Bitcoin ETF: Made in Japan

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Bitcoin ETF: Made in Japan

Die Möglichkeit eines börsengehandelten Bitcoin Fonds (ETF) beschäftigt offenbar auch die Regulatoren in Japan. Nach Insiderberichten, die der US-Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegen, prüft die japanische Regulierungsbehörde FSA derzeit die Nachfrage nach einem Bitcoin ETF.

Kaum ein Thema hat die investitionsaffinen Teile der Bitcoin-Community im vergangenen Jahr so bewegt wie die mögliche Einführung eines Bitcoin ETF. Dabei richteten sich die Argusaugen vor allem Richtung USA, wo sich die Wertpapieraufsichtsbehörde SEC schon seit geraumer Zeit mit dem Für und Wider eines solchen Finanzproduktes auseinandersetzt. Nachdem verschiedene ETF-Vorschläge von der SEC bereits eine Absage erhalten haben, gilt der Vorstoß aus dem Hause VanEck derzeit als der aussichtsreichste Kandidat. Die SEC scheint es bislang jedoch nicht allzu eilig zu haben, den Van Eck SolidX Bitcoin ETF durchzuwinken. Die Bitcoin-Gemeinde muss sich noch ein wenig gedulden, bis ihre Kryptowährung den institutionellen Investoren zum Fraß vorgeworfen wird – zumindest, wenn es um die SEC geht.

Futures nein, ETF vielleicht

Offenbar ist die SEC jedoch nicht die einzige Regulierungsbehörde, die sich aktiv mit dem Thema Bitcoin ETF beschäftigt. So befassen sich derzeit auch die Regulatorenkollegen im fernen Osten mit der Möglichkeit eines börsengehandelten Fonds für Bitcoin. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Insiderquellen. Nach Angaben einer „Person, die mit der Angelegenheit vertraut ist, lotet die japanische Finanzaufsicht FSA momentan die Nachfrage der Finanzbranche nach einem Bitcoin ETF aus. Indes erteilte die FSA Derivaten wie Bitcoin Futures oder Ethereum-Optionen im vergangenen Monat eine Absage. Die FSA sah in diesen keinen Mehrwert, der über reine Kursspekulation hinausreicht.

Lies auch:  Mining? Nein danke – Japanischer Online-Riese DMM.com gibt Krypto-Mining auf

Beim Thema Bitcoin ETF wird für die FSA neben der Nachfrage auch das Thema des Investorenschutzes eine gewichtige Rolle spielen. Japan ist in dieser Hinsicht bereits ein gebranntes Kind. Im Januar fiel die Krypto-Börse Coincheck einem verheerenden Hacker-Angriff zum Opfer. Den Hackern gelang es, NEM-Token in einem (damaligen) Gegenwert von rund 430 Millionen Euro zu stehlen. Aufgrund einer engen Zusammenarbeit mit der FSA hat Coincheck nun die Aussicht auf eine Lizenz für den Betrieb einer Krypto-Börse.

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