News-Check Verdorbenes DeFi-Fastfood, Protest gegen Crypto.com und Blockchain-Experimente bei McDonald’s

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Fastfood-Artikel die auf dem Boden liegen

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DeFi sorgt für mächtig Wirbel im Kryptoversum – von einem vermeintlichen Exitscam bis zur Ether-Schmelze bei den Bitcoin-Börsen haben sich die dezentralen Finanzierungsplattform und ihre (Shit)Coins in den Fokus der Anlegeraufmerksamkeit geschoben. Der News-Check mit Jan Heinreich Meyer.

Ungeliebter Token-Swap bei Bitcoin-Börse Crypto.com: MCO-Holder begehren auf

Die Trading-Plattform Crypto.com hat mit einem Tokenswap den Zorn von Teilen der Monaco (MCO) Holder auf sich gezogen. Anfang August verkündete die Bitcoin-Börse, fortan nicht mehr auf zwei – CRO und MCO – sondern nur noch auf einen hauseigenen Token zu setzen. Der MCO soll bis November abgeschafft werden. Holder des Auslaufmodells haben bis dahin die Möglichkeit, MCO gegen CRO einzutauschen. Der von Crypto.com diktierte Wechselkurs ist es, der die MCO Holder nun aufbegehren lässt. Sie sehen sich vor vollendete Tatsachen gestellt. Zumal Crypto.com einst versprochen hatte, dass es nie zu einem solchen Token Swap kommen soll. Einige von ihnen wollen nun bessere Konditionen durchsetzen. Dazu haben sie einen Verband gegründet: Die CDC Customer Alliance.

DeFi-Rabauke SUSHI hält Krypto-Welt in Atem

Keine Frage: Im DeFi-Space herrscht derzeit eine ähnliche Goldgräberstimmung wie seinerzeit beim ICO-Boom 2017/2018. Neue Projekte schießen wie Pilze aus dem Boden, immer abenteuerliche Konstruktionen sorgen dafür, dass hohe Renditen ohne realwirtschaftlichem Nutzen „erwirtschaftet“ werden können. Auch Sushiswap (SUSHI) hat einen solchen Weg gefunden: Mit dem ERC-20 Token SUSHI hat das Projekt einen zusätzlichen Monetarisierungsweg für Nutzer der dezentralen Exchange Uniswap freigelegt. Am Wochenende kam es jedoch zu einem vermeintlichen Exit-Scam. Dabei hatte der Gründer „nur“ seine SUSHI-Token verkauft, um das Projekt in neue Hände zu übergeben. Der SUSHI-Kurs stürzte daraufhin ab. Zu Redaktionsschluss handelt SUSHI bei 2,74 US-Dollar. Immer noch deutlich überbewertet, wenn es nach den Analysten von Glassnode geht. Geradezu katastrophal war indes der Wertverlust des Uniswap-Clons Hotdog-Swap. Der plattformeigene HOTDOG Token verlor nach einem mustergültigen Pump um 99 Prozent an Wert.

DEXodus: Immer mehr Ether wandern von zentralisierten Bitcoin-Börsen auf DeFi-Plattformen

Auch die großen Bitcoin-Börsen bekommen den DeFi-Boom zu spüren – und zwar an sinkenden Ether-Beständen. Seit Anfang September haben die ETH-Reserven bei den zentralisierten Exchanges stark abgenommen. Dabei ist die Liquidität bei DeFi-Plattformen – allen voran Uniswap – am Monatsanfang stark angestiegen. Der Verdacht liegt nahe, dass Holder ihre Ether-Einheiten lieber für die Bereitstellung von Liquidität auf DeFi-Plattformen einsetzen. Dort winken neben einem hohen Risiko auch enorme Renditen – bis der nächste Smart-Contract-Fehler aufgedeckt wird.

McDonalds, Nestlé und O2 an Blockchain-Pilotprojekt beteiligt


Das Zertifizierungsunternehmen „Trustworthy Accountability Group“ trägt nicht nur mit ihrem Namen dick auf: Mit McDonald’s, Nestlé und O2 hat DAG zahlreiche prominente Partner für ihr Blockchain-Pilotprojekt gehabt. Das Projekt sollte das Potenzial der Technologie für die Werbeindustrie beleuchten. Im Juli endete ein einjähriger Testlauf für eine DLT-basierte Plattform, die Betrug im Geschäft mit Onlinewerbung den Kampf ansagt. Beispielsweise soll so gefälschten Klickzahlen für Anzeigenkampagnen vorgebeugt werden. Offenbar erzielte man dabei vielversprechende Ergebnisse.


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