Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch
Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch

Quelle: Shutterstock

Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch

Bitcoin knackte jüngst die 18-Millionen-Marke. Der Bitcoin-Kursverlauf pendelt indes relativ stabil zwischen der 8.000- und der 8.500-US-Dollar-Marke. Ein Blick ins Ökosystem verrät: Die Kryptowährung legt ihren schlechten Ruf als Terror- und Geldwäschewährung langsam ab. Die Lage am Mittwoch.

Am 21. Oktober erblickte Bitcoin Nummer 18.000.000 das Licht der Blockchain. Damit fehlen noch 3 Millionen Einheiten BTC, bis auch der letzte Coin gemint ist. Die stetige Verknappung an Nachschub durch neue Coins ist in der Grundstruktur, im Blockchain-Protokoll festgelegt. Die Belohnung, die Miner für das „Schürfen“ neuer Blöcke bekommen, halbiert sich in regelmäßigen Abständen; in der Krypto-Szene spricht man vom „Halving“.

Damit steht die Idee hinter der größten Kryptowährung konträr zu denen der Staatswährungen US-Dollar, Euro und Konsorten. Sie ist deflationär angelegt, irgendwann ist schlichtweg Schluss. Dazu ist Bitcoin dezentral. Während Banken in der Lage sind, den Nachschub an neuen Währungen selbstständig zu erhöhen, ist das bei der Kryptowährung nicht möglich.

Das zog bisweilen freiheitsliebende Freaks gleichermaßen an wie profitorientierte Spekulanten. Die vermeintliche Anonymität der Kryptowährung übte auch auf kriminelle Kreise eine starke Anziehungskraft aus. Spätestens seit Aushebung des Online-Schwarzmarkts Silk Road galt Bitcoin als schmierige Untergrundwährung, mit der obendrein Geldwäsche und die Finanzierung von Terror möglich wird. Ist diese Erzählung noch haltbar?

Bundesfinanzministerium gibt Entwarnung


Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Am 21. Oktober veröffentlichte das Bundesfinanzministerium seine „Erste Nationale Risikoanalyse 2018/2019“. Darin ging es unter anderem um das Schauermärchen, das sich seit jeher um die Bitcoin-Erzählung windet: Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Die Einsicht der Bundesbehörde war, was Krypto-Jünger seit Langem predigen: Bitcoin ist kaum relevant für Geldwäsche und erst recht nicht für die Finanzierung von Terrorismus. Relevanter seien hier private Kryptowährungen wie Monero (XMR) und ZCash (ZEC). Doch ungeschlagen, sowohl in Fragen der Geldwäsche als auch des Terrors ist ein alter Bekannter: das Bargeld.

Dank Bitcoin? Behörden sprengen Pädophilen-Ring

Behörden gelang es in der vergangenen Woche, einen im Darknet aktiven Kinderpornographie-Ring zu springen. Nach Angaben der US-Steuerbehörde IRS handelte es sich dabei um die nach Volumen größte Ansammlung an Videomaterial mit kinderpornographischen Inhalten – ein Netzwerk des Missbrauchs. Die Bezahlung zwischen den Teilnehmern erfolgte dabei offenbar mit Bitcoin.

Die einen behaupten: Die Kryptowährung ermöglichte einen Pädophilen-Ring im Darknet. Die anderen behaupten: Nur dank Bitcoin konnte man das Desaster aufdecken. Wie es wirklich war? Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Eins steht aber fest und hier müssen die Behörden eingestehen: Das Narrativ der Terrorwährung löst sich auf.

Bitcoin zum Daddeln: BTC trifft auf Fortnite

Spielerisch geht es indes bei Lightnite zu. Das geplante Bitcoin Game bietet Spielern die Möglichkeit, BTC zu verdienen, indem sie Gegner abschießen. Passiert ihnen selbiges, verlieren sie kleine Einheiten der Kryptowährung. Dadurch präsentiert das Spiel einen vielversprechenden Anwendungsfall für BTC: Mikrotransaktionen. Über das Lightning-Netzwerk wickelt das Spiel Transaktionen im Kleinstbereich ab und umgeht damit langwierige Bestätigungsprozesse auf der Blockchain selbst. Dafür bedarf es allerdings einer gewissen Vorarbeit. Spieler benötigen zunächst eine Lightning-kompatible Wallet und müssen diese mit einem geringen Betrag an Bitcoin füllen. Vor dem Spielstart muss man dann noch eine Gebühr entrichten – falls man das Spiel überlebt, bekommt man sie zurück.

Bitcoin, wohin geht die Reise?

Der kleine Überblick mag es gezeigt haben: Die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung bewegt sich weg von der alten Wahrnehmung als Terror- und Darknet-Währung und entpuppt sich langsam als… was genau?

Die Erzählung des digitalen Goldes steht hier nach wie vor hoch im Kurs. Sich mit Bitcoin gegen das bröckelnde Rentensystem abzusichern, gilt einigen digitalen Jüngern als verheißungsvoll. Gerade die Cost-Average-Methode verspricht hier gute Profite: regelmäßig Fiatgeld in Satoshis umwandeln und damit BTC sparen und auf einen steigenden Bitcoin-Kurs hoffen. Absicherung gibt es dabei allerdings keine.

In eine ähnliche Richtung geht außerdem das Narrativ der Fluchtwährung und die Möglichkeit zur Absicherung gegen politisch-ökonomische Krisen. In Schwellenländern verwenden Bürger zunehmend Kryptowährungen, um sich vor Staatsverschuldung und Inflation zu schützen.

Schließlich bleibt die Verwendung als Spekulationsobjekt – wie es das Bundesfinanzministerium auch in seinem Bericht bestätigt, ist die Kryptowährung für optimistische Wetten auf künftige Kurse höchst interessant.

All diesen Anwendungsfällen ist eines gemeinsam: von Terror keine Spur.

Was man sonst noch wissen sollte

Im Vereinigten Königreich rückt der EU-Austritt näher: Was der Brexit für den Bitcoin-Kurs bedeutet. Auf der Lightning Conference kündigte Smartphone-Hersteller HTC indessen ein neues Modell mit einem Netzwerkknoten für BTC an. Zwischenzeitlich versucht sich Ripple, gegen Manipulationsvorwürfe bezüglich des XRP-Kurses zu wehren. Unterdessen outete sich der Libra-Chef als Bitcoin-Fan, während Hacker den Tor Browser für Krypto-Beutezüge ausnutzen.

Mehr zum Thema:

Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch
Bitcoin Halving „noch nicht eingepreist“ – CZ
Kolumne

Peter Schiff hat eingeräumt, dass manche sich mit Bitcoin eine goldene Nase verdient haben. Wie jedoch sein jüngster Anti-Bitcoin-Tweet zeigt, bleibt der Gold-Fan ein leidenschaftlicher Krypto-Gegner. Unterdessen wiegelt Jed MCaleb den Einfluss seiner XRP-Verkäufe ab, während der Chef der nach eigenem Bekunden hauptquartierlosen Krypto-Börse Binance angesichts des Bitcoin Halvings Kurszuwächse erwartet. Das Meinungs-ECHO.

Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch
Von Bitcoin Crash bis IOTA Hack: Die Top-Krypto-News der Woche
Kolumne

Während der Bitcoin-Kurs sich mit goldenen Kreuz-Beschwerden an der 10.000-US-Dollar-Marke abarbeitet, waren IOTA und das Ethereum-Lending-Projekt bZx mit der Beseitigung von Sicherheitslecks beschäftigt, die Angriffe und gestohlene Krypto-Gelder zur Folge hatten. Unterdessen rückt Ethereum 2.0 immer näher, was Chef-Analyst Dr. Giese zum Anlass nimmt, die Stabilität des Netzwerks unter die Lupe zu nehmen. Die Top News der Woche.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch
„Die Datenverfügbarkeit im Krypto-Sektor ist extrem gut“
Interview

Dass unsere Finanzmärkte immer stärker durch Künstliche Intelligenz beziehungsweise Algorithmen bestimmt werden, ist kein Geheimwissen mehr. Auch im Krypto-Markt spielt die Automatisierung von Handelsprozessen eine gewichtige Rolle. Die Suche nach den besten Algorithmen beschäftigt nicht nur Investmentbanken und Hedgefonds, sondern auch immer mehr spezialisierte Trading-Dienstleister. Ein Player, der sich auf den Krypto-Sektor spezialisiert hat, ist Rubinstein & Schmiedel. Im Interview hat uns der CTO und Mitbegründer, Thomas Schmiedel, verraten, worauf es beim Trading mit Algorithmen im Krypto-Markt ankommt.

Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch
IOTA leckt die Wunden
Altcoins

Nachdem der Hack auf die Trinity Wallet des IOTA-Netzwerks bekannt wurde, ist schnell über mögliche Zusammenhänge gemutmaßt worden. Während das Leck ausfindig gemacht werden konnte, bezieht die IOTA Foundation derweil Stellung und gibt potenziell gefährdeten Nutzern Sicherheitsvorkehrungen an die Hand.

Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch
Libra-Netzwerk bekommt prominenten Zuwachs
Altcoins

Die Libra Association durchlebt ein Wechselbad der Gefühle. Der Widerstand, der dem Libra-Projekt aufseiten der Regulierungsbehörden entgegentritt, reißt nicht ab. Zumindest kurzzeitig dürfte da die Bekanntgabe von Shopify als neuestes Mitglied der Association die Sorgen um Libra vergessen machen.

Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch
Streit bei Ethereum: Für und wider ProgPOW
Szene

Beim Core Devs Meeting vom 21. Februar entschlossen sich die Core Developer Ethereums für die Implementierung von ProgPow. Dabei handelt es sich um eine ASIC-resistente Variante von Ethereums Proof-of-Work-Konsens, die das Mining wieder dezentralisieren soll. Doch nicht alle sind von der Idee begeistert.

Angesagt

Altcoin-Marktanalyse: Die Zeichen stehen auf Konsolidierung
Kursanalyse

Viele Kryptowährungen zeigen auch in dieser Woche eine bullishe Konsolidierung. Die große Mehrheit der Altcoins konsolidiert aktuell und tendiert in Richtung der Ausbruchsniveaus aus dem Januar 2020.

Verheimlichen die Simpsons Satoshis wahre Identität?
Szene

Eine Erwähnung bei den Simpsons gleicht einem Ritterschlag. Die Serie fesselt nach wie vor ein Millionenpublikum und ist seit über dreißig Jahren nicht aus der Fernsehlandschaft wegzudenken. In der jüngsten Folge finden nun auch Kryptowährungen ihren Weg nach Springfield. Dabei lässt eine Andeutung das Kryptoversum aufhorchen.

Irischer Drogendealer verliert Bitcoin im Wert von 53,2 Millionen Euro
Sicherheit

Wer seine Private Keys für Tausende von Bitcoin auf einem Blatt Papier lagert, tut gut daran, letzteres wie seinen Augapfel zu hüten. Im Fall eines verhafteten irischen Drogendealers ist der Worst Case – der Verlust des Blatts – eingetreten. Bleibt die Frage, wer sich mehr über die verschwundenen Bitcoin ärgert, der Dealer oder die Strafverfolgungsbehörden?

Bloomberg packt Bitcoin-Regulierung an und Libra gerät ins Straucheln
Regulierung

Bloomberg will das Krypto-Heft in die Hand nehmen, Südkorea das Anleihensystem umkrempeln und Nornickel Bodenschätze zu digitalem Gold machen. Derweil wird Libra erneut in die Mangel genommen, während die BigTechs Kurs auf den Finanzsektor setzen und Schweden an einer virtuellen Krone bastelt. Das Regulierungs-ECHO.

Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Bitcoin, Bitcoin: Keine Terrorwährung mehr – Die Lage am Mittwoch