Seed CX startet Testphase für Bitcoin Margin Swaps

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Das Rennen um Bitcoin-Finanzprodukte geht weiter. Nun schaltet sich auch Seed CX in den Wettstreit um die Gelder der institutionellen Anleger ein. Dafür enthüllte die Bitcoin-Börse nun ein außerbörsliches Bitcoin-Derivat. Es könnte bereits in naher Zukunft verfügbar sein.

Die Bitcoin-Börse Seed CX hat am 13. August ein eigenes Bitcoin-Derivat lanciert. Wie The Block exklusiv berichtete, will das US-amerikanische Unternehmen physisch zu erfüllende Bitcoin Margin Swaps in den Vereinigten Staaten anbieten. Falls alles nach Plan verläuft, könnten diese bereits in drei Monaten verfügbar sein. Das Finanzprodukt richtet sich an institutionelle Investoren.

Bei Margin Swaps handelt es sich um außerbörsliche Derivatgeschäfte zwischen zwei Parteien. Diese sind in dem Sinne physisch zu erfüllen, als dass die eine Seite zum Ablauf der vertraglich festgesetzten Frist den Basiswert (hier Bitcoin) zu liefern hat. Die für diese Derivate zuständige Tochterfirma Seed SEF hat bereits mit der Testphase begonnen. Die Tests werden den gesamten August andauern. Bei einem positiven Ausgang könnte das Produkt in den USA starten, allerdings gilt es noch, den Segen der Regulierungsbehörden abzuwarten.

Der Seed-CX-CEO Edward Woodford zeigte sich, was eine derartige Genehmigung angeht, zuversichtlich, schließlich habe man in den vergangenen 18 Monaten aufs Engste mit der für solche Finanzprodukte zuständigen U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zusammengearbeitet:

Wir arbeiten eng mit der CFTC zusammen und hoffen, das Produkt innerhalb der nächsten drei Monate öffentlich einführen zu können.

Seed CX möchte bestehende Bitcoin-Derivate ergänzen


Woodford behauptete gegenüber The Block, dass Seed CX die ersten seien, die derartige Bitcoin Margin Swaps in den USA anbieten. Er erklärte, dass ein solches Finanzprodukt dem Kunden die Möglichkeit gibt, Bitcoin aus einer fremdfinanzierten Position heraus zu handeln. Demgemäß gäbe es in den USA bis zum heutigen Tage kein vergleichbares Angebot. Ferner führte Woodford aus, dass die Margin Swaps aufgrund der geplanten Kombination aus Wochen- und Monatskontrakten eine „perfekte Ergänzung“ zu den bereits verfügbaren Bitcoin-Derivaten seien.

Maurice Goodman, Leiter des Bereichs Risiko und Abwicklung bei Seed CX, äußerte sich zudem über das zum Einsatz kommende Risikomaß:

Wir werden das Value-at-Risk-Modell mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer 10-tägigen Margenperiode mit zusätzlichen Aspekten verwenden, um Extremphasen der Volatilität des vertraglichen Basiswertes zu berücksichtigen.

Die Bitcoin-Derivate sind auf dem Weg

Auch andere Bitcoin-Derivate befinden sich indessen auf dem Weg zur Startlinie. Zu nennen wären nicht zuletzt die von vielen sehnlichst erwarteten Bitcoin Futures von Bakkt. Hier ist mit einem diesjährigen Starttermin zu rechnen. Erst kürzlich sah es sogar danach aus, dass die Bitcoin Futures von LedgerX jene von Bakkt auf den letzten Metern vor dem Start noch überholen würden. Wie so oft machten die Behörden jedoch auch LedgerX einen Strich durch die Rechnung. Berichte über eine bereits vorliegende CFTC-Genehmigung für Bitcoin Futures des Unternehmens entpuppten sich als Falschmeldung.


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