Voice: EOS-App sagt Sozialen Medien den Kampf an

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Block.one, das Unternehmen hinter der Kryptowährung EOS, sagt Facebook, Twitter & Co. den Kampf an. Demnach will das Krypto-Start-up mit seiner neuen App Voice dafür sorgen, dass Inhalte den Nutzern dienen statt vermarktet zu werden.

Voice ist demnach darauf ausgelegt, das Erschaffen und Teilen von Inhalten durch „reale Nutzer statt durch Bots oder Fakeaccounts“ zu belohnen. Dazu Brendan Blumer, CEO von Block.one in einer Pressemitteilung:

Die Wahrheit ist, dass aktuelle Social-Media-Plattformen so konzipiert sind, dass sie ihre Nutzer [aus]nutzen. Man sehe sich nur das Geschäftsmodell an. Unsere Inhalte, unsere Daten, unsere Aufmerksamkeit. Das Alles sind unglaublich wertvolle Dinge. Aber im Moment ist es die Plattform, nicht der Benutzer, der die Belohnung erhält. Per Design laufen sie, indem sie unsere Informationen an Werbetreibende versteigern, den Gewinn einstecken und unsere Feeds mit versteckten Agenden überschwemmen, die vom Meistbietenden vorgegeben werden. Voice ändert das.


Die Voice-Plattform soll, wie Block.one am 1. Juni mitgeteilt hat, auf der EOS Public Blockchain laufen. Durch die Verwendung einer öffentlichen Blockchain soll Transparenz gewahrt werden. Denn dadurch können theoretisch alle Teilnehmer zu jeder Zeit die nötigen Informationen abrufen. Somit sollen letztlich alle Teilnehmer am Netzwerk gleichberechtigt sein:

Alle – ob Nutzer, Mitwirkende oder die Plattform – spielen nach denselben Regeln. Keine versteckten Algorithmen, keine versteckten Interessen.

Weitere Neuerungen bei EOS

Abgesehen von Voice hat Block.one weitere Neuerungen angekündigt. So soll die Version 2.0 des EOSIO-Protokolls einen neuen Standard in Sachen Authentifizierung bringen. Auch damit will Block.one letztlich die Sicherheit und Nutzbarkeit von EOS-Anwendungen erhöhen.

Weiterhin will EOS gemeinsam mit der Bitcoin-Börse Coinbase ein Projekt beginnen, um Nutzer auf ihrer Plattform über die Blockchain-Technologie von EOS aufzuklären. Unter dem Motto „earn as you learn“ werden die Teilnehmer der Online-Kurse letztlich belohnt, wenn sie sich über das EOS-Ökosystem informieren. Nutzer sollen dabei bis zu 10 US-Dollar in EOS erhalten. Weitere teilnehmende Krypto-Projekte sind Stellar Lumens (XLM), ZCash (ZEC), Basic Attention Token (BAT) und 0x (ZRX).

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EOS-Nutzer setzen sich für Senkung der Inflationsrate ein

Wie man der öffentlich zugänglichen EOS-Plattform außerdem entnehmen kann, setzt sich die EOS Community für eine Senkung der Inflationsrate auf ein Prozent ein. Damit soll letztlich der „eosio.saving“-Account, gewissermaßen das Sparbuch von EOS geschützt werden. Auf diesen transferiert die Community aktuell vier Prozent an „inflationären“ EOS Token. Diese finden laut Antrag jedoch kaum Verwendung, weswegen man eine Senkung der Inflationsrate vorgeschlagen hat:

Diese große Menge an angesammelten Token hat sich nun exzessiv [ausgebreitet] und wenn wir das weiterhin erlauben, wird das einen Angriffsvektor für das Netzwerk darstellen,

heißt es im Antrag weiter. Die EOS stimmberechtigten Netzwerkknoten (Nodes) haben den Vorschlag einstimmig angenommen.


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