Wie unorthodoxe Geldpolitik Bitcoins Wachstum begünstigt

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

Quelle: Shutterstock

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Negative Renditen auf Staatsanleihen, Asset-Kaufprogramme der Zentralbanken und die Politisierung der Notenbanken. Wieso das makroökonomische Marktumfeld Bitcoin in neue Höhen schicken wird.

„Wenn ihr mich in einen Raum einsperren würdet, könnte ich mir kein besseres Makro-Umfeld vorstellen, als das, was wir jetzt haben“.


Brendan Bernstein, seines Zeichens Bitcoiner und Co-Founder des Krypto-Hedgefonds Tetra Capital, legt auf der Bitcoin 2019 Conference schlüssig dar, wieso die makroökonomische Lage der ideale Nährboden für Bitcoins Ausbreitung ist. Wir haben die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Zunächst sei Bitcoins Wachstum nicht gottgegeben, wie so mancher behauptet. Viel mehr seien Kurszuwächse schlicht Ausfluss aus exogenen Faktoren wie geopolitischen Gegebenheiten und der allgemeinen Entwicklung des Geldsystems. Nach Lage der Dinge spricht beides für ein zunehmend positives Wachstum der Kryptowährung Nr. 1. Wieso?

Zentralbanken geht das Pulver aus

Quantitative Easing (QE), Modern Monetary Theory, Niedrigzinsumfeld. Man wird das Gefühl nicht los, dass einem die Begriffe dafür ausgehen, was Zentralbanken weltweit betreiben: Geld drucken. Seit über zehn Jahren ist es weltweiter Usus der Notenbanken, die Geldmenge sukzessive zu erhöhen. Das Kalkül dabei: Konsum und Investitionen müssen auf einem hohen Niveau bleiben. Sonst drohe Rezession und Arbeitslosigkeit.

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In der Regel führt expansive Geldpolitik sodann auch zu Inflation. Doch die bleibt aktuell aus. Die EZB etwa verfehlt seit Jahren ihr Mandat die Inflation bei „nahe, aber knapp unter zwei Prozent“ zu halten. Doch lange wird sie nicht mehr auf sich warten lassen, wie Ökonom Hans-Werner Sinn auf der Unchain-Konferenz erläutert hat.

Als wäre dies noch nicht genug, zeichnet sich global ein gefährlicher Trend der politischen Einflussnahme in die eigentlich neutrale Notenbankpolitik ab: Trump wettert gegen EZB-Chef Draghi und wirft ihm eine bewusste Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar vor.

Seine Antwort: Die FED sollte dabei nicht tatenlos zusehen. Oder anders ausgedrückt: Auch die US-Notenbank sollte seiner Meinung nach weiterhin Zinsen senken. Auch die Entlassung des türkischen Notenbank-Präsidenten Murat Cetinkaya ist ein alarmierendes Signal politischer Einflussnahme auf die Währungspolitik.

Was das mit Bitcoin zu tun hat

Was der Welt aktuell mehr denn je fehlt ist ein sicherer Hafen. Die Unwägbarkeiten von scheinbar willkürlichen politischen Entscheidungen auf die Geldwertstabilität und das makroökonomische Umfeld sorgt unter Anlegern für großes Unbehagen. Zwar bäumt sich der Aktienmarkt aufgrund des niedrigen Zinsumfelds abermals gegen eine drohende Rezession auf. Wie lange das indes noch gut geht, steht auf einem anderen Stern.

Wie Bernstein herausstellt, kann eine der Alternativen Bitcoin heißen. Denn als Gegenentwurf zu „Easy Money“ ist Bitcoin als seltenstes Assets der Menschheitsgeschichte die Hartgeldalternative zu Zentralbankgeld. Wenn Fiatgeld seine Wertspeicherfunktion aufgrund von Inflation (siehe Türkei) nicht mehr erfüllen kann, wird Bitcoin auch für traditionelle Investoren interessant. Gerade in Zusammenhang mit dem anstehenden Halving, also der Halbierung der BTC-Inflationsrate, dürfte sich Bitcoins Use Case als der beste Store of Value überhaupt in den nächsten paar Monaten manifestieren.

Um es zusammenzufassen: Wir haben einen perfekten Sturm für Bitcoin am Horizont. Wir brauchen dafür nicht die Ideologie von Bitcoin-Maximalisten. Wir brauchen nur weiterhin verantwortungsloses Verhalten der Regierungen. Menschen werden Bitcoin kaufen, weil es Profit bringt und weil sie ein Mittel brauchen um Wohlstand zu bewahren.

Brendan Bernstein.

In kurz: Bitcoins Wachstum beruht auf einfachen ökonomischen Anreizen; die aktuelle Situation beschleunigt es allerdings enorm.

Die gesamte Präsentation findet ihr hier.

Disclaimer: Ein Teil des folgenden Artikels enthält Vorschläge, um am Krypto-Markt und Bitcoin-Kurs teilzunehmen. Für eventuelle Verluste kann nicht gehaftet werden, der Krypto-Markt ist unberechenbar und hoch volatil.


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