fbpx

Was ist EOS?

Ein Operating System, das besser sein soll als Ethereum & Co.: EOS ist eine Blockchain-Plattform, die viele der derzeit existierenden Probleme dieser Technologie lösen möchte. Wir erklären, was hinter dem Projekt, das im Jahr 2017 seinen ICO durchführte, steckt.

Blockchains heutzutage sind nicht Mainstream kompatibel

Die Plattform sollte mit dem Ziel entwickelt werden, dezentralen Apps (dApps) einen geeigneten Raum zum Wachstum zu geben. Zwar konnte Bitcoin die Idee von Distributed Ledger Technologien sehr weit voranbringen und Ethereum beweisen, dass es für dApps einen gewissen Bedarf gibt. Dennoch sind beide Plattformen Anforderungen der Zukunft nur in gewissem Maße gewappnet. Damit diese vom Mainstream genutzt werden können, muss die Kapazität an verarbeitbaren Transaktionen enorm erhöht werden.

Die CryptoKitties hatten im Jahr 2017 bewiesen, dass eine extrem hohe Nachfrage das Ethereum-Netzwerk stark verlangsamen kann.

Zum einen ist es also die Geschwindigkeit der Transaktionen, die es bestehenden Projekten zu schaffen machte. EOS sieht darüber hinaus den Bedarf nach parallelen Ausführungen. Die meisten Blockchains arbeiten nämlich auf einer Art “Single-Thread”, erlauben also keine parallelen Ausführungen.

Wie funktioniert EOS?

Eine dezentrale Plattform bereitzustellen, ist das Ziel des Projekts. Diese soll eine Art OS (Operating System) sein, das sich durch folgende Features auszeichnet:

1. EOS ist ein Blockchain-OS

Es kümmert sich um kryptografische Aspekte und übernimmt Autorisierungen – Entwickler von dApps sollen sich auf die Business-Logik ihres Produktes kümmern, ohne sich auf kryptografischer Ebene mit dem System auseinandersetzen zu müssen.

2. Es stellt dApps eigene Datenbanken mit Schemata bereit

Außerdem lassen sich verschiedene Datenbank-Indizes benutzen – das heißt, dass sich Daten beispielsweise auf verschiedene Arten sortieren lassen und effizienter verarbeitet werden können.

3. Integriertes User-Management

Auf der Plattform existieren Accounts, die mit unterschiedlichen Rechten belegt werden können.

4. Parallele Ausführungen

Als OS erlaubt EOS die parallele Ausführung von Programmen – so wäre es bspw. möglich, dass Steem und Bitshares parallel auf der Plattform ausgeführt werden.

Was sind die Vorteile von EOS?

Die Plattform möchte sich vor allem durch ihre Skalierbarkeit von bestehenden Projekten abheben. Tausende von dApps, sogar auf Enterprise-Level, könnten darauf ausgeführt werden, heißt es in Vorstellungen des Projekts. Dies sei möglich, weil man die Authentifizierung von anderen Prozessen abgrenze. Als Beispiel kann man sich eine klassische Transaktion vorstellen: Diese besteht daraus, das Guthaben des Senders zu verringern, das des Empfängers zu erhöhen und nachzuweisen, dass man berechtigt ist, dies durchzuführen (durch Signierung). Eine klare Trennung würde bedeuten:

      • Authentifizierung = Validierung der Signaturen
      • Prozesse = Verringere Guthaben von A, erhöhe Guthaben von B

Die Authentifizierung erfolgt nur einmal, und zwar beim Anhängen von einem Block. Ist er einmal in der Blockchain gespeichert, muss er nicht erneut validiert werden.


Flexibilität: Durch die Nutzung eines delegated Proof-of-Stake Konsens-Mechanismus können Nutzer Apps einfrieren, wenn diese zu Fehlern führen. Manche EOS-Follower sind der Meinung, dass damit auch die Vorfälle rund um die DAO hätten verhindert werden können.


Governance: Der delegated Proof-of-Stake Konsens-Mechanismus soll nicht nur den Konsens für Transaktionen sicherstellen, sondern auch zur Abstimmung über selbstfinanzierte “Community Benefit Apps” dienen. Gemäß Proof-of-Stake repräsentiert der eigene Anteil an Token auch die Stimmrechtsanteile für diese Entscheidungen.

Der EOS-Token

Der Token der Plattform ist gleichnamig: EOS. Es gibt keine Gebühren des Systems, die Token können demnach nicht “verbraucht” werden. Wer 1% der Token besitzt, hat das Recht auf 1% der Rechenleistung, 1% der Bandbreite und 1% des Speicherplatzes. Das bedeutet, dass dApps zu Beginn eine gewisse Menge an Token erwerben (oder durch ein Funding erzielen) müssen und damit ihr Projekt betreiben können. Es ist im Betrieb dann nicht mehr notwendig, Token aufzustocken oder Gebühren zu zahlen. Derzeit gibt es eine Inflation von fünf Prozent. Über diese kann jedoch abgestimmt werden und durch ein “Locking” dieser Token auch eine 0% Inflation durchgesetzt werden.

BTC-ECHO