Bitmain IPO: Börse Hongkong gibt sich skeptisch

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Die starke Abhängigkeit vom Bitcoin-Markt könnte den geplanten Börsengang vom Mining-Giganten Bitmain gefährden. Offenbar schreckt die hohe Volatilität des Mining-Geschäfts die Hong Kong Stock Exchange davor ab, als erste ein Unternehmen dieser Branche zu listen. 

Der Bärenmarkt 2018 hat nicht nur Hodlern zugesetzt, sondern auch Krypto- und Blockchain-Start-ups empfindlich getroffen. Je nach Ausprägung ihrer Abhängigkeit von den Krypto-Börsen erzwang der Kursverfall von Bitcoin & Co. für viele aufsprießende Unternehmen strategische Neuausrichtung. Die Mining-Industrie zählt dabei zu den Branchen, die als besonders markt- bzw. kursabhänigig gelten. Das hat jetzt auch der Mining-Marktführer Bitmain auf verschiedene Weise zu spüren bekommen. So musste der ASIC-Hersteller nicht nur ein Entwicklungszentrum in Israel aufgrund des andauernden Bärenmarktes schließen. Zudem hat das Mining-Unternehmen aktuell auch an den US-Strafzöllen zu knabbern, da seine Bitcoin-Antminer unter die Kategorie „electrical machniery apparatus“ fallen. Schlechte Nachrichten für ein Unternehmen, das eigentlich den Börsengang plant.

„Es besteht die reale Gefahr, dass sie in ein oder zwei Jahren einfach nicht mehr existieren könnten“


Nachdem bereits der Pre-IPO die Erwartungen von Bitmain unterlaufen hatte, könnte sich nun auch der Börsengang in Hongkong bis auf weiteres verschieben. Denn bei der Hong Kong Stock Exchange (HKSE) zaudert man offenbar noch damit, den Mining-Riesen zu listen. Der Grund: Die hohe Volatilität der Bitcoin-Märke. So heißt es etwa laut Insider-Berichten, die Coindesk vorliegen:

„Die Börse ist sehr zögerlich, diese Bitcoin-Mining-Unternehmen tatsächlich zu genehmigen, da die Branche so volatil ist. Es besteht die reale Gefahr, dass sie in ein oder zwei Jahren einfach nicht mehr existieren könnten.“

Aufgrund der Neuheit der Branche gibt es noch keine Präzedenz-Fälle. HKSE brennt anscheinend auch nicht darauf, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen:

„Die HKEX will nicht die erste Börse der Welt sein, die [solch einen IPO] genehmigt und dann mit ansehen muss, wie das Unternehmen stirbt“,

so die anonyme Quelle weiter.

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In der ersten Jahreshälfte konnte Bitmain noch einen Gewinn von 740 Millionen US-Dollar für sich verbuchen. Neben dem Verkauf von Mining Hardware betreibt Bitmain auch einen der größten Mining Pools. Die fallenden Kurse machten das Bitcoin Mining weniger profitabel und sorgte für ein Einknicken der Nachfrage nach ASIC-Minern. Dazu kommt, dass Bitmain auch schätzungsweise sechs Prozent der Einheiten von Bitcoin Cash (BCH) halten soll. Dessen Kurs ist durch den Hash War besonders in Mitleidenschaft gezogen worden.

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