World Bee Project: Mit Blockchain gegen Bienensterben

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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Das World Bee Project hat sich Unterstützung von Tech-Riese Oracle geholt. Mit Hilfe der Blockchain-Technolgie soll ein neues Gütesiegel für Honig entstehen. Eine stille Kampfansage
gegen das Bienensterben.

In einer global vernetzten Welt kaufen wir im Supermarkt Produkte, an deren Herstellung oft viele Länder und Menschen beteiligt sind. Leider wissen wir nur selten, wo die einzelnen Bestandteile herkommen. Auch nicht unter welchen Bedingungen diese hergestellt werden. Geht es um umweltverträgliche Produktion, verlassen wir uns auf diverse Biosiegel. Was menschenwürdige Arbeitsverhältnisse angeht, setzen wir auf FairTrade. Geht es um das Herkunftsland, so lesen wir auf der Plastikverpackung darüber. Doch die Supply Chain eines Produktes ist unsagbar lang und kompliziert. Am Ende müssen wir dem Vertrauen, was Texte oder Siegel suggerieren. Um das Vertrauen zu stärken und den Produktionsprozess transparenter zu machen, wird die Blockchain-Technologie nicht nur im Nahrungsmittelsektor immer häufiger eingesetzt: Beim Verschiffen von Gütern, Nestlé bei Babybrei, BMW bei Kobaltproduktion oder Walmart in puncto Lebensmittelsicherheit. Auch das World Bee Project (WBP) arbeitet nun mit Oracle an einer Blockchain-Lösung, um die Supply-Chain von Honig transparenter zu gestalten.

BeeMark und Überwachung


Die Biene gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Tieren der Erde. Ihr flüssiges Gold steht bei unzähligen Menschen auf dem Frühstückstisch. Zusammen mit dem kalifornischen Tech-Giganten Oracle will das WBP das Gütesiegel „BeeMark“ aus der Taufe heben. Das Label soll anzeigen, ob Honig aus ökologischen und nachhaltigen Quellen stammt. Ferner plane das WBP Umweltfaktoren zu überwachen. Das soll beispielsweise durch Überwachungssysteme in Bienenstöcken erfolgen, berichtet das Szenemagazin cointelegraph.com. Letztlich solle das Bienensterben mit Hilfe dieser Blockchain-Initiative ergründet werden.

Das World Bee Project

„Das World Bee Project hat globale Ambitionen, spricht Probleme und Chancen allerdings auf lokaler Ebene an. Wir sind nachhaltig arbeitende Imker aus London, haben Bienenhäuser sowohl auf dem Land als auch in der Stadt. Wir sind begeistert davon, dass wir unsere Daten und unser Wissen in das größer gedachte World Bee Project einfließen lassen können“,

so Dale Gibson, Gründer von Bermondsey Street Bees in London.

Die globalen Ambitionen des WBP werden beim Anblick der Fakten offenkundig. 87 Prozent aller blühenden Pflanzen sind von Bestäubern abhängig. 77 Prozent der weltweit verfügbaren Lebensmittel gäbe es ohne Bestäuber nicht. Und weltweit basiert allein die Arbeit von 1,4 Milliarden Menschen auf dem Beitrag der Bestäuber. Welch sinnvoller Einsatz also von dieser neuartigen Blockchain-Technologie.

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