Block after Block Südkorea: Ein Mautsystem auf der Blockchain

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

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Autos warten an einer Mautstelle

Quelle: Shutterstock

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Eine der größten Geschäftsbanken Südkoreas hat sich mit dem Autbahnbetreiber Korea Expressway Corporation für ein Blockchain-basiertes Mautsystem zusammengetan. Damit marschiert das Land schnellen Schritttes in die Richtung der digitalen Wirtschaft.

Südkorea will sich bei Digitalisierung an der Weltspitze etablieren. Die Regierung fördert die Unternehmen bei der Umsetzung ihrer digitalen Aktivitäten. Jetzt hat sich eine der größten Geschäftsbanken Südkoreas, KEB Hana Bank, mit dem staatlich unterstützten Unternehmen Korea Expressway Corporation, das die mautpflichtigen Straßen betreibt, zusammengeschlossen. Sie wollen ein Blockchain-basiertes Mautsystem auf den Autobahnen des Landes umsetzen.

Laut der koreanischen Internetzeitung D Daily soll das Projekt noch vor Ende des Jahres anlaufen. Geplant sei ein Service über den die Autofahrer mit ihrer Fahrzeugnummer ihre Mautzahlungen erledigen, aufschieben oder sogar zurückerstattet bekommen können. Anschließend werden die Zahlungen dann über die Smartphone-Banking-App „Hanawon Q“ von KEB Hana abgerechnet.

Beide beteiligten Parteien seien nach dem Treffen in Gimcheon, eine Stadt in der südkoreanischen Provinz, bestrebt „den öffentlichen Komfort in Zusammenhang mit Mautgebühren zu verbessern“, heißt es im Artikel weiter. Indes soll auf diese Weise Bargeld– und Kreditkartenzahlungen mehr und mehr abgeschaffen werden. Zumal sich auch durch die COVID-19-Pandemie kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten als deutlich praktischer etabliert haben.



Kwang-Ho Lee, Leiter der Verkaufsabteilung der Korea Expressway Corporation, kommentierte zu dem Projekt außerdem folgendes:

Wir werden kundenspezifische, kontaktlose (kontaktlose) Dienstleistungen für die Öffentlichkeit ausbauen und dabei die Blockchain-Technologie anwenden. Sie ist ein Teil der koreanischen digitalen New Deal-Politik, um die globale Wirtschaft nach dem Coronavirus anzuführen.

Der digitale New Deal bestimmt das Tempo

Am 14. Juni präsentierte Präsident Moon Jae-in die künftige Wachstumsstrategie unter dem Namen „Digital New Deal“. Sie soll eine Grundlage für die künftige digitale Wirtschaft schaffen. Bis 2025 werde die Regierung insgesamt 48,2 Milliarden US-Dollar in die Digitalisierung der Branchen zu investieren, damit Korea in der Zeit nach dem Coronavirus zu einer führenden digitalen Macht werden kann. Damit sind auch Blockchain-und andere Industrie 4.0–Technologien gemeint.

Präsident Moon Jae-in sagte gegenüber der Business-Technologie-News-Website DZNet:

Die vierte industrielle Revolution und die digitale Zivilisation sind die Zukunft der Menschheit, die bereits begonnen hat. Die uns Weg weisende nationale Entwicklungsstrategie ist die koreanische Version vom New Deal. Es ist möglich mit einem großen Sprung nach vorn von einer klassischen Wirtschaft zu einer führenden Wirtschaftsnation zu werden.

Südkorea: Der Blockchain-Pionier

Der Inselstaat gehört in Sachen Blockchain indessen schon länger zu den Pionieren. Laut dem „Blockchain-Stadtplan für 2018 bis 2022“ investiert die Regierung beispielsweise 123,3 Milliarden koreanische Won, um die südkoreanische Hauptstadt Seoul zu einer Smart City zu machen, angetrieben von der Blockchain–Technologie.


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