Blockchain-Projekt für Lebensmittelsicherheit: Walmart kooperiert mit VeChain

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Blockchain-Projekt für Lebensmittelsicherheit: Walmart kooperiert mit VeChain

VeChain arbeitet offenbar mit Walmart an einem Projekt zur Rückverfolgung von Lebensmitteln. Das Blockchain-Unternehmen mit Sitz in Singapur bietet damit einen Blockhain-Anwendungsfall mit großem Potenzial. Der Preis des VeChain-Coins (VET) ging schlagartig in die Höhe, nachdem die Nachricht durchgesickert war.

Die neue Partnerschaft ging zunächst aus einem Post auf LinkedIn von Tom Foth, Senior Director von PricewaterhouseCoopers (PwC), hervor. Walmart, VeChain und PwC haben die Rückverfolgung von Lebensmitteln, die Walmart in China verkauft, bekanntgegeben, erklärte Tom Foth in seinem Post. VeChain stelle dafür die Blockchain-Technologie zur Verfügung.

Die VeChain-Community hat die Neuigkeit begeistert aufgenommen. Infolgedessen schoss der Preis von VET in den frühen Morgenstunden (MEZ) in die Höhe. CEO Sunny Lu hielt sich zunächst bedeckt und twitterte:

Es ist nicht nur eine „Partnerschaft“, sondern ein Live-Projekt und eine Live-Anwendung mit nützlichen Transaktionen, die die Verbraucher sehen. (…) Ich möchte wirklich auf die offizielle Veröffentlichung warten. Die PwC-Freunde sind sehr stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.

Inzwischen erklärte die VeChain-Stiftung, dass sie mit der Einführung der ersten Charge von 23 Produktlinien begonnen hat, die sie auf der Blockchain-Plattform testen. Bis Ende 2019 sollen weitere 100 Produktserien aus zehn Lebensmittelkategorien dazukommen, darunter Frischfleischprodukte, Reis, Pilze und Speiseöl. Walmart China plant entsprechend bis Ende 2020 die Rückverfolgung von 50 Prozent des Umsatzes an verpacktem Frischfleisch, 40 Prozent des verpackten Gemüses und 12,5 Prozent des Umsatzes von Fisch und Meeresfrüchten.

Blockchain-Lösungen für Lebensmittelsicherheit

Mit Hilfe von VeChains Blockchain-Technologie will Walmart die Lieferketten seiner Produkte verifizieren und transparenter machen. Auf diese Weise möchte der Einzelhandelsriese das Vertrauen bei den Verbrauchern steigern. Konkret soll es den Kunden möglich sein, Lebensmittel direkt via WeChat in den Geschäften zu scannen. WeChat ist indes ein vor allem in China verbreiteter Chat-Dienst für Smartphones. Durch das Scannen der gewünschten Produkte können die Kunden dabei detaillierte Informationen erhalten. Dies können Herkunft, Logistikprozesse, Produktprüfberichte und weitere Datenpunkte sein.

Mehr Transparenz dank Blockchain

Man gründete VeChain im Juni 2015 mit dem Ziel, reale Anwendungen mit Public Blockchains zu schaffen. Im Fokus steht dabei das Supply Chain Management. Hersteller können ihren Produkten dadurch eindeutige Kennungen auf der Plattform zuweisen und so Herkunft und Bewegung in den Lieferketten verfolgen. In der Vergangenheit hat das Unternehmen bereits Aufmerksamkeit durch einige vielversprechende Partnerschaften erhalten. So wurde beispielsweise 2018 bekannt, dass VeChain gemeinsam mit der Regierung in Shanghai eine Blockchain-Lösung zum Schutz vor Arzneimittel-Betrug entwickelt. Aktuell arbeitet das Blockchain-Unternehmen zusammen mit BMW an Lösungen gegen Tachometerbetrug.

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