Texas: Gesetzentwurf will Bitcoin und Co. gänzlich transparent machen

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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Der US-Bundesstaat Texas könnte von Bitcoin-Nutzern in Zukunft mehr Transparenz fordern. Ein neuer Gesetzentwurf sieht vor, dass Zahlungsempfänger zunächst die Identität des Senders feststellen, bevor sie die Zahlung akzeptieren dürfen. Damit wäre Bitcoin nicht einmal mehr pseudonym.

Bei KYC frohlockt die libertäre Bitcoin-Gemeinde nicht gerade. Schließlich erlaubt es die Bitcoin Blockchain, alle Transaktionen nachzuvollziehen. Sobald der Link in die „echte“ Welt hergestellt ist, können Behörden den Weg, den bestimmte Bitcoin-Einheiten genommen haben, einsehen. Dieser Link entsteht zumeist durch die KYC-Regularien der Bitcoin-Börsen.

KYC für alle Nutzer von Kryptowährungen gefordert

Offenbar geht dieser mögliche Kontrollvektor den texanischen Behörden nicht weit genug. Denn laut einem neuen Gesetzentwurf, den der Abgeordnete Phil Stephenson im texanischen Parlament einbrachte, sollen Zahlungsempfänger zukünftig zunächst „die Identität des Senders der Zahlung verifizieren“, bevor sie diese akzeptieren dürfen. Allerdings nur, sofern es sich bei der versendeten Kryptowährung nicht um eine sogenannte „Verified Identity Digital Currency“ (VIDC) (frei übersetzt: transparente Digitalwährung) handelt. Das sind laut Gesetzestext Digitalwährungen, welche die Identität des Senders automatisch offenlegen. Beispiele für eine solche Kryptowährung nennt der Vorschlag indes nicht.

VIDC bezeichnet eine digitale Währung, die es ermöglicht, die wahren Identitäten des Absenders und des Empfängers zu kennen, bevor eine Person Zugang zu der digitalen Wallet einer anderen Person hat.

Staatliche Kontrolle über Bitcoin

Mit dem Entwurf erhoffen sich texanische Behörden mehr Kontrolle über Bitcoin & Co. Denn im Gegensatz zum traditionellen Zahlungsverkehr lassen sich auch Bitcoin-Überweisungen mit den einschlägigen Tools anonymisieren. Wir haben die Möglichkeiten an dieser Stelle zusammengefasst.

Außerdem scheint die texanische Regierung die Förderung von VIDCs im Sinn zu haben. Mithilfe der Finanzkommission, der Credit Union Commission und dem texanischen Ministerium für öffentliche Sicherheit will man „der Nutzung von VIDCs im öffentlichen Raum“ Vorschub leisten.

Das Gesetz soll am 1. September dieses Jahres in Texas in Kraft treten.


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