Von wegen Mining-Kapitulation – Bitcoins Hash Rate erreicht Allzeithoch

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Bitcoin-Mining Von wegen Mining-Kapitulation – Bitcoins Hash Rate erreicht Allzeithoch

Die Hash Rate des gesamten Bitcoin-Ökosystems stieg auf über 100 Exahash. Damit testet sie zumindest das alte Allzeithoch, wenn sie nicht sogar ein neues erreicht hat. Was könnte der Grund für diese Entwicklung sein?

Eine der großen bearishen Argumente der letzten Monate war die Mining-Kapitulation. Laut dem Hash Ribbon, einem Indikator für die Vermessung der Mining-Aktivität, sollte alles nach Kapitulation aussehen.

Was bedeutet Hash Ribbon?

Das Hash Ribbon betrachtet die gleitenden Mittelwerte des letzten Monats und der letzten zwei Monate einer Hash Rate. Fällt der erstgenannte Mittelwert unter den zweitgenannten, spricht dies für einen nachhaltigen Rückgang der Hash Rate. Als bearishe Gründe werden dann verschiedene Varianten der Mining-Kapitulation angegeben. Wir haben uns Mitte November kritisch mit diesem Signal und den Interpretationen befasst.

Dass eine negative Entwicklung des Hash Ribbon nicht sofort zu einer Todesspirale der Miner führt, beweist die jüngste Aktivität der Miner. Am kürzesten Tag des Jahres konnte Bitcoins Hash Rate Höhen erklimmen, die dem Allzeithoch vom 23. Oktober 2019 Konkurrenz macht. Laut Bitinfocharts konnte diese sogar ein neues Allzeithoch erklimmen, während sie bei Blockchain.info leicht unter dem zuvor erreichten Allzeithoch liegt.


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Ob es nun ein neues Allzeithoch ist oder nicht: Die Hash Rate liegt über 100 EH/s. Das entspricht 100.000.000.000.000.000.000 oder 100 Trillionen Operationen pro Sekunde. Eine gigantische Zahl.

Was ebenfalls interessant ist: Das aktuelle Hoch mag zwar vielleicht kein Allzeithoch sein, jedoch bewegt sich die Hash Rate aktuell länger als jemals zuvor über 100 EH/s. Konnte sie im Oktober nur zwei Tage über dieser Marke liegen, sind es aktuell vier Tage.

Keine Frage, dass das Hash Ribbon damit wieder aus dem bearishen Bereich heraus ist:

Bitcoins Hash-Ribbon und Hash-Ribbon-Ratio ist wieder im positiven.

Bitcoin Mining auf neuem Hoch: Steckt China dahinter?

Woher kam dieser Anstieg der Hash Rate? Zum einen könnten Neuerungen im Mining-Ökosystem ein Grund sein. Im Zuge der Diskussion um das Todeskreuz in dem Hash Ribbon wurde diskutiert, dass einige große Mining Pools auf neue, effizientere Miner umstellen. Die beobachtete Hash Rate könnte dies bestätigen: Sie fiel, steigt jetzt jedoch wieder an. Ein zweites Argument ist, dass die Miner sich auf das Halving vorbereiten und entsprechend akkumulieren.

Doch auch mögliche negative Gründe werden genannt: Ein aktuell stark diskutiertes Argument dreht sich um China. Laut Binance CEO Changpeng Zhao soll seitens China das Mining stark unterstützt werden:

Mining wird seitens Chinas stark unterstützt. China hofft, über die Miner Bitcoin kontrollieren zu können.

Entsprechend wird das Erreichen eines neuen Rekords in der Mining Performance von vielen eher mit FUD beobachtet. Man fühlt sich hier etwas an das Paper „The looming thread of China“ erinnert. Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang sinnvoll, an die Diskussion des Papers vor über einem Jahr zu erinnern.

Die Bedrohung durch einen zentralen Player ist sicherlich real, jedoch gibt es auch hier Maßnahmen, die jeder ergreifen könnte. Ein erster Schritt für jeden Bitcoin-Nutzer könnte sein, zu einem first class citizen zu werden und eine eigene Full Node aufzusetzen. Denn auch für Bitcoin gilt: Don’t trust, verify.

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