Bitcoin-Mining: KnCMiner erklärt den Bankrott

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Bitcoin-Mining: KnCMiner erklärt den Bankrott

Das in Schweden ansässige Bitcoin-Mining Unternehmen KnCMiner, welches bereits 32 Millionen US-Dollar an Wagniskapital von den Investoren Accel und Creandum eingesammelt hatte, hat nun die Zahlungsunfähigkeit erklärt.

Einst gehörte das Mining-Unternehmen zu den am schnellsten wachsenden der Branche. Nun markiert die Konkursanmeldung und die Zwangsverwaltung die wahrscheinlich letzte Phase für KnC, das 2013 mit verbraucherfreundlichen Mining-Produkten das Ökosystem von Bitcoin und anderen digitalen Währungen für sich einnahm.

Erst Anfang des Monats hat ein schwedisches Gericht noch im Sinne von KnCMiner entschieden, ein klares Gerichtsurteil zu Gunsten des Hardwareproduktes Titan von KnCMiner zu fällen. Das Hardwareprodukt Titan war zum Minen von Altcoins angeboten worden und verursachte bei den Verbrauchern einige Probleme, was zu Gerichtsstreitigkeiten führte.

Der CEO Sam Cole hingegen bestreitet jedoch jeden Zusammenhang zwischen der Konkursanmeldung und den kürzlichen Rechtsstreitigkeiten mit den Mining-Hardware Kunden.

Cole betonte, dass der primäre Grund im baldigen Absenken der Bitcoin-Erträge, Mitte Juli, liegt.

Zurzeit werden bei erfolgreichem Mining eines Blocks 25 Bitcoins ausgeschüttet. Nachdem, Mitte Juli, die Halbierung der Blöcke eintritt werden auch die Bitcoin-Erträge halbiert, sodass der Bitcoin-Miner nur noch 12,5 Bitcoins pro Block erhält.

So äußerte Cole:

“Unabhängig davon, wie viele Coins wir produzieren, werden die Kosten über dem Marktpreis liegen. Der Preis liegt nun ungefähr bei 480 US-Dollar. Mit all den Aufwendungen und Verbindlichkeiten werden unsere Kosten pro Coin über 480 US-Dollar liegen, was definitiv zu hoch ist.”

Laut Cole war die Entscheidung für den Konkurs eine vorsorgliche Entscheidung der verantwortlichen Vorstände von KnC, um ein dahinschwinden der Einlagen rechtzeitig zu verhindern.

Entsprechend der Entscheidung sagte KnC, dass es nun versuchen werde die profitablen Teile des Unternehmens zu verkaufen, ohne jedoch näher zu erläutern, um welche Bereiche es sich handele.

Die KnC-Gruppe beherbergt, neben KnCMiner, auch Unternehmen aus der Software-Entwicklung und des digitalen Währungshandels, welche unter der Kontrolle vom Konkursverwalter Nils Aberg stehen.

Dies schließt allerdings nicht XBT Provider ein, eine Firma, die zum Teil KnC gehört, und Finanzinstrumente auf Basis von Bitcoin anbietet.

In einem Statement sagte Nils Aberg:

“Unsere oberste Priorität liegt in dem Sicherstellen des Geschäftsbetriebes und der Weiterbeschäftigung der Angestellten, bis mindestens 10. Juli.”

Kommentar von Sven Wagenknecht, BTC-Echo:

Das Block-Halving am 10. Juli wird viele Miner bzw.  Mining-Unternehmen vor eine neue Herausforderung stellen. Dadurch, dass sich die Erträge pro Block halbieren sind die Mining-Betreiber auf einen steigenden Bitcoin-Kurs angewiesen, um den Ertragseinbruch, von 25 Bitcoins pro Block auf 12,5 pro Block, zu kompensieren. Auch wenn vielleicht nicht jedes Bitcoin-Mining Unternehmen das Block-Halving überstehen wird, so sieht es doch ganz gut aus, da der Bitcoin-Kurs in den letzten Tagen wieder stark angezogen hat (Artikel zur aktuellen Kursentwicklung).

BTC-Echo

Englische Originalversion von Stan Higgins via CoinDesk

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