Bezahlen mit Apple & Co. Studie: Big Techs mischen den Finanzsektor auf

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Die großen Technologie-Konzerne der Welt übernehmen immer mehr Anteile im internationalen Zahlungsverkehr und etablieren sich zunehmend im Finanzsektor. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde hat nun die Risiken und Chancen dieser Entwicklung in einem Bericht zusammengefasst.

Die Big Techs der Welt erobern mit eigenen Bezahldiensten immer mehr Marktanteile im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, kurz: ESMA) hat nun einen Bericht zu „Trends, Risiken und Sicherheitslücken“ veröffentlicht, der den Nutzen und die potenziellen Risiken vom Eindrängen der Big Techs in den Finanzsektor aufzeigt.

Chancen und Risiken gehen Hand in Hand


Der Bericht setzt sich mit allgemeinen Entwicklung auf den Kapitalmärkten auseinander und widmet einen Abschnitt den Big Techs. Demzufolge seien die Finanzdienstleistungen der großen Technologiekonzerne, wie Google, Amazon und Facebook, für die Verbraucher sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden.

Positiv hervorzuheben sei beispielsweise die Anbindung privater Haushalte an den Kapitalmärkten. Indem vom Zahlungsverkehr abgeschnittene Bevölkerungsgruppen auf die Bezahldienste privater Unternehmen zugreifen können, verhelfen die Big Techs außerdem zur finanziellen Inklusion.

Die Monopolisierung von Zahlungsnetzwerken wird hingegen als mögliches Risiko eingestuft, das sich negativ auf die Verbraucher auswirken könnte. Insgesamt erhöht sich dadurch die Dringlichkeit einer effektiven, branchen- und länderübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Regulierungsbehörden.

Dem Bericht nach können Unternehmen zudem ihr Angebot auf Grundlage umfassender Datenerhebungen den Präferenzen der Verbraucher anpassen. Auch deshalb hätten die Big Techs „das Potenzial, in den kommenden Jahren einen signifikanten Marktanteil bei verschiedenen Finanzdienstleistungen zu gewinnen“. Darin liegt jedoch auch eine Kernproblematik begründet, denn:

Angesichts der großen Menge an sensiblen Verbraucherinformationen, mit denen sie umgehen, und des Umfangs ihrer bestehenden Geschäftstätigkeiten (von denen viele mit den Finanzmärkten verbunden sind) birgt ihr Einstieg in die Finanzwirtschaft jedoch auch deutliche Risiken für Märkte und Verbraucher.

Risiken für die Verbraucher ergeben sich folglich in mehrfacher Hinsicht. An erster Stelle stehen dabei die Risiken in Bezug auf die Privatsphäre und dem Datenschutz. Zudem bestehe ein Risiko in der Abhängigkeit der Nutzer von monopolisierten Zahlungsnetzwerken in privater Hand.

Darüber hinaus existiere die Gefahr der finanziellen Ausgrenzung; die Einschließung ausgegrenzter Bevölkerungsgruppen könnte sich auch im genauen Gegenteil niederschlagen und zur Exklusion bestimmter demographischer Gruppen führen.

Die Zukunft der Big Techs

Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Größe, ihrer globalen Kundennetzwerke und der Möglichkeit, gesammelte Daten für personalisierte Dienstleistungen zu nutzen, werden Big Techs künftig in Konkurrenz zu den etablierten Dienstleistern im Finanzsektor treten. Die Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde erwartet, dass die Unternehmen in naher Zukunft auch auf dem europäischen Markt mehr Anteile gewinnen werden.

Während sich die Vorteile auf Seiten der Verbraucher in Bezug auf vereinfachte Bezahlmöglichkeiten und der Einbindung im Zahlungsverkehr verteilen, zwingt das Eindringen der großen Technologie-Unternehmen in den Finanzsektor die Regulierungsbehörden, Risiken im Zusammenhang mit der Finanzstabilität und dem Verbraucherschutz durch neue Gesetzgebungen zu verringern.

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