Es geht um 11,4 Milliarden US-Dollar 

FTX: Insolvente Krypto-Börse legt Datum für Rückzahlungen fest

Während der FTX-Gründer in ein neues Gefängnis verfrachtet wird, gibt es für Geschädigte neue Hoffnung bezüglich der Rückzahlungen.

Paol Hergert
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Auf einem Smartphone ist das FTX-Logo vor dem dynamischen Hintergrund blauer und grüner Finanzdiagrammlinien gut sichtbar.

Beitragsbild: picture alliance

| Vor dem Untergang zählte FTX zu den renommiertesten Kryptobörsen
  • Die insolvente Krypto-Börse FTX hat einen zeitlichen Rahmen für die Rückzahlungen an Großanleger festgelegt. Das berichtet das Wirtschaftsmedium Bloomberg.
  • Demzufolge habe die von Sam Bankman-Fried gegründete Exchange nun die benötigten 11,4 Milliarden US-Dollar zusammen, die für die Rückzahlungen benötigt werden.
  • Stichtag ist der 30. Mai: An dem Tag sollen die Auszahlungen an institutionelle Investoren und Gläubiger beginnen, denen Millionenbeträge zustehen.
  • Kleinanleger mit sogenannten “Convenience Claims”, die Verluste in Höhe von bis zu 50.000 US-Dollar geltend gemacht haben, haben bereits ihre Rückzahlungen erhalten – diese begannen im Januar dieses Jahres.
  • Der Insolvenzverwalter Andrew Dietderich informierte das zuständige US-Gericht über den Stand der Rückzahlungen im laufenden Chapter-11-Verfahren, wie Bloomberg berichtet.
  • Der Kollaps von FTX im November 2022 hatte tausende Gläubiger betroffen. Die Abwicklung wurde durch die hohe Zahl an Forderungen und rechtliche Streitigkeiten erheblich verzögert.
  • Viele Gläubiger hatten gehofft, in Kryptowährungen statt in Fiatgeld entschädigt zu werden – insbesondere, da der Bitcoin-Kurs seit der FTX-Pleite um ein Vielfaches gestiegen ist.
  • Die Rückzahlung wird zusätzlich erschwert durch eine ungewöhnlich hohe Zahl an fehlerhaften oder zweifelhaften Forderungen: Laut Dietderich muss FTX rund 27 Trillionen Ansprüche prüfen – viele davon ungültig oder mehrfach eingereicht.
  • Auch steigt der Zeitdruck: Während FTX auf seine Mittel nur geringe Zinsen erhält, steigen die Zinsansprüche der Gläubiger mit etwa 9 Prozent jährlich – was die Kosten für eine langsame Abwicklung weiter erhöht.
  • Politisch zieht der Fall ebenfalls weiterhin Kreise: Senatorin Elizabeth Warren kritisierte den SEC-Kandidaten Paul Atkins für dessen Verbindungen zu FTX über dessen Firma Patomak Global Partners. Atkins hatte FTX 2022 beraten.
  • Indessen wurde Sam Bankman-Fried in ein neues Gefängnis verlegt. Ob auch dieser Straftäter sich bald über ein präsidiales Pardon freuen darf, bleibt abzuwarten.
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