Auf Schatzsuche: Wer findet als erstes die Million in Bitcoin?

Quelle: Shutterstock

Auf Schatzsuche: Wer findet als erstes die Million in Bitcoin?

Eine mysteriöse Schatzsuche geistert durch Krypto-Twitter. So verspricht sie, überall auf der Welt Private Keys versteckt zu haben. Mit diesen sollen Bitcoin im Wert von aktuell einer Million US-Dollar auffindbar sein. Doch dazu müssen erstmal mindestens 400 der 1.000 Puzzleteile gefunden werden. 

Es liest sich wie aus einem Science-Fiction-Roman: Über einen Blockstream-Satellit erfährt ein Twitter-User von einer Schatzsuche. In den Schatztruhen sind genug Bitcoin, um sich zur Ruhe zu setzen:

Nicht einfach die horrende Summe, sondern der insgesamt sehr mysteriöse Charakter dieser Botschaft begeistert Krypto-Schatzsucher weltweit. Eine Botschaft, die über einen Blockstream-Satellit geschickt wurde und in der es nicht einfach um einen einzigen Private Key geht. Über sogenanntes Shamir Splitting hat der mysteriöse Initiator dieser Schatzjagd den Private Key in 1.000 Splitter aufgeteilt. Wen jetzt der Mut verlässt: Erstens benötigt ein eifriger Schatzsucher „nur“ 400 dieser Splitter, um den Private Key wiederherzustellen. Zweitens soll es auf einer Website beziehungsweise über einen Newsletter immer wieder Hinweise geben. In einem eher mysteriösen Announcement of Announcements wurden die ersten Hinweise schon angekündigt:

Verschiedene GPS-Koordinaten versprechen die ersten Teile des Puzzles. Dann braucht es also nach dem 17. April nur noch mindestens 397 Teile.

Bitcoin-Schatzsuche, Alternate Reality Game oder Honeypot?

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Bei dieser Schatzsuche handelt es sich beileibe nicht um die erste im Bitcoin-Ökosystem. Jüngst berichteten wir von einer Schatzsuche, bei der es 310 BTC zu finden galt. Schon ein Jahr zuvor hat ein anderer Künstler Private Keys in mehreren LEGO-Gemälden versteckt.

Das Gesamtbild ist hier jedoch etwas Besonderes: Man weiß bisher noch nicht, wer dahinter steckt, die Übertragung über einen Satelliten von Blockstream ist ein Novum und auch der weltweite Charakter ist etwas Besonderes. Kein Wunder also, dass viele von dieser Schatzsuche begeistert sind.

Handelt es sich hier tatsächlich um eine Möglichkeit, umgerechnet eine Million US-Dollar in Bitcoin zu finden? Nicht alle teilen diesen Enthusiasmus und befürchten eher kriminelle Machenschaften:

Sehr mysteriös mutet jedenfalls an, dass Interessierte für Neuigkeiten die eigene Handynummer hinterlassen müssen. Bei aller Begeisterung für eine derartige Schatzsuche kann man die Sorge von miro, es handle sich hier nur um einen Honeypot, der Bitcoiner anlocken soll, verstehen.

Selbst wenn man beide Extreme meiden möchte, erinnert die Aktion an ein Alternate Reality Game. Bei dieser Form von Spiel nutzen die Initiatoren verschiedenste Medien, damit für jene, die partizipieren, die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt. Man fühlt sich an das mysteröse Cicada 3301 erinnert, einem Projekt, das angeblich mithilfe von weltweit stattfindenden Rätseln hochintelligente Menschen für eine Art Geheimgesellschaft gesucht hat. Das Projekt Cicada 3301, von welchem es seit knapp zwei Jahren nun keine Neuigkeiten gab, hat ebenfalls einen starken Cypherpunk-Background. Der Vergleich drängt sich also auf.

Ob es nun eine wirkliche Schatzsuche, ein Alternate Reality Game oder ein Lockmittel für Bitcoin-Millionäre ist, kann man zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. Sicherlich wäre Interessierten geraten, ein wenig abzuwarten, ob und was im Kontext der ersten Hinweise geschieht. Ebenso sollte man gegebenenfalls über ein Zweit-Handy für dieses Projekt nachdenken.

Update: Inzwischen hat sich geklärt, dass hinter dieser Schatzsuche in der Kryptoszene bekannte Personen stehen:

Insbesondere Wheatpond mag einigen als einer der Editoren hinter dem Proof of Work Newsletter bekannt sein. Die Gefahr, dass es sich dabei um ein Lockmittel für Bitcoiner handelt, scheint damit nicht zu bestehen, zumindest nicht seitens der Initiatoren.

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

TenX-Updates und AMA: Viel Wind um nichts
TenX-Updates und AMA: Viel Wind um nichts
Szene

TenX-CEO Tobias Hoenisch stellt sich in einem sogenannten AMA (ask me anything, etwa „frag mich irgendetwas“) Fragen der Community. Zwischen PR-Sprech und Appeasement wird klar: Das Start-up aus Singapur steht vor gewaltigen Herausforderungen.

Der Fall Kleiman: US-Gericht droht mit Sanktionen gegen Craig Wright
Der Fall Kleiman: US-Gericht droht mit Sanktionen gegen Craig Wright
Insights

Craig Wright bleibt die Offenlegung von Bitcoin-Adressen in seinem Besitz am letzten Verhandlungstermin schuldig. Es drohen gerichtliche Sanktionen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    TenX-Updates und AMA: Viel Wind um nichts
    TenX-Updates und AMA: Viel Wind um nichts
    Szene

    TenX-CEO Tobias Hoenisch stellt sich in einem sogenannten AMA (ask me anything, etwa „frag mich irgendetwas“) Fragen der Community. Zwischen PR-Sprech und Appeasement wird klar: Das Start-up aus Singapur steht vor gewaltigen Herausforderungen.

    Wie man mit Stable-Coin-Arbitrage Gewinne generiert
    Wie man mit Stable-Coin-Arbitrage Gewinne generiert
    Sponsored

    Stable Coins wie USDT, PAX, TUSD, USDC oder DAI Maker gelten beim Bitcoin-Trading als sicherere Häfen. Die Stable-Coin-Arbitrage bietet zudem eine Möglichkeit, mit dem Handel der „stabilen Münzen“ Gewinne zu generieren.

    TechCrunch-Gründer verkauft millionenschwere Immobilie über Blockchain
    TechCrunch-Gründer verkauft millionenschwere Immobilie über Blockchain
    Tech

    Die Blockchain-Technologie bringt frischen Wind in den Immobilienhandel. Auch Häuser können nun mithilfe von Distributed Ledger den Besitzer wechseln. Jüngst machte auch der Gründer der Newsseite TechCrunch von dieser Möglichkeit Gebrauch.

    Fisco: Japanische Finanzbehörde FSA straft Bitcoin-Börse ab
    Fisco: Japanische Finanzbehörde FSA straft Bitcoin-Börse ab
    Regulierung

    Japans Finanzbehörde FSA übt Kritik an Fisco. Bei Fisco handelt es sich um die Betreibergesellschaft der Bitcoin-Börse Zaif, die im September 2018 Ziel eines Hacking-Angriffs wurde. In einem Bericht ist die Rede von fehlender regulatorischer Compliance.

    Angesagt

    Zcash-Update soll Skalierung deutlich verbessern
    Altcoins

    Der Privacy Coin Zcash hat eine Lösung für die Skalierbarkeit angekündigt. Mit einem Sharding-Protokoll inklusive neuer Blockchain soll die Welt künftig bezahlen können.

    Bitcoin-Regulierung: Die Forderungen der FATF
    Regulierung

    Das Thema Bitcoin-Regulierung wird auf internationaler Ebene konkreter. Die Anti-Geldwäsche-Organisation Financial Action Task Force (FATF) sieht vor, dass Krypto-Exchanges Transaktionsinformationen über Empfänger und Absender speichern und bei Bedarf offenlegen sollen. Die neuen Richtlinien sollen sowohl Anbieter von Krypto-Services als auch Regierungen in die Pflicht nehmen.

    Bitcoin-Mining-Verbot in Iran: Stromverbrauch stark angestiegen
    Bitcoin

    Da der jährliche Stromverbrauch um sieben Prozent gestiegen ist, erklärt die iranische Elektrizitätsagentur das Bitcoin Mining für illegal. Damit steht eine der wichtigsten Möglichkeiten zur Bitcoin-Beschaffung unter Strafe.

    BIZ warnt: Big-Techs könnten Stabilität gefährden
    Regulierung

    Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt in ihrem jüngsten Bericht davor, dass sich weltweite Tech-Konzerne zu systemrelevanten Finanzakteuren entwickeln. Gleichzeitig jedoch besäßen Facebooks Libra & Co. mit Blick auf finanzielle Inklusion und Effizienz wegweisendes Potential für die Branche. Vonseiten der Gesetzgeber gelte es deshalb nun, entsprechende Bedenken gegenüber den ‚Big-Techs‘ – etwa in den Bereichen Datenschutz und Wettbewerbsrecht – auszuräumen.

    ×

    Du bist Anfänger und möchtest einfach in Bitcoin & Krypto investieren? Wir empfehlen eToro!

    CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko. 66% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln.