Corona Marktupdate Bitcoin auf Bodensuche, Wirtschaftsweisen berechnen den Worst Case

Moritz Draht

von Moritz Draht

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Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Die Märkte verschnaufen aktuell von den Turbulenzen der vergangenen Wochen und sind weiterhin auf Bodensuche. Sowohl die klassischen Märkte als auch der Krypto-Markt drehen momentan ins Plus. Diese Ruhe wird aber von den jüngsten Konjunkturaussichten der Wirtschaftsweisen gestört, die ein düsteres Zukunftsszenario zeichnen.

Die jüngsten Entwicklungen der Corona-Krise und die Auswirkungen auf die traditionellen Märkte, den Bitcoin-Kurs und das Krypto-Ökosystem im Corona Marktupdate.

Coronavirus und die internationale Lage

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat in einem Sondergutachten die gesamtwirtschaftliche Lage angesichts der Corona-Pandemie beschrieben. Die Wirtschaftsweisen rechnen mit drastischen konjunkturellen Einbrüchen und haben mehrere Szenarien abhängig von der Dauer des aktuellen Lockdowns entwickelt.

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Im sogenannten Basisszenario erwartet der Sachverständigenrat für das Jahr 2020 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von -2,8 Prozent. Im Risikoszenario hingegen, bei dem die Produktion über den Sommer hinaus still stehen würde, kalkulieren die Wirtschaftsweisen ein BIP-Wachstum für das Jahr 2020 von -5,4 Prozent. Dass Deutschland auf eine Rezession zusteuert, sei demnach unausweichlich. Wie stark diese jedoch ausfällt, hängt davon ab, in welchem Zeitraum die Pandemie bewältigt wird und wie lange die geltenden Auflagen bestehen. 

Laut Wirtschaftswissenschaftler Lars Feld sei es nun wichtig, dass die Regierung im Austausch mit der Wirtschaft praktikable Exit-Strategien entwickelt:

Voraussetzung für eine Rückkehr auf den Wachstumskurs ist die Eindämmung der Corona-Infektionen, sodass sich das soziale und wirtschaftliche Leben normalisiert. Eine klar kommunizierte Normalisierungsstrategie kann die Erwartungen der Unternehmen und Haushalte stabilisieren und die Unsicherheit verringern.

Das Parlament in Ungarn hat gestern, am 30. März, derweil ein Notstandsgesetz verabschiedet, das es Regierungschef Viktor Orbán erlaubt, praktisch ohne parlamentarische Kontrolle und auf unbestimmte Zeit das Land zu regieren. Laut dem Gesetz „Zum Schutz vor dem Coronavirus“ drohen bei Missachtung der geltenden Auflagen und bei Verbreitung von „Falschmeldungen“ bis zu fünf Jahre Haft. Das Gesetz hebelt demokratische Grundprinzipien und die Pressefreiheit im Land weitestgehend aus und überträgt der Regierung unter Orbán weitreichende Vollmachten.

Klassische Märkte

An den Aktienmärkten herrscht weiterhin eine hohe Volatilität. So lag die Schwankungsbreite des deutschen Leitindex am gestrigen Handelstag bei knapp 400 Punkten. Nachdem der DAX zwischenzeitlich auf 9.453,79 Punkte krachte, konnte er seine Verluste aber wieder wettmachen und letztlich mit einem Plus von 1,9 Prozent bei 9.815,97 schließen. Somit verfehlte der DAX zwar die Marke von 10.000 Punkten, konnte aber bei seinem Tageshoch schließen. Bei Börsenöffnung startet der DAX mit einem Gewinn von 1,65 Prozent bei 9.977,72 Punkten.

Auch an den US-Börsen haben die Bullen derzeit das Ruder in der Hand. Der US-Leitindex Dow Jones schloss mit einem Gewinn von 3,19 Prozent bei 22.327,48 Punkten, während der S&P 500 85,18 Punkte zulegen konnte und somit um 3,35 Prozent auf 2.626,65 Zähler kletterte. Die Tendenz könnte aber nur kurz währen, schließlich hat Präsident Donald Trump die geltenden Social-Distancing-Regelungen bereits um einen Monat vom 30. März auf Ende April verlängert, was mit weiteren wirtschaftlichen Einbrüchen einhergehen dürfte. Bei Handelsbeginn können beide Indizes jedoch erneut mit leichten Gewinnen starten. Der Dow Jones beginnt mit einem Plus von 0,31 Prozent bei 22.397,60 Punkten, während der S&P 500 immerhin bei 2.634,00 Zählern um 0,28 Prozent im Plus liegt.

Bitcoin & Co.: Krypto-Markt zeigt Bodenbildungstendenzen

Nach wie vor zeigt sich eine Korrelation der klassischen Märkte und des Krypto-Markts. Die Abkopplungstendenz des Krypto-Markts gegenüber den traditionellen Aktienmärkten schien nur eine kurze. Von der derzeitigen Erholung an den klassischen Märkten kann der Krypto-Markt aber aktuell profitieren und zeigt sich im Vergleich zu den vergangenen Wochen weniger volatil und erste Bodenbildungstendenzen.

Der Bitcoin-Kurs konnte in den letzten 24 Stunden 3,1 Prozent zulegen und notiert aktuell bei 6.403 US-Dollar. Auch die Altcoins liegen derzeit im Plus. So konnte der Ether-Kurs (ETH) im Tagesvergleich um 1,1 Prozent auf 130,97 US-Dollar aufholen, während der XRP-Kurs um 1,2 Prozent auf 0,171 US-Dollar klettert. Auch die Kryptowährung des Internet of Things, IOTA (MIOTA), steigt um 2,8 Prozent auf 0,141 US-Dollar.

Technische Analyse des Bitcoin-Kurs

Die technische Analyse zum Bitcoin-Kurs von Chief Analyst Dr. Philipp Giese

Wieder bewegt sich der Bitcoin-Kurs im Tageschart seitwärts. Immerhin: Er hält sich stabil über dem gleitenden Mittelwert der letzten 200 Wochen. Der Bitcoin-Kurs schafft es jedoch zur Zeit nicht, aus dem Krebsgang auszubrechen. Auch seitens der Indikatoren ist die Situation neutral einzuschätzen: Der MACD steigt zwar an und ist nun positiv, RSI und Aroon führen jedoch zu einer neutralen Einschätzung. Wir bleiben deshalb mittelfristig betrachtet bei den Handelsempfehlungen von gestern:

  • Long-Position: Entry 7.139,00 US-Dollar, Target bei 7.988,78 US-Dollar, Stop Loss bei 6.726,47 US-Dollar.
  • Short-Position: Entry bei Fall unter 5.593,03 US-Dollar, Target bei 5.016,53 US-Dollar, Stop Loss bei 5.918,71 US-Dollar.

Tages- und Stundenchart auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf der Börse Bitstamp erstellt

Deutlich dynamischer ist die Situation im Stundenchart. Kurzfristig hat sich seit gestern viel getan und das Long-Szenario wurde eingeleitet. Der Bitcoin-Kurs konnte über die Resistance bei 6.258,77 US-Dollar steigen. Etwas Sorgen macht die Situation mit Blick auf die Indikatoren. Diese sind zwar insgesamt noch in bullishen Gefilden, jedoch können der sinkende MACD, der fallende RSI und das schwächer werdende Aroon-Up-Signal zu einer Konsolidierung führen. Insgesamt kommen wir dennoch zu einer eher bullishen Einschätzung:

  • Long-Position: Sofern man nicht die gestrige weiter fortsetzt, wäre der Entry bei 6.524,36 US-Dollar, Targets bei 6.644,90 US-Dollar und 6.842,83 US-Dollar, Stop Loss bei 6.360,32 US-Dollar.
  • Short-Position: Entry bei Fall unter 6.258,77 US-Dollar, Target bei 5.805,82 US-Dollar, Stop Loss bei 6.360,32 US-Dollar.

Marktvisualisierung

Die Aufwärtstendenz der vergangenen Tage setzt sich am Krypto-Markt fort und so bewegen sich aktuell sämtliche Kryptowährungen im Plus, wie sich der Marktvisualisierung von coin360 entnehmen lässt:

 

Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Charts am 31.03.2020 mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,91 Euro.

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