanzialisierung der Realwirtschaft voraus ist. Ein Kommentar.

Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Szene

Nach Visa, PayPal und ebay ist auch MasterCard aus Facebooks Libra Association ausgetreten. Das Kreditkartenunternehmen nahm dies zum Anlass, um einmal über die Zukunft der Krypto-Welt nachzudenken. Von einem Abschied aus der Branche ist MasterCard indessen meilenweit entfernt.

iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
Blockchain

Eine neue App verspricht mithilfe der Blockchain vollste Transparenz bei der Kaffeeproduktion. Das Produkt der kolumbianischen Firma iFinca möchte Farmern eine stärkere Stimme verleihen. Endverbraucher, die den entsprechenden QR-Code auf ihrem Kaffee scannen, sehen dann, wie viel der Bauer an der Herstellung verdient hat. Es ist nicht das erste Projekt in der Kaffee-Branche, welches die Technologie von Bitcoin & Co. nutzt. Schließlich ist das Kaffee-Business eines der undurchsichtigsten weltweit.