Nach Kollaps Terraform Labs zahlt 4,47 Milliarden US-Dollar an SEC

Nach dem Schuldspruch wegen Betrugs müssen Terraform Labs und Do Kwon eine Milliardenzahlung an Geschädigte leisten.

Daniel Hoppmann
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Beitragsbild: picture alliance / REUTERS | Stevo Vasiljevic

| Do Kwon ist in Montenegro derweil auf freiem Fuß
  • Der Betrugsprozess gegen Terraform Labs, das Entwicklerstudio hinter den kollabierten Kryptowährungen UST und LUNA, und ihren Gründer Do Kwon endet mit einer Milliardenstrafe. Das geht aus einem Urteil des zuständigen Gerichts in Manhattan vom gestrigen Mittwoch, hervor.
  • Die Summe beläuft sich insgesamt auf 4,47 Milliarden US-Dollar. Den Großteil der Strafe übernimmt Terraforms Labs. Aber auch Do Kwon soll insgesamt über 204 Millionen US-Dollar dazusteuern. Die Gelder sollen unter anderem in die Insolvenzmasse fließen.
  • Ursprünglich hatte die SEC eine Strafzahlung von 5,3 Milliarden US-Dollar gefordert.
  • Außerdem dürfen beide Parteien sich nicht mehr an dem Handel mit Kryptowährungen beteiligen. Das schließt insbesondere alle Token aus dem Terra-Ökosystem ein.
  • Bereits im April hatte die Jury Terraform Labs und Do Kwon für schuldig befunden, Investoren getäuscht und insbesondere über die Wertstabilität des hauseigenen Stablecoins UST gelogen zu haben.
  • Im Mai 2022 kollabierte das Terra-Ökosystem, nachdem UST seine Bindung an den US-Dollar verloren hatte. Durch die Entkopplung verlor auch der native Token LUNA massiv an Wert und schädigte tausende Anleger und löste eine Pleitewelle in der Krypto-Branche aus. Schätzungen zufolge liegt die Schadenssumme bei über 40 Milliarden US-Dollar.
  • Derweil geht das Tauziehen um den Gründer Do Kwon weiter. Im März 2023 war der Südkoreaner nach einer monatelangen Verfolgungsjagd in Montenegro verhaftet worden und sollte eigentlich an die USA ausgeliefert werden. Der oberste Gerichtshof kippte die Entscheidung im letzten Moment. Mittlerweile ist Kwon wieder auf freiem Fuß.
  • Sowohl in den USA als auch in Südkorea drohen dem 32-Jährigen noch strafrechtliche Verfahren. Im schlimmsten Fall drohen ihm 40 Jahre Gefängnis.
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