Blockchain und Mobilität: Siemens will Carsharing optimieren

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Blockchain und Mobilität: Siemens will Carsharing optimieren

Die Automobilindustrie und der Verkehrssektor bieten für die Distributed Ledger Technolgy (DLT) ein großes Potenzial an Anwendungsmöglichkeiten. Logistik, Frachtpapiere, elektrisches Laden oder selbstfahrende Autos sind nur einige Beispiele. Siemens will die Blockchain-Technologie nun für seinen Geschäftsbereich Mobility einsetzen – mit einem Trendthema als Use Case.

Dies erklärte Andreas Kind, Leiter der Abteilung Cybersecurity Technology and Blockchain, in einem Interview mit Forbes. Nachdem das Unternehmen viel geforscht hat, sei man nun an einem Punkt, an dem Anwendungen in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen können, so Kind. Konkret gehe es um Permissioned Blockchains. Dabei will sich Siemens vor allem auf das Geschäftsfeld Mobility konzentrieren. Hier sei das Thema Carsharing besonders interessant, so der Blockchain-Experte.

Blockchain-Anwendungen für bessere Mobilität

Ein Auto spontan mieten und nutzen zu können, auch für sehr kurze Zeit, ist in der Tat vor allem in Großstädten ein attraktiver Service. So konnte etwa das stationsbasierte Carsharing in Deutschland Anfang 2019 ein Wachstum von 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Doch das Rundum-Sorglos-Konzept hat auch seine Tücken. So kommt es zum Beispiel durchaus vor, dass ein Nutzer selber tanken muss. Dies bedeutet, dass er nur geeignete Tankstellen anfahren kann, die mit dem Carsharing-Anbieter kooperieren und eine Tankkarte mit eigener PIN einsetzen muss. Diese Karten können jedoch gestohlen werden und werden häufig im Internet verkauft. Dies stellt ein Problem für alle Beteiligten dar. Genau hier kommt die Blockchain ins Spiel.

Vertrauen ist gut, Blockchain ist besser!

Die Blockchain ermöglicht es, das Vertrauens-Problem technisch zu lösen: Immer dann, wenn Personen, die sich nicht kennen, miteinander ins Geschäft kommen möchten. Für das Carsharing bietet die Blockchaintechnologie ein ideales Feld, mit Vorteilen für alle Parteien – vom Nutzer über den Autovermieter bis zu diversen Dienstleistern, wie etwa Garagenbetreibern. Hier kann die Blockchain für reibungslose Abläufe sorgen, so Andreas Kind im Interview.

In der Mobilitätsbranche gibt es bereits zahlreiche Blockchain-Projekte, etwa wenn es um flexible Zugriffsrechte geht, oder um autonomes Fahren. Siemens beschäftigt sich bereits seit Jahren mit zukunftsweisenden Distributed-Ledger-Anwendungen. Unter anderem will das Traditionsunternehmen die Energiewende mit Hilfe der Blockchain-Technologie vorantreiben. Einen aktuellen Beitrag zu LO3 Energy, in das auch Siemens investiert hat, finden Sie hier.

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