Bitcoin Mining wird Gerichtssache: Bitmain-Zulieferer verklagt

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Bitcoin Mining wird Gerichtssache: GlobalFoundries verklagt Bitmain

Quelle: Shutterstock

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GlobalFoundries, ein Halbleiterhersteller aus Kalifronien, verklagt den Zulieferer des Bitcoin-Mining-Chip-Herstellers Bitmain. Demnach soll TSMC maßgeblich Patente von GlobalFoundries verletzt haben.

Bitmain gilt als der größte Hersteller für Bitcoin-Mining-Hardware. Nun muss sich sein Zulieferer, der Chiphersteller TSMC, offenbar vor Gericht verantworten. GlobalFoundries, ein Halbleiterhersteller aus Kalifornien, hat gegen TSMC Klage eingereicht.

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Bitcoin Mining hat nicht den besten Ruf. Neben dem hohen Energieverbrauch, den das „Schürfen“ der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung fordert, gibt es auch zentralistische Tendenzen. Denn das Unternehmen betreibt gemeinsam mit Antpool und BTC.com zwei der größten Bitcoin-Mining-Farmen weltweit. Dafür steht Bitmain bisweilen in der Kritik der Dezentralisierungs-Fans. Doch auch ihr Zulieferer TSMC gerät nun ins Kreuzfeuer der Kritik.

Die Klage von Global Foundries

So reichte GlobalFoundries nun eine Klage gegen den Zulieferer von Bitmain ein. Der Vorwurf lautet, dass Halbleiterherstellungstechnologien, die von der Taiwan Semiconductor Manufactoring Company Ltd – kurz TSMC – verwendet werden, insgesamt 16 Patente der Globalfoundries verletzen:

Die Klagen wurden heute bei der US International Trade Commission (ITC), den US Federal District Courts in Delaware und dem Western District of Texas sowie den Landgerichten Düsseldorf und Mannheim in Deutschland eingereicht.

Kurz gesagt: Die Herstellung der Bitcoin-Mining-Chips für Bitmain soll gegen Patentrechte verstoßen haben. GlobalFoundries strebt mit der Klage eine gerichtliche Verfügung an, die den Import der betroffenen Chips nach Deutschland und USA unterbindet. Darüber hinaus verlangt GlobalFoundries „erheblichen Schadenersatz für die unrechtmäßige Nutzung seiner Technologie, die sich in den zweistelligen Milliardenumsätzen des taiwanesischen Unternehmens befindet.“

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Gregg Bartlett, Senior Vice President, Engineering and Technology bei GlobalFoundries, sieht im Zulieferer für die Bitcoin-Mining-Chips einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Diesen gelte es nun auszugleichen:

Während wir Milliarden von US-Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben haben, hat TSMC die Früchte unserer Investitionen unrechtmäßig geerntet. Mit unseren Klagen wollen wir die rechtswidrige Nutzung unserer Technologien durch Taiwan Semiconductor unterbinden und damit unsere europäischen und amerikanischen Werke schützen.

TSMC: Bitmain-Zulieferer wehrt sich

Die TSMC hingegen wehrt sich gegen die Anklage des Technologieunternehmens. So schreibt der Bitmain-Zulieferer und Hersteller der Bitcoin-Mining-Chips, dass die Vorwürfe ohne Grundlage seien:

Als Innovationsführer investiert TSMC jedes Jahr Milliarden von US-Dollar in die eigenständige Entwicklung seiner weltweit führenden, hochmodernen Halbleiterfertigungstechnologien. […] Wir sind enttäuscht, dass [GlobalFoundries] […] auf verdienstlose Klagen zurückgreift, anstatt mit Technologie auf dem Markt zu konkurrieren. […] Wir werden energisch kämpfen und alle Möglichkeiten nutzen, um unsere eigenen Technologien zu schützen.

Die betroffenen Technologien beziehen sich direkt auf die Herstellung der Mining-Chips. Ein Gerichtstermin ist bisher nicht angesetzt.

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