Südkoreas Blockchain-Pläne: „Die Zukunft gehört denen, die sich heute darauf vorbereiten.“

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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Die Hauptstadt Südkoreas hat die ersten Punkte ihres Blockchain-Stadtplans (2018-2022) umgesetzt. Seoul kommt damit dem Ziel, eine Smart City zu werden, ein Stück näher. Seouls Bürgermeister Park Won-soon hielt zu diesem Thema am 20. Mai eine Rede im Korea Future Forum (KFF). 

Südkorea ist eine Nation der Technik. Viele der weltweit führenden Gamer stammen aus Südkorea, einer der größten Hersteller von Smartphones ist Samsung mit Unternehmenssitz in Südkorea und auch in Sachen Blockchain gehört der kleine Inselstaat zu den Pionieren. Das mag auch an dem Bürgermeister der Hauptstadt Seoul liegen. Nachdem Park Won-soon im Oktober 2018 in Zürich seinen Blockchain-Stadtplan für 2018 bis 2022“ vorgestellt hat, scheint er bei der Umsetzung nicht lange zu fackeln. Auf der Konferenz „Korea Future Forum 2019 & Blockchain-Technologie Show“ sprach Won-soon am gestrigen Montag, dem 20. Mai, von den bisherigen Umsetzungen und den nächsten Schritten auf dem Weg hin zu einer Smart-City.

Nicht nur reden – Machen!


Park Won-soon hält den Einsatz der Blockchain-Technologie in vielen Bereichen für sinnvoll. In den gerade einmal sieben Monaten, die seit der Verkündung des 5-Jahres-Plan für Seoul vergangen sind, hat sich einiges getan:

Wir haben bereits ein System aufgebaut, das die Manipulation von digitalen Wahlen unterbindet, indem wir unser digitales Wahlsystem mit der Blockchain-Technologie ausgerüstet haben. [Außerdem] haben wir ein System entwickelt, das auf transparente Weise den Zustand eines Autos, den Kaufvertrag über und die Kenngrößen des Autos darstellt. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt von Pyeongchang werden [so] 10.000 Autos pro Jahr umgesetzt.

Zwar ist Pyeongchang ein Bundesland östlich der Hauptstadt, doch lässt sich das Pilotprojekt von dort reibungslos auf die Hauptstadt übertragen. Damit sind zwei Punkte des Plans bereits umgesetzt.

„Der Wert von Daten ist so wichtig wie nie zuvor.“

Damit Seoul seinem Ziel der Smart City näher kommt, will Won-soon die Stadt bis zum Jahr 2022 mit 50.000 Sensoren ausstatten. Damit will er die Eigentümlichkeiten der Stadt und das Verhalten der Bürger in Daten umwandeln. Durch geschickte Kombination dieser öffentlichen Daten einerseits und privater Daten der Bürger andererseits, soll Seoul die Entwicklung der Datenindustrie anführen. Wie ernst Won-soon es damit meint, wird ein weiteres Mal an seiner prägnanten Formulierung seiner Pläne deutlich:

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[Wir wollen] neue Dienste anbieten, die auf der weltweit führenden ICT-Infrastruktur [ICT = Informations- und Kommunikationstechnologie] aufbauen und dabei innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz und Blockchain nutzen. Seoul wird [damit] städtische und administrative Daten sammeln und dadurch Dienste ermöglichen, die bisher nicht möglich waren.

Nächster Streich: Personalausweis auf Blockchain-Basis

Um bürokratisches Prozedere in Zukunft effizienter zu gestalten, hat sich Won-soon das Ziel von digitalen Personalausweisen gesteckt:

Wir werden im Personalausweis der Bewohner von Seoul ein auf Blockchain-Technologie basierendes Authentifizierungssystem implementieren und [so] den Zugang zu verschiedenen Verwaltungsdiensten erleichtern […]. Wir werden unser Bestes geben, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern, indem wir [diese Dienste] mit ZeroPay verknüpfen.

ZeroPay ist ein Bezahlungskonzept via Smartphone, mit dem Einzelhändler nicht länger die Gebühren, die durch Kreditkartenzahlungen entstehen, bezahlen müssen. Das System wurde von der Stadtregierung von Seoul entwickelt und soll seit März 2019 landesweit im Einsatz sein. Park Won-soon schließt seine Rede mit dem berühmten Satz von Malcolm X:

Die Zukunft gehört denen, die sich heute darauf vorbereiten.

Bleibt ihm nur noch anzuraten, den friedlichen Weg zu wählen, auf dem sich sein Mitstreiter Martin Luther King bewegt hat.


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