USA: Blockchain-Lobby verdreifacht sich

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Quelle: Shutterstock

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Die Blockchain-Lobby in den USA wächst rasant. Seit 2017 hat sich die Zahl der Lobby-Unternehmen für Krypto-Technologien in Washington DC verdreifacht. Bereits letzten Herbst gab es Vorstöße einiger prominenter Unternehmen, darunter Ripple und Coinbase, Interessenvertretungen in der US-Hauptstadt zu bilden. Insbesondere gilt es, den Einfluss auf Entscheidungen der SEC zu steigern.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Einem Bericht des politischen Branchenmediums Politico vom 18. März zufolge hat sich die Zahl der Lobby-Unternehmen, die sich in Washington mit Kryptowährungen und Blockchain beschäftigen, von einem Dutzend im Jahr 2017 auf 33 im letzten Quartal des Jahres 2018 verdreifacht.

Ziel der Krypto-Lobbyisten ist es, die gesetzlichen Maßnahmen zur Regulierung des jungen Bitcoin-Ökosystems durch Expertenwissen und Vernetzung möglichst günstig für die Unternehmen der Branche ausfallen zu lassen. Dabei betonen Interessenvertreter stets, dass sie Regulierungen per se begrüßen und gegen die Umgehung des Rechtssystems sind. Daher möchten sie einen Rechtsrahmen für die Blockchain-Technologie entwickeln, der sich als nachhaltig und effizient behaupten kann.

Krypto-Lobbys: Externe Vernetzung…


Die Non-Profit-Organisation Coin Center arbeitet hierzu mit den Abgeordneten Warren Davidson und Darren Soto zusammen. Beide gehören dem Blockchain-Ausschuss des Kongresses an. Eine der wichtigsten anstehenden Fragen ist, welche digitalen Währungen als Wertpapiere (Securities) eingestuft werden.

Die Institutionen Securities and Exchange Commission (SEC) sowie die Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) liegen besonders im Aufmerksamkeitsfeld US-amerikanischer Lobbyarbeit.

Weiterhin arbeiten die Lobbys daran, die Aufmerksamkeit der US-amerikanischen Politik für das Thema Bitcoin, Blockchain & Co. zu erhöhen. Da die Blockchain-Technologie stellenweise noch als Nischenthema betrachtet wird, sei es notwendig, „so viele Stimmen und so viel Boden wie möglich für neue Technologien zu bekommen, die sich in älteren und stark regulierten Sphären ausbreiten“, so Izzy Klein. Klein ist mit ihrem Unternehmen Klein/Johnson Group für die Securing America’s Internet of Value Coalition tätig.

… interne Organisation

Die Securing America’s Internet of Value Coalition (zu Deutsch „Koalition zur Wahrung von Amerikas Internet des Wertes“) fand sich im September 2018 unter Führung von Branchenriese Ripple zusammen (BTC-ECHO berichtete). Diese Lobbyorganisation arbeitet mit Experten und Politikmachenden zusammen, um sich für bessere Gesetze im Blockchain-Bereich einzusetzen.

Auch die „Blockchain Association“, der unter anderem Vertreter von Coinbase und Circle angehören, setzt sich für die Adaption von Krypto-Technologien in die US-amerikanische Gesetzgebung, etwa im Steuer- und Verbraucherrecht, ein.

Die vermehrte Aktivität von Lobbygruppen im Blockchain-Bereich deutet auf eine zunehmende Professionalisierung der Bitcoin-Branche hin. Mit vereinten Kräften und sowohl geistigem wie finanziellem Kapitel steuert das Krypto-Ökosystem in den USA den aufkommenden Gesetzesentscheidungen entgegen.


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