Stellar bringt mit "Zipper" ein wichtiges Netzwerk-Upgrade an den Start. Kann XLM daraus neuen Rückenwind ziehen?
Stellar bringt mit "Zipper" ein wichtiges Netzwerk-Upgrade an den Start. Kann XLM daraus neuen Rückenwind ziehen?
Immer mehr Vermögenswerte werden auf Blockchains tokenisiert. Stellar zählt dabei inzwischen zu den größten Netzwerken.
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Die Marshallinseln verbinden Sozialpolitik mit Blockchain-Infrastruktur und zahlen ein landesweites bedingungsloses Grundeinkommen. Warum Stellar dabei eine zentrale Rolle spielt und weshalb das Modell weit über den Pazifik hinaus Beachtung finden könnte, erklärt Finanzminister David Paul im exklusiven Gespräch mit BTC-ECHO.
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Krypto-Anleger drücken nach einem neuen Bitcoin-Allzeithoch auf die Bremse. Am Altcoin-Markt heben einige Ausreißer derweil ab – allen voran Stellar.
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Stellar (XLM) ist ein dezentrales Zahlungsnetzwerk mit dem Ziel, grenzüberschreitende Geldtransfers schnell, günstig und zugänglich zu machen. Anders als bei Bitcoin oder Ethereum steht bei Stellar nicht die Spekulation im Vordergrund, sondern der praktische Einsatz für internationale Überweisungen und die Tokenisierung realer Vermögenswerte. Die native Kryptowährung Lumen (XLM) wird für Transaktionsgebühren und Mindestreserven im Netzwerk benötigt und kann optional als Brückenwährung bei grenzüberschreitenden Transfers eingesetzt werden.
Stellar wurde 2014 von Jed McCaleb und Joyce Kim ins Leben gerufen. McCaleb hatte zuvor entscheidend zur Entstehung von zwei anderen bekannten Projekten beigetragen: Er gründete die Krypto-Börse Mt. Gox, die er 2011 verkaufte und war Mitgründer von Ripple. Nach seinem Ausscheiden bei Ripple entwickelte er mit Stellar ein Netzwerk, das ähnliche Ziele verfolgt, jedoch auf eine gemeinnützige Trägerorganisation setzt. Die Stellar Development Foundation (SDF) mit Sitz in San Francisco erhielt zu Beginn einen erheblichen Teil der XLM-Bestände und finanziert seitdem die Weiterentwicklung des Protokolls sowie Programme zur finanziellen Inklusion.
Das technische Kernstück von Stellar ist das Stellar Consensus Protocol, kurz SCP. Im Gegensatz zu Proof of Work oder klassischen Proof-of-Stake-Ansätzen basiert SCP auf einem Federated Byzantine Agreement. Dabei legt jeder Netzwerkknoten selbst fest, welchem anderen Knoten er vertraut, dem sogenannten Quorum Slice. Konsens entsteht, wenn sich überlappende Vertrauensmengen im gesamten Netzwerk einigen. Das macht SCP energieeffizient und ermöglicht schnelle Finalisierungszeiten von wenigen Sekunden. Im Unterschied zu XRP, das einen ähnlichen Ansatz verfolgt, ist Stellar stärker auf Open-Source-Beteiligung und dezentrale Governance ausgerichtet.
Die Kryptowährung Lumen (XLM) erfüllt im Stellar-Netzwerk mehrere Funktionen. Erstens erfordert jedes Stellar-Konto eine Mindestreserve (Basisreserve: 0,5 XLM je Account-Eintrag, für ein normales Konto minimal 1 XLM), die nicht für Transaktionen genutzt werden kann und dem Schutz vor Spam-Konten dient. Zweitens werden XLM für winzige Transaktionsgebühren verwendet, die deutlich unter einem Cent liegen. Drittens kann XLM optional als Brückenwährung bei Wechselkurs-Transaktionen eingesetzt werden, wenn kein direktes Handelspaar zwischen zwei Währungen oder Tokens besteht. Diese Funktion ist besonders relevant für Remittance-Zahlungen in Märkten, in denen direkte Währungspaare nicht liquide genug sind.
Stellar hat sich in den letzten Jahren als Netzwerk für die Tokenisierung von Vermögenswerten positioniert. Auf Stellar können beliebige Vermögenswerte als Token abgebildet werden, darunter Währungen, Anleihen, Aktien oder Rohstoffe. Circle hat Stellar als eines der Netzwerke gewählt, auf dem USDC ausgegeben wird. Franklin Templeton hat auf Stellar seinen tokenisierten Geldmarktfonds BENJI ausgegeben. Auch WisdomTree nutzt das Stellar-Netzwerk für tokenisierte Anlageprodukte. Zudem hat die Stellar Development Foundation mit dem UNDP Partnerschaften für digitale Zahlungslösungen in Entwicklungsländern geschlossen.
Die gemeinnützige Stellar Development Foundation finanziert die Protokollentwicklung, fördert Projekte im Stellar-Ökosystem und betreibt Programme zur finanziellen Inklusion in Entwicklungsländern. Die SDF hält einen erheblichen Teil der XLM-Gesamtmenge und gibt diese schrittweise für Förderprogramme und Partnerschaften aus. Das Stellar-Protokoll bietet mit Soroban eine Smart-Contract-Plattform, die DeFi-Anwendungen und programmatische Real-World-Asset-Lösungen ermöglicht. XLM ist an zahlreichen großen Krypto-Börsen handelbar.