UK: Finanzaufsichtsbehörde will Krypto-Derivate verbieten

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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UK: FCA will Krypto-Derivate regulieren

Quelle: Shutterstock

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Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) diskutiert das Verkaufsverbot von Krypto-Derivaten. Die Gründe dafür legte die FCA am 3. Juli in einer Pressemitteilung vor.

Großbritannien sieht eine Gefahr für seine Gesellschaft in Krypto-Derivaten. Wie aus einer Pressemitteilung vom 3. Juli hervorgeht, will die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA = Financial Conduct Authority) derartige Finanzprodukte für Privatleute verbieten.

Wir werden einschreiten“

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Das Verbot wird derzeit für sämtliche Derivate (Differenzkontrakte, Optionen und Termingeschäfte) und Inhaberschuldverschreibungen (ETNs) diskutiert, die auf unregulierten Krypto-Anlagen aufbauen. Das Verbot betreffe sowohl inländische als auch ausländische Unternehmen, insofern sie in britischem Hoheitsgebiet operieren. Hierzu Christopher Woolard, Leiter der Abteilung für Strategie & Wettbewerb der FCA:

Bezüglich der im weiteren Sinne verstandenen Märkte für Differenzkontrakte und binäre Optionen, werden wir einschreiten, sobald wir betrügerische Produkte für Privatkunden entdecken. Diese [Finanzprodukte] sind komplexe Verträge, die auf komplexen Anlageklassen basieren.

Die Gründe für das Verbot

Im Angesicht dieser Bevormundung vonseiten des Staates will man das Raunen aus den Reihen der Wirtschaftsliberalen hören. Warum die FCA diesen Teil des Marktes jedoch nicht den freien Marktkräften überlassen will, begründet Woolard wie folgt:

Die meisten Konsumenten können den Wert von Derivaten, die auf unregulierten Krypto-Anlagen aufbauen, nicht wirklich einordnen. Die Preise sind sehr volatil und wie wir auf globalem Maßstab gesehen haben, können kriminelle Handlungen im Krypto-Bereich zu plötzlichen und unerwarteten Verlusten führen. Für uns ist es daher klar, dass diese Derivate und Inhaberschuldverschreibungen [ETN] für den Privatmann ungeeignet sind.

So geht die britische Finanzaufsichtsbehörde davon aus, den britischen Bürgern Verluste in Höhe von 75 bis 234,3 Millionen Pfund zu ersparen. Wie diese Zahlen ermittelt wurden, bleibt unklar. Bereits Ende letzten Jahres machte die FCA mit der Prüfung von Firmen im Krypto-Sektor auf sich aufmerksam. Als Konsequenz gab die FCA die „Guidance on Cryptoassets“ heraus. Ziel dieses Leitfadens ist indes vor allem, für Klarheit in der Regulierung zu sorgen.

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