Bitcoin: Zwischen Zensur und Freiheit

Max Kops

von Max Kops

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Zensurresistenz scheint eines der Attribute zu sein, die Nutzer als sehr wichtig empfinden. Vor dem Bitcoin waren Onlinehändler auf zentrale Zahlungsabwickler wie beispielsweise Paypal angewiesen. Diese Anbieter hatten die Möglichkeit, Zahlungen jederzeit zu verweigern und somit bestimmte Zwecke, Projekte oder Insitutionen vom Zahlungsverkehr auszuschließen. Nicht selten war die Konsequenz aus einer Zahlungsblockade die Auflösung der Projekte.
Freiheit versus Zensur

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

Freiheit versus Zensur

Es war das Jahr 2011, als Wikileaks von sich reden machte und Spenden in Form von Bitcoins entgegen nahm. Auch Schwarzmärkte wie die Silk Road, die schnell zu einem Drogen-Imperium aufstieg, machten sich die Vorteile von Bitcoins zu Nutze. Heute können wir von diesen Beispielen viel lernen, sie illustrieren die Vorteile von Bitcoins sehr anschaulich und beweisen, dass Bitcoins Abhilfe schaffen wenn es darum geht, neue Lösungen für alte Probleme zu finden.

Der Cloud Hosting Service Mega der berüchtigten Internet Ikone Kim Dotcom, bekanntgeworden durch sein Portal MegaUpload, beweist die Macht von Zahlungsanbietern über ihre Geschäftskunden. Mit dem neuen Service setzte Dotcom auf PayPal Zahlungen, die eBay Tochter stellte den Internetmillionär allerdings schnell vor vollendete Tatsachen im Zahlungsverkehr: PayPal hatte seinen Account kurzerhand gesperrt.

Zahlungen engen die Meinungsfreiheit ein


Ein weiteres Beispiel neben dem Fall Mega liefert Voat, ein Reddit Klon, der es sich selbst zum Ziel gesetzt hat, so wenig Inhalte wie nur nötig zu zensieren und in Folge dessen abends große Mengen Besuchertraffic erreichte. Nachdem Voat einen schlagartigen Besucherzuwachs registrierte und die Nutzerzahl in kurzer Zeit sehr stark anstieg, mussten die Betreiber feststellen, dass PayPal ihr Konto limitiert hatte. Dieses wurde ausschließlich für Spenden benutzt, die die Plattform am Laufen halten sollte. Offenbar machten sich die beiden Seiten mit ihren Richtlinien jedoch gegenseitig einen Strich durch die Rechnung…

Sind Bitcoins wirklich die Lösung?

Es wird immer Situationen geben, in denen Menschen sich wünschen, genau diese Sicherheit der Zensur zu besitzen. Es ist selbstverständlich, dass einige Betroffene die Wikileaks Spenden gerne verhindert hätten. Hätte die Plattform keine Bitcoins für Spenden benutzt, dann hätte dies wahrscheinlich auch funktioniert. Die grenzenlose Freiheit war schon immer des Einen Vorteil und des Anderen Nachteil.

Fakt ist: Wenn wir die Tore der Zensur einmal öffnen, dann werden wir sie nicht mehr schließen können. Einmal durchgeführt würde sie Privatpersonen sowie Organisationen und Unternehmen im Zahlungsverkehr extrem einschränken. Dabei ist – wie unsere Beispiele gezeigt haben – garnicht so lange her, dass die Kontrolle über den Zahlungsverkehr einer prinzipiell kleinen Organisation überlassen wurde, die den Zahlungsverkehr kontrollierte. Beide Seiten haben ihre Vor- und Nachteile, gerade das ist das Schöne: Wir müssen uns nicht entscheiden! Warum nicht Bitcoin & Fiat-Währungen parallel benutzen?
Quelle:
Bitcoin is Immune to Censorship(NewsBTC)


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