Bitcoin-Boom: 720 Mio. Euro zusätzliche Steuereinnahmen in 2017
Steuereinnahmen, Bitcoin-Boom: 720 Mio. Euro zusätzliche Steuereinnahmen in 2017

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Bitcoin-Boom: 720 Mio. Euro zusätzliche Steuereinnahmen in 2017

Nach konservativen Schätzungen des Blockchain Center der Frankfurt School (FS) of Finance & Management wird der deutsche Staat für 2017 zusätzliche Steuern in Höhe von 726 Millionen Euro durch den Handel mit Kryptowährungen einnehmen. Das entspricht etwa 1 % des gesamten Einkommensteueraufkommens aus dem Jahr 2016.

Von der großen medialen Aufmerksamkeit des Bitcoin wird in den nächsten Monaten auch der Fiskus profitieren. Laut einer aktuellen Schätzung sollen für das Vorjahr mindestens 726 Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen eingenommen werden. Grundlage dieser Schätzung ist die Menge aller blockchain-basierten Vermögensanlagen in Höhe von rund 460 Milliarden Euro im Jahr 2017. Der Anteil deutscher Anleger soll dabei zirka 3,5 % betragen. Dazu kommt die konservative Annahme, dass lediglich 15 % der Wertsteigerung realisierte steuerpflichtige Einkünfte darstellen. Daraus ergeben sich 2,42 Milliarden Euro, die zusätzlich von den Anlegern versteuert werden müssen. Bei einem durchschnittlichen Ertragssteuersatz von 30 % errechnen sich somit rund 726 Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen, wie das FS Blockchain Center berechnet hat.

Wer vor dem Jahreswechsel bei den enormen Kurszuwächsen erfolgreich mit Kryptowährungen gehandelt hat, muss spätestens bei der nächsten Steuererklärung sehr vorsichtig sein. Wer seine Einnahmen nicht vollumfänglich deklariert, kann sich wegen der enormen Schwankungen und somit der großen Gewinne vergleichsweise schnell strafbar machen. Verantwortlich für den jetzigen Zustand ist nach Ansicht der Autoren auch der deutsche Staat. Dieser sei nun gefordert, zeitnah „klare Rahmenbedingungen für die Besteuerung von Kryptowährungsgewinnen zu schaffen“.

Das Problem: In Bezug auf die steuerliche Behandlung gibt es bis dato noch keine abschließende rechtliche Einordnung blockchain-basierter Vermögenswerte. Für viele Steuerpflichtige entstünden dadurch erhebliche Unsicherheiten. Bei einem Anteil des Einkommensteueraufkommens von rund 1 % aus dem Jahr 2016 ist ohne Zweifel ein „dringender Handlungsbedarf“ gegeben, wie Klaus Himmer und Philipp Sandner warnend in ihrer Studie festhalten.



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