Anzeige
UNICEF will Blockchain-Start-ups fördern

UNICEF will Blockchain-Start-ups fördern

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF hat sich auf die Fahne geschrieben, für das laufende Jahr Blockchain-Start-ups zu fördern. Die zugehörige Ausschreibung veröffentlichte die Organisation in dieser Woche auf ihrer Internetseite. Voraussetzung der Förderung von Unternehmen und Start-ups soll die Entwicklung offener Blockchain-Lösungen für die humanitären Projekte des Hilfswerks sein.

In der Ausschreibung vom Dienstag, dem 16. Januar, heißt es, der UNICEF-Innovationsfonds wolle insgesamt 50.000 bis 90.000 US-Dollar ausschütten, um Unternehmen und Start-ups unter die Arme zu greifen. Damit setzt das Kinderhilfswerk seine Ankündigung von vor rund einem Jahr in die Tat um.

Bedingung für die Finanzspritze ist, dass diese an Open-Source-Blockchains arbeiten, die für humanitäre Projekte und Aufgaben innerhalb des Missionsgebietes der Vereinten Nationen genutzt werden können. So heißt es in der Ausschreibung:

„Wir haben Interesse an Firmen, die Distributed-Ledger-Technologie in neuen, bahnbrechenden Weisen nutzen wollen, die sowohl durchführbar als auch weltweit anwendbar sind.“

Das Geld soll den Firmen dazu dienen, für ihre Ideen Pilotprojekte zu entwickeln oder bereits angelaufene Projekt zum erfolgreichen Gelingen zu verhelfen. Als mögliche Beispiele werden in der Ausschreibung neben Smart-Contracts auch Token, Mining oder Formen der Datenanalyse genannt.

Neben dem finanziellen Anschub lockt das Kinderhilfswerk Bewerber zudem mit möglicher technischer und ideeller Unterstützung wie bei Vernetzungs- und Mentorenprogrammen.

Unternehmen haben nun bis zum 28. Februar dieses Jahres Zeit, sich für die Hilfestellungen und Förderungen zu bewerben.

UN weitet Blockchain-Portfolio aus

Zwar ist die neuste Ausschreibung im Förderungszweck selbst unspezifisch. Mit Blick auf die derzeit laufenden UN-Projekte lassen sich allerdings zahlreiche Beispiele und Anregungen finden, wie Distributed-Ledger-Technologien den Zwecken der Hilfsorganisation nutzen. So weiten die Vereinten Nationen ihr Blockchain-Portfolio im Zuge ihrer nachhaltigen Entwicklungsziele seit dem vergangenen Jahr stetig aus.

UNICEF etwa hatte bereits im August des vergangenen Jahres angekündigt, Ethereum-Blockchains und Smart Contracts für ihre Projekte untersuchen zu wollen. Ziel der laufenden Untersuchungen ist es, mithilfe der Technologien erfolgreicher und effizienter Hilfsgelder und Spenden zu sammeln. Zudem förderte das Kinderhilfswerk im November im Zuge einer großangelegten Entwicklungsmaßnahme das Blockchain-Start-up 9Needs in Südafrika mit 100.000 US-Dollar.

Ein weiteres Beispiel geglückter Blockchain-Anwendung der Vereinten Nationen ist das Pilotprogramm “Building Blocks” des Word Food Program WFP. Ziel dessen war, die Ethereum-Blockchain für eine schnelle und sichere Verteilung finanzielle Hilfsgüter zu nutzen. Getestet wurde es in Pakistan und Jordanien. Die Anwendung in anderen Ländern ist für 2018 geplant.

Zuletzt hatten die Vereinten Nationen zudem im November mit einer weiteren Blockchain-Initiative Aufsehen erregt. So setzt die UN seit dem vergangenen Jahr mit einem weltweit erstmaligen Pilotprojekt auf Distributed-Ledger-Technologie in ihrem Kampf gegen den Kinderhandel.

Damit mausern sich die Vereinten Nationen mit ihrem breiten Blockchain-Engagement zunehmend als Vorreiter für andere internationale Hilfsorganisationen.

BTC-ECHO

Blockchain- & Fintech-JobsAuf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In unserer Jobbörse findet Ihr aktuelle Stellenanzeigen von Blockchain- & Fintech-Unternehmen.

Ähnliche Artikel

Prognose-Markt unter Druck: Scam auf Augur?
Prognose-Markt unter Druck: Scam auf Augur?
Krypto

Reddit-Nutzer mutmaßen über einen Augur-Scam. Joey Krug, der CEO der dezentralisierten Marktprognoseplattform, wehrt sich auf Twitter, gesteht aber auch Schwächen im System ein.

Dark Web Scammer erbeuten 200 BTC mit Tippfehlern
Dark Web Scammer erbeuten 200 BTC mit Tippfehlern
Sicherheit

Mit Typo-Squatting haben Betrüger im Dark Web 200 BTC gestohlen.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Prognose-Markt unter Druck: Scam auf Augur?
    Prognose-Markt unter Druck: Scam auf Augur?
    Krypto

    Reddit-Nutzer mutmaßen über einen Augur-Scam. Joey Krug, der CEO der dezentralisierten Marktprognoseplattform, wehrt sich auf Twitter, gesteht aber auch Schwächen im System ein.

    Dark Web Scammer erbeuten 200 BTC mit Tippfehlern
    Dark Web Scammer erbeuten 200 BTC mit Tippfehlern
    Sicherheit

    Mit Typo-Squatting haben Betrüger im Dark Web 200 BTC gestohlen.

    Binance-Report: Schleichende Entkopplung von Bitcoin?
    Binance-Report: Schleichende Entkopplung von Bitcoin?
    Märkte

    Die Bitcoin-Börse Binance hat in einer neuen Studie die Korrelationen unter Krypto-Assets unter die Lupe genommen.

    Blockchain-Unternehmen Aeternity beteiligt sich am Axel-Springer-Partner SatoshiPay
    Blockchain-Unternehmen Aeternity beteiligt sich am Axel-Springer-Partner SatoshiPay
    Blockchain

    Eine weitere Kooperation lässt die Krypto-Community aufhorchen. Das in Liechtenstein ansässige Blockchain-Unternehmen Aeternity beteiligt sich jetzt am Zahlungsdienstleister SatoshiPay.

    Angesagt

    Meinungs-ECHO: „Bitcoin lebt“ – Positives Sentiment und Frühlingstöne aus der Szene
    Invest

    Betrachtet man die Nachrichten- und Gefühlslage der Krypto-Szene, dürfte es längst schon keinen Krebsgang mehr geben.

    Nutzerbetrug bei ALQO? Discord-User auf der Spur
    Szene

    Eine kleines Projekt namens ALQO soll über eine Online-Wallet widerrechtlich Gelder an sich gerissen haben.

    Krypto- und traditionelle Märkte – Seitwärtsphase wirft Bitcoin ins Mittelfeld
    Märkte

    Weiterhin ist nicht Bitcoin, sondern Öl das am besten performende Asset.

    Der Hodl-Guide: 5 Arten von Bitcoin Wallets, die du kennen solltest
    Bitcoin

    Bitcoins kryptographische Absicherung ist bei korrekter Handhabe bombensicher. Aber wie bereits bei Spiderman festgestellt wurde, „kommt mit großer Kraft große Verantwortung“.

    Anzeige
    ×