Libra Wie man mit Geld mehr Geld macht

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

facebook chef markt zuckerberg winkt auf rotem hintergrund

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Libra, die geplante Kryptowährung aus dem Hause Facebook, ist als Stable Coin konzipiert. Neue Informationen zeigen, wie der Zuckerberg-Konzern daraus Profit schlagen will.

Libra oder der „Facebook-Coin“ ist ein umstrittenes Projekt. Die geplante Kryptowährung, die als Stable Coin Verwendung im internationalen Zahlungswesen finden soll, stieß bei Behörden wie bei Datenschützern auf Stirnrunzeln. Zwei Fragen, die sich unweigerlich aufdrängen, sind: Ein privates Milliardenunternehmen, das für seinen freizügigen Umgang mit Kundendaten bekannt ist, soll eine allgemein verwendbare Währung herausgeben – kann das gut gehen? Und: Warum hat Facebook ein so großes Interesse daran, das zu tun? Auf letztere Frage gibt es nun eine (wenig überraschende) Antwort.

Facebook will mit Libra abkassieren

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Wie aus einer Abschrift einer Facebook-Shareholder-Versammlung hervorgeht, wurde Mark Zuckerberg am Mittwoch gefragt, welchen finanziellen Vorteil das Libra-Projekt für Facebook haben solle.

Zuckerberg antwortete darauf, dass er davon ausgehe, dass die Kryptowährung Werbung auf Facebook effektiver machen könne. Dabei zielt er vor allem auf Unternehmen ab, die auf Facebook Werbung schalten – sie sollen durch Libra mehr Kunden erreichen können, wodurch wiederum der Anteil, den Facebook davon bekommt, größer werden soll.

Hier sei vor allem die Möglichkeit vielversprechend, dass Nutzer, die Werbung auf Facebook bekommen, die Produkte auch direkt mit der integrierten Kryptowährung Libra bezahlen können. Das wiederum steigere den Wert der Werbeplätze, für die bei Facebook keine Preise festgesetzt sind. Vielmehr können sich Unternehmen diese ersteigern.

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Das bedeutet letztlich auch, [….], dass, wenn wir den Handel für Unternehmen effektiver gestalten [….] und jemand auf Werbung klickt, auch viel eher etwas kauft, weil er tatsächlich auch eine Zahlungsmöglichkeit hat, die funktioniert. Dann wird es prinzipiell auch für Unternehmen interessanter, mehr dafür zu bieten und wir sehen für die Werbung insgesamt steigende Preise.

Mark Zuckerberg

Insgesamt betonte der Facebook-Chef darüber hinaus, dass er davon ausgehe, dass Libra „eine großartige Sache für Menschen auf der ganzen Welt“ sei.

Ich glaube es wird alles in allem der Wirtschaft helfen. Wir werden dazu in der Lage sein, am Wertschöpfungsprozess teilzunehmen, indem wir höhere Preise auf Werbung setzen, wenn Unternehmen [unsere] Tools nutzen.

Mark Zuckerberg

Mehr zum „Zuck-Buck“

Libra war ursprünglich als Stable Coin konzipiert, der seinen Wert aus verschiedenen Währungen wie Euro, japanischer Yen, US-Dollar und ähnlichen beziehen sollte. Nachdem es dann jedoch internationale Kritik gehagelt hatte, ruderte der Facebook-Schwesterkonzern zurück. Zu Beginn des Jahres hatte das Unternehmen dann den Kurs gewechselt und verkündet, dass es stattdessen mehrere gesonderte Stable Coins herausgeben will. Doch auch hier stieß das in der Schweiz gemeldete Unternehmen auf Gegenwehr – vor allem die US-Börsenaufsicht meldete Zweifel ob der regulatorischen Klarheit des Projektes an.

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