US-Ökonomin Sheila Bair: Wir sollten Bitcoin-Handel nicht verbieten

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Sheila Bair

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/washington-dc-june-24-chairman-sheila-79889545?src=hE4Qc4eeYNaL2bgnfHDkMA-1-3

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In einem Interview von „Barron’s“ lehnt die US-amerikanische Ökonomin Sheila Bair staatliche Regulierung nebst einem Verbot von Kryptowährungen ab. Weder die „grünen Scheine“ des US-Dollars noch der Bitcoin besitzen einen inneren Wert. Dieser ergebe sich stets daraus, für wie wertvoll Dinge von Dritten erachtet werden.

Anfang März wurde die ehemalige Vorsitzende des staatlichen Einlagensicherungsfonds (FDIC) vom kostenpflichtigen News-Portal „Barron’s“ befragt. Sheila Bair hatte früher mehrere Vorstandsposten großer Banken inne, darunter auch die spanische Banco Santander. Das Forbes Magazine hat sie sowohl im Jahr 2008 als auch 2009 zur zweitmächtigsten Frau der Welt gekürt.

Anleger sollten grundsätzlich kein Geld in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investieren, wenn sie sich einen Totalverlust nicht leisten könnten, sagte Blair. Beim Thema Regulierung reagiert die studierte Ökonomin zurückhaltend: „Ich glaube nicht, dass wir ihn [den Handel mit Bitcoin] verbieten sollten.“ Übrigens würden ähnlich wie die Kryptowährungen auch die grünen Scheine in den Brieftaschen keinen echten Wert besitzen. Dies gelte für jede andere Währung in gleichem Umfang. Der Wert einer Sache werde stets von den Benutzern festgelegt, so Bair.

Auch wenn es keine Regierung oder Zentralbank gebe, die für die Kryptowährungen zuständig sei, sollte man es doch besser dem Markt überlassen, den Wert der einzelnen Coins festzulegen. Das passiere ohnehin gerade, glaubt Bair. Es habe schon früher deutlich überbewertete Vermögenswerte gegeben, die ohne eine staatliche Regulierung ausgekommen seien. Auch die Niederlande haben während der Tulpenmanie den Handel mit den Tulpenzwiebeln nicht verboten. Dasselbe gelte für die Aktien von Internet-Firmen während der Dotcom-Blase zur Jahrhundertwende, erklärte sie im Dezember des Vorjahres. Daher solle man auch den Bitcoin nicht verbieten, sondern die Kursentwicklung schlichtweg dem Markt überlassen.

Aufklärung statt Verbote

Das soll aber nicht heißen, dass die Behörden zur Untätigkeit verurteilt seien. Regulierungsbehörden sollten ihrer Meinung nach auf Transparenz, Aufklärung und die Abwehr von Betrug setzen, damit Kryptowährungen nicht weiter für illegale Aktivitäten missbraucht werden können. Ihre Einstellung kommt nicht von ungefähr. Sheila Bair ist derzeit für den Finanzdienstleister Paxos und für weitere Unternehmen tätig, die die Blockchain-Technologie einsetzen.

BTC-ECHO

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